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Das Weltkapital: Globalisierung und innere Schranken des modernen warenproduzierenden Systems
 
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Das Weltkapital: Globalisierung und innere Schranken des modernen warenproduzierenden Systems [Taschenbuch]

Robert Kurz
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Bittermann (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3893200851
  • ISBN-13: 978-3893200856
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 244.310 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Kurz
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unbeeindruckt von der Debatte um die Globalisierung geht die Herausbildung eines transnationalen Weltkapitals jenseits der alten Nationalökonomien weiter. Dabei zeigt sich, daß die Erklärungsversuche der 90er Jahre zu kurz gegriffen haben. Die Deutungs- und Bewältigungsmuster blieben pragmatisch und moralisch; die Orientierung war rückwärts gewandte und ging über den Begriffshorizont der traditionellen politischen Ökonomie nicht hinaus. Robert Kurz verläßt diesen Rahmen, um die neue Qualität der kapitalistischen Entwicklung jenseits der veralteten Interpretationsmuster zu untersuchen. Es erweist sich, daß mit der 3. industriellen Revolution der im modernen warenproduzierenden System strukturell angelegte Widerspruch von Nationalismus und Universalismus reif geworden ist. Dabei handelt es sich nicht um die Wiederkehr des Immergleichen, sondern um einen historischen Entwicklungsprozeß. Im Unterschied zur bisherigen Geschichte bildet sich heute eine durch globale R! ationalisierungsketten organisierte Betriebswirtschaft heraus, gesteuert von entsubstantialisierten Finanzblasen. Da bedarf es nicht weniger als einer Umwälzung der Gesellschaft über die warenproduzierende Moderne hinaus.

Über den Autor

Robert Kurz, 1943 geboren, lebt als freier Publizist, Journalist und Referent im Kultur- und Wirtschaftsbereich in Nürnberg.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hat mir schon das "Schwarzbuch Kapitalismus" nicht wenig Einsichten vermittelt, so gilt dies ebenso für "Das Weltkapital". Ich sehe das letztere Werk als Weiterführung seiner Theorie bzw. Ergänzung zum ersten Buch. Meiner Meinung nach arbeitet Robert Kurz mit seinen Titeln systematisch die Wirklichkeit resp. die reale Gestalt des Kapitalismus heraus. Von seinen Anfängen bis zum (offensichtlichen) Ende. Hat sich schon sein Ausblick (auf zukünftige Entwicklungen) aus seinem Werk "Schwarzbuch Kapitalismus" bislang bewahrheitet, so steht zu befürchten, daß auch seine Prognosen aus "Das Weltkapital" zutreffend sind. Kurz Theorie bzw. Analyse des Kapitalismus ist (meines Erachtens) ein "Augenöffner" bzw. "Einsichtenvermittler" bzw. "Erkenntnissbringer". Auch seine Polemik halte ich für angemessen angesichts des Desasters, das der Kapitalismus (nicht nur) der Menschheit beschert. Die Gewinner (in welcher Form auch immer, aber wie lange noch?) dieses Systems mögen sich darüber mokieren, die Verlierer jedoch stimmen ihm sicherlich zu und würden es, wenn sie könnten, vielleicht noch schärfer formulieren. Auch ohne großes theoretisches Hintergrundwissen ist dieses Buch, wie auch die anderen Werke von Robert Kurz, gut verständlich. Ich habe die Bücher von Kurz auch Nichtakademikern empfohlen und diese konnten seinen Gedankengängen resp. seiner Darstellung gut folgen und haben Erkenntnissgewinn daraus gezogen. Robert Kurz schafft es, das, was ich (und andere) z.B. zum Teil unbewußt gespürt habe(n) in Worte zu fassen und darüberhinaus in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Robert Kurz hat sich mittlerweile einen Namen als Analytiker der Krise des Kapitalismus der dritten industriellen Revolution gemacht. Die These einer "inneren Schranke der kapitalistischen Produktionsweise in der dritten industriellen Revolution" wird in vielen seiner Bücher, angefangen mit dem "Kollaps der Modernisierung", theoretisch fundiert und mit vielen aussagekräftigen Beispielen untermauert. Man kann ihm da in vielem nur mit Entsetzen zustimmen. Was mir aber immer wieder zu denken gibt, ist der meines Erachtens völlig unnötige, tief beleidigende Ton seiner Anklagen gegenüber Autoren, die seine Analysen nicht teilen bzw. anderer Ansicht sind. Dies wäre nicht nur nicht nötig (Kurz Analysen und Beispiele sprechen für sich), sie schaden meines Erachtens auch seinem Anliegen zu einer Überwindung des konkurrenzvermittelten Wirtschaftens beizutragen. Das neueste Buch besticht daher wiederum in seiner Analyse , die polemischen Beiträge der in etwa letzten 100 Seiten fand ich dagegen vollkommen entbehrlich.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Robert Kurz eröffnet uns in sehr überzeugender Weise einen Einblick in den globalen Zerfallsmechanismus kapitalistischer Zwangsökonomie, die sich in einem immanenten und unaufhebbaren Widerspruch befindet. Der Kapitalismus bewegt sich unaufhörlich auf sein destruktives, barbarisches Ende zu. Angesichts dieser Entwicklung fordert Kurz eine "neue Erklärung der Logik und Geschichte des Kapitalismus" (S. 34). Kurz wendet sich vor allem gegen eine "verkürzte Kapitalismuskritik", die meint, eine gesonderte Kritik am Finanzkapital üben zu können, ohne dabei gleichzeitig das Kapital überhaupt als Weltsystem/-kapital in Frage stellen zu müssen. Eine "verkürzte Kapitalismuskritik" macht sich demnach mehr oder weniger unfreiwillig eines "strukturellen Antisemitismus" schuldig.

