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48 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neuer Himmel, 24. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis: Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels (Gebundene Ausgabe)
Nur um das gleich vorneweg zu nehmen: Ich bin überhaupt kein naturwissenschaftlich interessierter Mensch. Aber ich lebe mit einem Mathematiker zusammen und so kam ich an Das Weltgeheimnis von Thomas de Padova. Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels, so der Untertitel. Na gut für Geschichte kann ich mich schon begeistern. Die ersten Seiten machen bereits klar, dass man auch völlig ohne spezifische Interessen auskommt. Man braucht einfach nur Freude an einer spannenden Geschichte. Thomas de Padova erzählt zwei Lebensläufe, die eine Zeit des Umbruchs und der Entdeckungen widerspiegeln. Der Italiener Galileo Galilei und der Deutsche Johannes Kepler- beide revolutionieren die Wissenschaft und das Weltverständnis ihrer Zeit. Dabei haben Sie außer ihren Forschungsthemen kaum etwas gemein. Während Galilei sich im aufgeschlossenen Padua um sein internationales Ansehen bemüht, muss Kepler im fernen Prag mit den Vorunruhen zum dreißig jährigen Krieg fertig werden. Thomas de Padova nutzt den Briefwechsel um Unterschiede, aber auch Berührungspunkte zwischen den beiden großen Persönlichkeiten aufzuzeigen. Dabei bekommt der Leser einen außerordentlich spannenden Blick auf ein Europa im Umbruch zur Neuzeit. Am Ende glänzt das Buch nochmals, und zwar mit einem kommentierten und nach Kapiteln geordnetem Literaturverzeichnis. Ein außergewöhnliches Buch, das die Verbindung von Biographie, wissenschaftlichem Sachbuch und spannender Lektüre mühelos meistert. Ohne Einschränkung zu empfehlen. Laura Wilbert
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5.0 von 5 Sternen
Wissenschaftsgeschichte wie sie sein soll, 26. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis: Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels (Gebundene Ausgabe)
Thomas de Padova greift in diesem Buch zwei äußerst interessante astronomische Entdeckungen auf, die die Wissenschaft revolutioniert haben. Vor genau 400 Jahren blickte Galileo Galilei in Italien durch ein Fernrohr zu den Sternen und Johannes Kepler erarbeitete in Prag seine Planetengesetze. Dass es einen (wenn auch nicht immer sehr regen) Briefwechsel zwischen diesen beiden sehr unähnlichen Zeitgenossen gegeben hat, wusste ich bislang nicht. Umso interssanter war es, de Padovas Ausführungen zu folgen. Der Physiker und Astronom berichtet hier äußerst spannend und überaus lebendig von einer Zeit der Umbrüche. Noch war die Welt (v.a. die Kirche) nicht so weit, naturwissenschaftliche Erkenntnisse als das zu akzeptieren, was sie zweifellos waren: Weltbewegend - im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Verortung der Welt innerhalb des damals bekannten Kosmos konnte nur ganz besonderen Wissenschaftlern gelingen. Galilei, Sohn eines Musikers und von den Herrschenden begünstigt, hatte eine ganz andere Herangehensweise an die Astronomie als Kepler, der als Protestant nicht nur in seiner Heimat, sondern eigentlicht überall, wohin er kam, marginalisiert wurde. Sein Leben war geprägt von schweren Schicksalsschlägen, fast seine ganze Familie fiel entweder der Pest oder sogar der Inquisition (seine Mutter) zum Opfer. Der Leser wird in die Zeit vor dem 30-jährigen Krieg entführt - ausgerechnet nach Prag! Und doch benimmt sich Kepler manchmal wie ein junger Hund, fällt (im Briefwechsel) in seinem Ungestüm über Galilei her, der sich verschreckt zurückzieht. Über mehrere Jahre hinweg. Die Lektüre dieses Buches war mir ein großes Vergnügen. Man erfährt nicht nur viel über die Entwicklungen im Bereich der Astronomie (bzw. Naturwissenschaften allgemein), sondern auch über das Lebensgefühl in zwei unterschiedlichen Kulturkreisen (frühneuzeitliches Italien, Deutschland, Österreich zur Zeit der Gegenreformation). Man muss sich nicht unbedingt für Wissenschaftsgeschichte interessieren, um dieses Buch mit Genuss lesen zu können. Die Schilderung der beiden grundverschiedenen Charaktere (Kepler und Galilei) und vieler anderer Persönlichkeiten, die man vielleicht schon kennt (Tycho Brahe!) machen aus diesem Sachbuch eine spannende Erzählung, die man durchaus auch zur Unterhaltung lesen kann. Im Jahr der Astronomie unbedingt noch lesen!
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Weltgeheimnis, 4. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis: Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels (Gebundene Ausgabe)
Die Weltgeschichte hat Anfang des 17. Jahrhunderts einen ihrer entscheidenden Wendepunkte. Zu dieser Überzeugung muss man kommen, wenn man Thomas de Padovas Buch "Weltgeheimnis" gelesen hat. Auch dem nicht naturwissenschaftlich orientierten Leser erschließt sich, welche Bedeutung die bahnbrechenden Entdeckungen der beiden Protagonisten des Buches, Kepler und Galilei, für die Forschung aber auch für das damals vorherrschende Weltbild und die Philosophie haben. Das wirklich beindruckende des Buches ist aber, wie die beiden über ihre Korrespondenz verbundenen Forschergeschichten in ihre jeweiligen Biographien und das politische und religiöse Weltgeschehen eingebettet werden. Sprachlich überzeugend zeichnet sich das Buch außerdem durch eine ausführliche Quellenangabe aus. Sehr zu empfehlen.
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