1977: Thomas Kinkade (Jared Padalecki) kehrt in den Semesterferien in seine Heimatstadt zurück, um das Weihnachtsfest im Kreise seiner Familie zu erleben. Wie jedes Jahr rüstet sich das malerische Städtchen Placerville für die Feiertage. Und auch Big Jim (Richard Moll) ist wieder einmal schwer damit beschäftigt, sich für den Dekorations-Wettstreit mit seinen Nachbarn zu rüsten. Doch nicht alles ist in diesem Jahr wie immer: Thomas’ Mutter (Marcia Gay Harden) steckt in finanziellen Nöten und dem Elternhaus droht der Zwangsverkauf. Und auch um Thomas’ langjährigen Freund und Mentor Glen (Peter O’Toole) steht es alles andere als gut. Der einst erfolgreiche Künstler sieht sich mit den Tücken des Alterns konfrontiert, als ihm fortschreitende geistige und physische Gebrechlichkeit das Malen zusehends erschweren. Als Thomas den Auftrag annimmt, für die Gemeinde ein Wandgemälde zu schaffen, muss er sich daher vor allem auf seine eigene künstlerische Eingebung verlassen. Und trotzdem schimmert der Einfluss Glens unter der bemalten Oberfläche hervor, ebenso wie die Mitglieder der kleinen Stadt unbewusst ihren Teil zur Vollendung des Werkes beitragen. Und so erleben das kleine Städtchen und ihre Einwohner ein ganz persönliches Weihnachtswunder.
Das Weihnachtshaus ist ein Ausnahmefilm, der seinesgleichen sucht. Das sind viele klassische Weihnachtsfilme, denn ihnen wirkt eine ganz eigene Magie inne, die sich aber allzu oft auch auf die festliche Atmosphäre drum herum stützt und die im Hochsommer nicht so recht munden wollen. Nicht so
Das Weihnachtshaus, denn trotz des Themas funktioniert die „Magie“ hier das ganze Jahr über, der Film erzählt eine wirkliche Geschichte und damit auch von einem wirklichen Weihnachtswunder.
Das Weihnachtshaus, im Original
Thomas Kinkade's Christmas Cottage erzählt die Geschichte des jungen angehenden Malers Thomas Kinkade, der bei seiner Rückkehr nach Hause mit den finanziellen Sorgen seiner Familie konfrontiert wird. Es ist ein Glücksfalls, dass der damals junge Kinkade mit einem Gelegenheitsauftrag nicht nur seiner Familie aus der Not befreite sondern damit auch den ersten Schritt auf dem Pfad einer beispiellosen Karriere ging.
Der amerikanische Maler Thomas Kinkade ist ein zeitgenössischer Maler der Gegenwart. Er nennt sich selbst „Painter of Light“, also „Maler des Lichts“ und gilt als einer der erfolgreichsten Maler unserer Zeit – und das nicht nur in Amerika. Auch in Europa hat der heute 52-jährige Kalifornier, der sich selbst als „meist gesammelter lebender Künstler Amerikas“ bezeichnet, in den letzten Jahren eine Riesen-Fangemeinde um sich scharen können. Seine Werke zeigen stets idyllische Motive, die allesamt von einem göttlichen Leuchten beseelt zu sein scheinen. Beispielsweise das Licht des Himmels, das Licht von Laternen am Wegrand oder das Licht aus den Fenstern machen die Gemälde vertraut und schön – und gerade die verschneiten Winterbilder berühren die Herzen der Menschen zur Weihnachtszeit ganz besonders.
Laut Angaben seiner Agentur besitzt statistisch jeder 20. amerikanische Haushalt ein Werk Kinkades. Er wurde mehrfach mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt, als Mitbegründer, Finanzier und Unterstützer verschiedener karitativer Organisationen hat er sich zudem den Respekt vieler Menschen gesichert, die selbst ein Weihnachtswunder benötigten.
Das Weihnachtshaus ist ein autobiographischer Film ohne zu sehr zur Dokumentation zu werden und funktioniert auf einer Ebene, wie es nur eine Geschichte mit wahrem Hintergrund zustande bringen kann. Der Film bringt eine gesunde Mischung an lustigen und melancholischen Momenten mit sich, wird dabei aber nie albern oder pathetisch, bleibt immer ehrlich und aufrichtig. Regisseur Michael Campus hat damit einen grandiosen Film über das Wesen Weihnachtens erschaffen und zudem mit Jared Padalecki (u.a. Supernatural, House of Wax, Gilmore Girls), Oscar-Preisträgerin Marcia Gay Harden (u.a. Mystic River, Pollock, Der Nebel, The Courageous Heart of Irena Sendler) und die für acht Oscar nominierte Schauspiellegende Peter O´Toole (u.a. Venus, Der Letzte Kaiser, Lawrence von Arabien) ein Ensemble der Weltklasse gewinnen können.
Das Weihnachtshaus gilt seit seinem Erscheinen 2008 als Geheimtipp unter den Filmfreunden, geschmälert wurde die Euphorie zumindest hierzulande aber aufgrund einer fehlenden synchronisierten Fassung. Hier darf nun getrost aufgeatmet werden, NewKSM bringt dieses weihnachtliche Meisterwerk in einer vollständig übersetzten Fassung auf den deutschen Markt. Sammler freuen sich nicht nur über ein Wendecover ohne das übergroße USK-Logo sondern auch über reichhaltige Extras, unter anderem einem Interview mit Kinkade persönlich und „Deleted Scenes“.
Das Weihnachtshaus bietet perfekte gewaltfreie und intelligente Unterhaltung für die ganze Familie und lässt ein bisschen Weihnachten in jedem Haushalt entstehen.