Für Robert Kurz ist klar: Der Kapitalismus ist ein global umfassendes, in die Welt des täglichen Lebens der Menschen (geistig-seelisch-physische Zerrüttung, abstrakte Arbeit, zwischenmenschliche Konkurrenz etc.) hineinreichendes Weltsystem. Der unaufhebbare Widerspruch von Nationalökonomie und Weltmarkt erlaubt keine immanenten Teillösungen. Schwindet ein Element des Weltkapitals, bricht das Weltkapital als Ganzes in sich zusammen. Das Resultat ist dann keine bessere Welt, sondern kündigt sich heute schon an in barbarischen "Warlord-Strukturen", "terroristischen Subkulturen", "nationalen Gewalt- und Menschenverwaltungsapparaten (wie im Irak, in Afghanistan oder im ehemaligen Jugoslawien)" (S. 457).

Obwohl mir Robert Kurz' Kritik sehr entgegenkommt, wird ein nach meiner Überzeugung wesentlicher Aspekt radikaler Kapitalismuskritik in seinem neuen Buch wiederum nicht deutlich thematisiert. Es geht um die Frage, woher sich echte Kapitalismuskritik grundsätzlich speist (vergleiche dazu auch meine "Existentielle Kritik kontra 'negatorische' Kritik"). Robert Kurz meint, sich mit seiner radikalen Theorie über moralische Beweggründe in der Bewertung des Kapitalismus erheben zu können (wie schon Karl Marx). Aber daß z.B. der Begriff "Plünderungsökonomie" eine eindeutig wertende Bedeutung aufweist, die sich vom existentiell-konkreten Universalen her speist (z.B. Grundintuition der Menschlichkeit), ist unbestreitbar und widerspricht Kurz' gegenläufiger Intention, die die moralische Bewertung pauschal-undifferenziert mit Fetischbewußtsein identifiziert und ablehnt. Vor dem Hintergrund des mit einer Wertung einhergehenden Begriffs "Plünderungsökonomie", den Kurz mit dem Begriff "Finanzökonomie" gleichsetzt (S. 278), macht er sich nun selbst eines "strukturellen Antisemitismus" verdächtig, sofern er nicht klarstellt, daß seine wertende Argumentation auf einem konkret-universellen Beweggrund beruht, der zu einer wahrhaft ethisch-moralischen Grundhaltung führt - im Gegensatz zur kapitalismusimmanenten und -affirmativen Kritik. Diese Grundhaltung richtet sich z.B. gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen oder gegen die systematische (Selbst-) Abrichtung eines Menschen zu einem "Finanzmanager" (S. 278/ 279) etc.

Die radikalkritische Ökonomik Robert Kurz' überzeugt und beeindruckt mich sehr. Kritisch sehe ich aber z.B. Kurz' Hang zu einem scholastisch anmutenden Begriffsrealismus. Kurz argumentiert so, als wenn die Kategorien des Kapitalismus metaphysisch-objektive Wesenheiten wären, obwohl sie grundlegend im menschlich-subjektiven Geiste entworfene Beschreibungen äußerlich-realer Prozesse und Objektivationen (Ware, Geld etc.) sind. Die Menschen hängen nur allzu gerne ihren Glauben an ihre Objektivationen und schaffen in der Folge einen entsprechenden gesellschaftlichen Formzwang - einschließlich die Ausrichtung der Welt der Objekte (z.B. Technik, Wirtschaft) auf diesen. Und: Demokratie heißt Volksherrschaft. Wenn nun das (Welt-) Volk aus einer freien Gemeinschaft freier ethischer Persönlichkeiten besteht, dann kann mit dem Begriff Demokratie etwas ganz anderes gemeint sein entgegen dem auch in diesem Fall eingeengten Begriffsrealismus Kurz'.

Dennoch, ich begreife das Buch "Das Weltkapital" als eine ethisch-moralische Anklage, die ihren sehr überzeugenden Ausdruck vor allem in einer starken und bloßstellenden Theorie über die Destruktivität einer menschenverachtenden Ökonomie des Kapitals und deren unverantwortlicher Rechtfertigung findet.
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