Am Anfang des Buches werden Wetterphänomene erklärt und die wichtigsten Elemente einer Wetteränderung aufgezählt. Bis hierhin fand ich das Buch recht vielversprechend.
Jedoch wird ein Faktor nach dem anderen als nicht bedeutend (für Wetterfühlige)ausgeschieden, bis auf einen, das Ozon.
Es ist zwar interessant zu erfahren, wie Ozon durch eine Kalt- bzw. Warmfront auf- bzw. abgebaut wird, jedoch glaube ich nicht, dass dies der einzige bedeutende Faktor bei Wetterfühligkeit ist.
Hahn behauptet übrigens, dass ein wirklich gesunder Mensch nicht wetterfühlig wäre, nur durch eine angeschlagene Gesundheit würde man wetterfühlig. Dies widerspricht einer Reihe von Untersuchungen, die mir bekannt sind.
Auch scheint es mir wenig überzeugend, dass Hahn die Wetterfühligen in zwei Gruppen (und eine Mischgruppe) einteilt, die - seiner Meinung nach - ganz verschieden auf Wetterwechsel reagieren und entsprechend verschieden behandelt werden müssen.
Es folgen seitenlange Aufzählungen von Merkmalen bzw. Symptomen dieser beiden Gruppen. Dies geht so weit, dass sogar die Mundform als Merkmal genommen wird (die einen haben volle Lippen, die anderen schmale!).
Bei den Ratschlägen zur Verbesserung des Gesundheitszustandes finden sich Ernährungstipps (Vitamine, Mineralstoffe etc - also absolute Allerweltshinweise), Vorschläge für die Wohnungseinrichtung (Feng Shui) und auch Tipps für den Urlaub (den einen tut der kühle Norden gut, den anderen der heiße Süden).
Ich glaube nicht, dass dieses Buch echten Wetterfühligen helfen kann, aber es gibt Anregungen darin zum "Weiterforschen".