Der Kalender regt dazu an, sich während der Adventszeit schöpferische Pausen zu gönnen. Die Buchstaben des Alphabets sind mit Begriffen, ungewöhnlichen Motiven, einem Leitspruch und begleitenden Texten verbunden. Erstaunlich, welche Begriffe die Autoren mit Advent in Verbindung bringen. Auf der ersten Seite lautet es z.B. mit
- A wie Anlagevermögen: "Wichtig ist, was wir loslassen". Im Text heißt es, "vermutlich braucht der andere genau das, was wir am wenigsten gerne von uns loslassen." Advent heißt, sich überlegen, in welchem Menschen ich meine Anlagen zur Verfügung stelle und nicht, mit welchen Geld-Anlagen ich die höchsten Gewinne erziele. Eine gute Voraussetzung für alle anderen Kalenderblätter.
Weiter geht es mit
- B wie Bauklötze: sie erwecken kindliches Staunen. Es wird geraten, sich an die eigene Kindheit zu erinnern.
- C wie Chance ist mit einer Parkuhr abgebildet. Ein passendes Symbol zur begrenzten Zeit im Advent.
Mit D wie Durchhaltevermögen gelangt man über E wie Einsamkeit zu F wie Furcht. "Früher Vogel wird schnell müde!" heißt einer der späteren Leitsprüche. Die Gefahr besteht, wenn man sich zu früh mit dem Kalender beschäftigt. Wer jedoch einen zweiten Blick riskiert, der erkennt die Tiefsinnigkeit der Begleittexte.
Fazit: Um die Abkürzungen mit den Bildern und der Adventszeit unter einen Hut zu bringen, braucht es etwas Geduld. Manche Begriffe wollen nicht recht zu den Bildern passen. Dafür schaffen die Begleittexte der Autoren Bruder Paulus Terwitte und Marcus C. Leitschuh Klarheit darüber, wo wir im Advent wirklich ankommen sollten. Mich hat das Advents-ABC auf die Idee gebracht, ein eigenes Alphabet zu beginnen und in der Frühstückspause mit den Kollegen ihre Lieblingsbegriffe zu reflektieren.
So gelangt man von K wie Krise zur Kreativität.