Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Wunder des historischen Romans, 25. August 2003
Es handelt sich um ein sehr sachlich und nach meinem Wissen zutreffend recherchiertes Buch. Erstaunlicherweise ist es dem Autor gelungen das Interesse des Lesers wachzuhalten, ohne fiktive Personen einzuführen, die den roten Faden knüpfen (aber meistens die Beziehungskiste in den Vordergrund stellen). Manchem mag der Stil dennoch etwas zu trocken sein, die politischen Umstände zu knapp und die technischen Beschreibungen zu detailliert. Aber wenn man's mag, kann man bei der Lektüre Lust gewinnen sich die Kuppel nochmal mit anderen Augen vor Ort in Florenz anzuschauen. Also auch Reiselektüre!
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr interessant und pannend zugleich!, 11. Juni 2001
Von Ein Kunde
Mit dem Dom von Florenz wollten die Medici den Reichtum und die Pracht ihrer Stadt verewigen. Aber ein Jahrhundert nach der Grundsteinlegung wußte immer noch niemand, wie man den Traum von der riesigen Kuppel realisieren könnte, welche die Santa Maria del Fiore krönen sollte. Erst als Filippo Brunellschi, ein begnadeter Erfinder und zugleich ein mißtrauischer Einzelgänger, im Jahre 1418 ein revolutionäres Modell vorlegte, nahm die Vision Gestalt an. Mit seinen Erfindungen trieb Brunelleschi die Arbeiten voran. Er konstruierte einen neuartigen Lastenaufzug mit Ochsenantrieb und ließ in Pisa das bis dahin längste (180 Meter) und schwerste (eine halbe Tonne) Seil der Welt anfertigen. Er kreierte einen neuen Kran, der auch zur Seite schwenkbar war. Brunelleschi war der erste Ingenieur, der sein geistiges Eigentum rechtskräftig vor Nachahmung schützen durfte. Aber er hatte auch schwere Rückschläge zu überwinden. Das floßähnliche Schiff, mit dem er die riesigen Marmorblöcke den Arno hinauf transportieren wollte, kenterte auf halber Strecke. Im Gemäuer des Doms traten Risse auf, unter den Steinmetzen und Mauern kam es zu Unruhen. Die mailändischen Truppen belagerten Florenz, und Brunelleschi mußte seine Energie in militärischen Konstruktionen stecken, die jedoch kläglich scheiterten. Als auch noch sein Förderer, der mächtige Cosmio de Medici, ins Exil geschickt wurde, wuchs der Widerstand gegen den geheimniskrämerischen Ingenieur, der sich oft wie ein Bettler kleidete. Im August 1431 wurde er verhaftet, weil er seinen Beitrag für die Maurerzunft nicht entrichtet hatte. Kurz zuvor war er von seinem eigenen Adoptivsohn und langjährigen Mitarbeiter bestohlen worden. Aber am Ende mußten auch seine Feinde einsehen, daß allein Brunelleschi das Bauwerk vollenden konnte. Man ließ dem "capomaestro" wieder freie Hand, gab seinen oft bizarren Wünschen nach, und so konnte die Kuppel am 30. August 1436 eingeweiht werden. Die Wirkung auf die Zeitgenossen war ungeheuer, Brunelleschi wurde zum ersten Star der Architektur, die er mit seiner Leistung von dem Ruf eines niedrigen Handwerks befreite hatte. Diesen Höhepunkt der Kulturgeschichte hat der kanadische Autor Ross King detailgenau, spannend und farbig dargestellt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nein, kein Fußballroman, 7. Dezember 2005
Auch wenn der Titel ein bisschen an das Wunder von Bern erinnert, handelt es sich hier um einen Architekturroman. Ross King widmet sich darin der großartigen Leistung des Florentiner Architekten Brunelleschi. Dabei gelingt es, den Leser in die Zeit und das Denken der Renaissance zu versetzen. Eine Kuppel, so groß wie sie noch nie von Menschenhand gebaut wurde, sollte mit primitiven Mitteln errichtet werden. Nicht einmal ein tragendes Gerüst war möglich, da kein Baumstamm lang genug war um bis zur Krümmung der Kuppel hoch zu reichen. Mit genialem Erfindungsgeist und trotz allerlei Intrigen gelingt es Brunelleschi die Kuppel zu vollenden und Ross King den Leser bis zu letzten Seite zu fesseln.
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