Die Instanz ist für ihre musiklaische Wandlungsfähigkeit bekannt. Nach zehn Jahren liegt nun ein Querschnitt ihres Schaffens in Form eines Akustik-Albums vor. Die Songs kommen zum Teil in gänzlich neuem Gewand daher, wie etwa Kalter Glanz, das, seiner brachialen Gitarren beraubt, von orientalischen Rhythmen dominiert wird, oder Ohne Dich, welches zu einer tieftraurigen Ballade mit Klavierbegleitung umarrangiert wurde.
Die Streicher stehen ganz klar im Vordergrund, was die Songs insgesamt ruhiger macht und ihnen eine dichtere Atmosphäre verleiht. Das wundervolle Klavierspiel Leandras dient als perfekte Ergänzung und Bereicherung für den Klangteppich aus Violinen und Cello.
Hollys Gesang speziell bei den älteren Stücken, wie beispielsweise Jeden Morgen oder Für immer und ewig, fand ich etwas gewöhnungsbedüftig, doch um vieles besser als seine Gesangsleistung auf vorherigen Alben. Es gelingt ihm nun besser, Emotionen mittels seiner Stimme zu transportieren und damit auch den Hörer tiefer in die Lieder eintauchen zu lassen.
Die David-Bowie-Coverversion von Helden gefällt mir persönlich besser als das Original. Hier harmonieren einfach Holly und Leandra (die sich gesanglich auf dem Album insgesamt zurückhält, wie ich finde) in einer Weise, die dem Zuhörer Gänsehaut entstehen lässt.
Die neuen Stücke Winter und Das weiße Lied passen gut ins Konzept, sind für meinen Geschmack textlich aber zu pathetisch, um nicht zu sagen rührselig. Man kann nur hoffen, sie sind nicht richtungsweisend für das nächste Studioalbum.
Alles in allem aber ein sehr schönes Album, wie geschaffen für ruhige Momente.