| ||||||||||||
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wandlung zu einer neuen Bewußtseinsstufe,
Rezension bezieht sich auf: Das Wolfskind. (Broschiert)
Dieser Roman ist, so glaube ich, ziemlich unbekannt. Völlig zu Unrecht! David Malouf hat ein faszinierendes Buch geschrieben mit spiritueller Botschaft. Großartige Literatur! Schon im Prolog überzeugt der einfache, ausdrucksstarke Erzählstil, der sich während des ganzen Romans auf gleichmäßig hohem Niveau bewegt. Die Sätze sind kurz, die Sprache klar. Kraftvolle, überaus ästhetische Bilder erzählen von Traumsequenzen, Kindheitserinnerungen, Landschaftseindrücken und natürlich vom eigentlichen Handlungsfaden: In der Verbannung, am Schwarzen Meer, lebt der römische Dichter Ovid unter Barbaren, mit denen er sich kaum verständigen kann. Dort kümmert er sich um einen wilden Jungen, mehr Tier als Mensch, den er in den Wäldern einfangen ließ und der ihm bereits in Kindertagen als imaginärer Begleiter erschienen war. Dieses Kind möchte der Verfasser der "Metamorphosen" zu einem neuen Bewußtsein verhelfen. Er lehrt ihm Sprache und menschliches Verhalten, doch letztendlich ist Ovid es selbst, der eine Verwandlung durchlebt. Während der intensiven Lehrzeit, die er mit dem Jungen verbringt, tauschen Schüler und Lehrer die Rollen, und als eine Flucht vor der letzten Basis menschlicher Zivilisation nötig wird, ist er bereit, sein altes Wissen, seine Konditionierung und sein Selbstbild aufzugeben, um dem Jungen voll und ganz in die unendliche Weite des Grasmeeres zu folgen...Interessant erscheint mir der Grundgedanke, ob es richtig war, das Wolfskind aus der Wildnis zu holen und in sein instinktives Bewußtsein einzugreifen. Ihm fehlte vor allem eine Vorstellung vom einenen Ich, ansonsten lebte der Junge im Einklang mit der Natur. Welche Form der Existenz ist für uns Menschen gültig? Während man im Buddhismus, in den asiatischen Ländern, danach strebt, sich vom eigenen Ego zu lösen, um das Leiden zu überwinden und inneren Gleichmut zu finden, glauben wir in der westlichen Gesellschaft genau an das Gegenteil. Unser Ego muß gepflegt, inszeniert und zur Schau gestellt werden... Trotz inhaltlicher Tiefe, besticht der Roman in seiner Leichtigkeit. Malouf hat mich berührt. Unbedingt empfehlenswert für Leute, die offen für neue Erfahrungen sind und gerne festgelegte Sichtweisen hinterfragen. Top! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|