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Das Wetter vor 15 Jahren: Roman
 
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Das Wetter vor 15 Jahren: Roman [Taschenbuch]

Wolf Haas
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423136855
  • ISBN-13: 978-3423136853
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.900 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolf Haas
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der österreichische Autor Wolf Haas schreibt Krimis. Gute Krimis, um genau zu sein. Die mal schnoddrigen, mal launigen, immer aber vor allem auch sprachwitzigen Bücher rund um seine Hauptgestalt, den Privatdetektiv Brenner, sind zu Recht berühmt. Jetzt hat Haas wieder einen Detektivroman geschrieben, aber einen, der sich als Liebesgeschichte tarnt. Und der aus ganz anderen Gründen Schnüfflergeschick erfordert. Denn eigentlich ist der Roman nicht mal ein Liebesroman. Das Wetter vor 15 Jahren nämlich ist ein Roman über einen Liebesroman -- in Form eines viertägigen Interviews, dass konsequent in Dialogform geführt wird: ein Mitschnitt-Interview, das ein (fiktiver) Autor namens Wolf Haas mit einer typischen Journalistin führt. Allmählich erst entschlüsselt sich dem Leser die Geschichte, der Plot und die Hintergründe des eigentlich ja nie geschriebenen Buchs: wie in einem echten Krimi eben.

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt. Jedes Jahr zur Urlaubszeit fährt Vittorio Kowalski mit seinen Eltern aus dem Ruhrgebiet ins österreichische Farnach. Hier lernt er Anni kennen, die er anschließend 15 Jahre lang aus den Augen, nicht aber aus dem Gedächtnis verliert. Während der Zeit ohne Anni beschäftigt sich Vittorio mit dem Farnach’schen Wetter, das er für jeden folgenden Tag auswendig weiß. Mit diesem Wissen schafft er es sogar zum Wettkönig von Thomas Gottschalks „Wetten, dass...?“ (obwohl er auf die Frage nach dem Wetter am letzten Tag, an dem er Anni sah, also am ersten Tag seines Wettergedächtnisses, fast keine Antwort weiß). Durch eine gefälschte Karte seines Freundes Riemer, die angeblich von Anni stammt, wird er in den Tourismusort nach Österreich zurückgelockt -- nur, um zu erfahren, dass seine Jugendliebe in den nächsten Tagen den Hotelbesitzer Lukki heiraten soll, der Vittorio schon als Kind die Hölle heiß gemacht hat. Aber vielleicht kann der junge Mann aus dem Ruhrpott doch noch das Schlimmste verhindern?

Gegen Mitte des Buches gibt es dann doch noch einen Toten -- eine Passage, die anzeigt, dass Vittorio und Anni im doppelten Sinne ihre Unschuld verloren haben. Und auch das Ende des Buches ist ein wahrer Paukenschlag. Mit Das Wetter vor 15 Jahren hat Haas bewiesen, dass er auch spannende und originelle Bücher schreiben kann, wenn er gerade einmal keine Krimis schreibt. Und dass diese eben doch so was wie Krimis sind. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

kulturnews.de

15 Jahre Wetterbericht, ein "Wetten dass ...?"-Auftritt, ein fiktiver Roman und ein echter Roman in Interviewform: Wolf Haas stellt einen enormen artifiziellen Bau zwischen uns und die einzigen zwei Küsse seiner Protagonisten. Ist das die neue Form des Liebesromans? Ganz klar, muss man zumindest für Wolf Haas feststellen, der bis jetzt nur Krimis mit Bedeutungsüberhang geschrieben hat. "Das Wetter vor 15 Jahren" ist so vielschichtig, wie der Titel doppeldeutig - Wetter heißt im Österreichischen auch ganz konkret Unwetter und Sturm. Was genau vor 15 Jahren mitten im Mordsgewitter zwischen Vittorio Kowalski und seiner Jugendliebe geschah, und wie sehr es Kowalskis Leben von da an bestimmte, erarbeiten ein fiktiver Wolf Haas und eine Journalistin in tagelangen Interviews. Bis ganz zum Ende hin, kurz vor dem letzten noch preiszugebenden Geheimnis das Aufnahmegerät ausgesch ... (jw) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Schriftsteller namens Wolf Haas wird von "Literaturbeilage" interviewt, fünf Tage nacheinander, und es geht um das neue Buch: "Das Wetter vor 15 Jahren". Darin erzählt der andere, der Spiegel-Haas vom Bochumer Bauingenieur Kowalski, der als Fünfzehnjähriger im österreichischen Urlaubsort seiner großen Liebe begegnete, sie aber verlor, um sie fünfzehn Jahre später wiederzutreffen, im Nachgang eines Auftrittes bei "Wetten, daß", bei dem Kowalski die genauen Wetterdaten jedes Tages der vergangenen fünfzehn Jahre nennen konnte, und zwar für jenen Urlaubsort irgendwo in den Alpen.

