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Nachdem Sänger Frank Spilker und seine Band zuletzt mit einem Livealbum (Live im Westwerk) und dem etwas epischeren Studiowerk Irres Licht zu hören waren, sind die Sterne 2004 mit Das Weltall ist zu weit wieder beim, im positiven Sinne, einfachen Rock gelandet. Eingespielt im Kellerstudio in drei Aufnahmesessions ist dem Quartett hier ein Dutzend wunderbarer Songs gelungen: ob nun der rockige Opener "Was ist hier los", die feine Uptempo-Nummer "In diesem Sinn", soulful mit Bläsern eingespielt oder typisch Sterne-funky "Sie werden dafür bezahlt". Wo "Hier kommt die Kaltfront" etwas schneller ist, kommen die meisten Stücke im mittleren Tempo daher, wie der vielleicht schönste Song, das entspannt groovende "Wir sind wie du" oder der psychedelisch angehauchte Polit-Song "Wir rühren uns nicht vom Fleck", bei dem eine stattliche Armada von bekannten Gästen im Chor mitsingt: ob nun Sängerin Judith Holofernes von den Berliner Kollegen Wir sind Helden oder die Hamburger Fettes Brot und Thees Uhlmann (Tomte).
In den Texten gehen Die Sterne weiter noch als auf früheren Werken -- immerhin lautete die erste EP der Band anno 1992 ja Fickt das System! -- Richtung politisch. Ein großer Teil der Stücke drückt das Unbehagen mit der herrschenden Politik aus, was sich dann in kämpferischen Tracks wie dem bereits erwähnten tollen Eröffnungssong "Was ist hier los" oder im Schlusstitel "Wir/Ihr" ausdrückt. Mit Das Weltall ist zu weit ist den Sternen ein feines Album ohne Ausfall gelungen. --Thomas Bohnet
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Wirklich tolles Album. Dumpfer Wohnstubenrock mit der wohl unagressivsten Stimme im deutschen Indiepopbereich. Die Melodien bestehen weitgehend aus höchstens drei Noten. Das Prinzip der Wiederholung ist hier in jedem Song anzufinden. Harmonische Doppel-Gesänge wie auf der "Wo ist hier?" wurden hier zugunsten der Autentizität weggelassen. Gute Laune, schlechte Laune, alles ist dabei. In "Wir rühren uns nicht vom Fleck" haben die Sterne (fast) alle Hamburger Indie-acts ins Studio getrieben, um Verbrüderung zu demonstrieren. Die Idee dieses Liedes ist zwar gut, für mich aber der einzige Schwachpunkt auf dieser CD.
Anspieltipps sind "In diesem Sinn", das grandiose "Hier ist mein Standpunkt", das unnachgiebige "Hau drauf und hau ab" und das rockige "Hier kommt die Kaltfront" (würde mich nicht wundern, wenn in ein paar Wochen ein Video zu genau diesem Lied bei Viva läuft...)
Fazit: Lohnt sich für Fans und Neueinsteiger.
Die Hamburger Band die Sterne haben ein neues Album aufgenommen. Es ist ihr siebtes in zwölf Jahren und ihr erstes Album welches sie selber produziert haben. In drei Aufnahmesessions wurde das Album in einem Kellerstudio aufgenommen. Nach dem Album „Irres Licht" und den Singles „Sorglos" und „Gerechtes Brett" zeichnete sich schon eine Tendenz zum rockigeren Sound ab, jedoch überrascht „Das Weltall ist zu weit" mit einem minimalistischen Elektro-Beat-Rock, welche zwar den alten Sterne Platten ähnelt, aber sich doch mit der Konzentration auf den vereinfachten Rock von den anderen Alben hervorhebt.
Es finden sich auf der CD Rocknummern wie „Was ist hier los", typische Sterne-funky Songs wie „Sie werden dafür bezahlt" und auch Tracks welche eindeutigen psychedelischen Einfluss haben wie „Wir rühren uns nicht vom Fleck".
Ebenfalls überraschen die Sterne mit etlichen GastsängerInnen wie Judith Holofernes, Thees Uhlmann oder Fettes Brot, welche beim Lied „Wir rühren uns nicht vom Fleck" aushelfen!
Frank Spilker, welcher für die Texte verantwortlich ist, bannt schon des längeren lyrische Texte mit Musik auf CDs, aber „Das Weltall ist zu weit" strotzt vor Aphorismen, welche zum Teil durchdacht, manche aber auch alt und verbraucht sind.
Ebenfalls bietet die CD ein Video der Singleauskoppelung „In diesem Sinn" an. Wer das Musikclip kennt, weiß auch wie das Booklet zum dazugehörigen Album: Es werden detaillierte Aufnahmen einer Kleinstadt gezeigt.
Im Großen und Ganzen ist die neue Sterne-Platte nicht die beste von ihren 6 Geschwistern, aber nicht die schlechteste. Deshalb gibt es 3,5 Sterne von 5 Sternen!
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