Das Originelle ist, daß über jenes Buch nur gesprochen wird, denn wir lesen das Interview. Während "Literaturbeilage" hinter jedem Detail eine Andeutung, ein Mysterium vermutet, kämpft Haas augenzwinkernd gegen jene Bedeutungssucht und die Unbill des Interpretiertwerdens an, wobei sich quasi eine Rekursion auftut, denn letztlich bleibt die Frage unbeantwortet, wodurch etwas Bedeutung erlangt: Durch die Intention oder die Interpretation.

Wolf Haas ist dieses Experiment auf grandiose Weise gelungen; "Das Wetter vor 15 Jahren" ist ein unglaublich amüsantes, spannendes und selbstironisches Buch, das nicht nur nebenbei eine Lanze dafür bricht, etwas entspannter mit Literatur (und -beilagen) umzugehen, zudem eine ergreifende, absichtlich nicht wirklich glaubwürdige Liebesgeschichte (eigentlich: zwei) spinnt und niemals der Versuchung erliegt, den Autor (auch nicht den gespiegelten) zu erheben und die Kritik abzukanzeln. Spaßig, witzig, intelligent, großartig gemacht. Unbedingt lesen! Leider ist es (zu) schnell vorbei.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das ist mal was ganz anderes 12. September 2006
Von Ossiwan
Format:Gebundene Ausgabe
Vittorio Kowalski aus dem Ruhrpott muss als Kind mit seinen Eltern jeden Sommer in einem österreichischen Dorf im Niemandsland verbringen. Dort verliebt er sich in die Pensionstochter und der Tag, an dem sich die beiden finden, wird der letzte sein. 15 Jahre wird Kowalski nicht mehr seine Jugendliebe sehen, bis er aus einem neurotischen Drang anfängt das Wetter in diesem österreichischen Dorf sich Tag für Tag zu merken und damit bei Wetten, dass? zu einer kurzzeitigen Berühmtheit gelangt und seine Anni wieder sieht.

Soweit so banal, könnte als Vorlage für jede Soap - opera oder Groschenroman dienen. Und was macht Wolf Haas daraus? Den Roman an sich gibt es gar nicht in dieser Form. Was gibt ist das Gespräch eines Autors namens Wolf Haas mit einer Literaturkritikerin einer Zeitungsbeilage. Und dieses Interview erstreckt sich über ca. 230 Seiten. Die beiden besprechen ausführlich den Inhalt des Romans und analysieren die Charaktere, bestimmte Stellen und Sprache und Stil des Autors, verwickeln sich aber auch immer wieder in persönliche Neigungen und Ansichten.

Die Frage stellt sich von selbst: Wer will oder soll das lesen? Ein neuer Roman, der eigentlich ein aufgeblähtes literarisches Interview ist?

Antwort: Jeder! Wolf Hass hat die lange Zurückgezogenheit nach seinen Brenner  Krimis genutzt um nun mit einem Knaller wieder zurückzukommen. Es ist ein großes Wagnis ein Buch im Interviewstil zu schreiben und es ist auch ein großes Risiko, aber schon alleine dafür, dass Haas es gemacht hat und somit den laxen Literaturbetrieb aufmischt, sollte man alleine schon das Buch lesen. Doch gibt es noch viele weitere Gründe. Der Haassche Witz ist erprobt und kommt auch hier voll zur Geltung, und neben der eigentlichen Geschichte um Kowalski spinnt sich zwischen den Interviewpartnern eine eigene. Da geht es um Konfrontationen zwischen Österreich und Deutschland, Autor und Kritikerin, Mann und Frau und Haas lässt keinen Stereotyp aus, den er ironisch belächelt. Wie bei einem Tennisspiel fliegen die Sympathien des Lesers mal zum Autor, mal zur Kritikerin, die sich zwar ganz natürlich darstellen, aber beide ziemliche Macken haben. Daraus ergibt sich ein vergnügliches Leseabenteuer, dass diesen Herbst einzigartig sein dürfte und das man deshalb nicht auslassen darf.

Einziger Wermutstropfen: Haas verlässt sich ein bisschen zu sehr auf seinen Wortwitz, so dass bei manchen Passagen des Buches die Sinnhaftigkeit fehlt und sie eher fehl am Platz wirken. Aber darüber einfach hinweg lesen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz andere Art von Roman 5. Oktober 2009
Von Magnus
Format:Taschenbuch
Dieses Buch mag anfangs verwirrend sein. Man fragt sich, wann beginnt denn nun der eigentliche Roman, nachdem man einige Seiten des Dialogs von Wolf Haas mit der Literaturbeilage gelesen hat. Aber sobald man sich auf dieses Buch eingelassen hat, ist es sehr vergnügsam, es zu lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Ein Liebesroman - sogar für jeden Anti-Liebesromanleser
Eigentlich lese ich ja keine Liebesromane. Aber wenn Haas einen schreibt, muss ich den natürlich als echter Fan auch haben und lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von grisu84 veröffentlicht
Wie kann man nur so schreiben? Einfach genial!
Die Brenner-Krimis von Haas haben meinen Bekanntenkreis schon gespalten in Fans und Hasser. Aber mit diesem Liebesromans überschreitet Haas gleich mehrere Grenzen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bücherwurm veröffentlicht
außergewöhnlich... ermüdend
Ich habe das Buch für eine Zugfahrt vorgesehen. Die Zusammenfassung auf der Buchrückseite klang nach einer netten Liebesgeschichte, mit der sich die Zeit gut... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von U.P. veröffentlicht
Langweilig
Ich habe nur die ersten fünfzig Seiten gelesen. Es mag schon sein, dass eine Erzählung, die als 'Interview' geschrieben wird, original scheint. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Daisy veröffentlicht
Ein Gefühl wie damals...
Eines meiner Lieblingsbücher, weil man viele Situationen ziemlich ähnlich erlebt hat. Genau so waren sie, die Urlaube als Teenager mit Mama und Papa! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Käferberg1977 veröffentlicht
Auch ohne Brenner Top!
Eine Liebesgeschichte in Form der direkten Rede zu erzählen, ohne Langeweile und mit interessanten, Haas-typischen Wendungen, das schafft eben nur Haas. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von wreader veröffentlicht
Wolf Haas einmal anders..
Habe schon viele Bücher von Wolf Haas gelesen, aber dieses ist ganz anders und echt genial.
Super Stil und und doch sehr spannend. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Moni Berlin veröffentlicht
Reflexionen über Literatur und das Leben
Wolf Haas' Buch "Das Wetter vor 15 Jahren" ist von der Machart her ein wirklich aussergewöhnliches Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von zueribueb veröffentlicht
Ein Buch lesen, das es gar nicht gibt ...
"Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" lautet der Titel eines Buchs von Pierre Bayard, das Händler wie Amazon eigentlich schon in die Pleite... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von V. Bracke veröffentlicht
Köstlich! Anders! Originell!
Dass dieses Buch als Roman angeboten wird, ist ein grandioser Etikettenschwindel, der eigentlich zu Protest und Ablehnung führen müsste. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Lisbeth Salander veröffentlicht
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Ende des Buches 0 23.03.2010
Warum spricht die Literaturbeilage so komisch? 1 23.03.2010
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