Einzigartig, weil sich Schulze für die erste CD etwas ganz besonderes ausgedacht hat. Zunächst sei vorangestellt, das er alle Live-Auftritte aufnimmt. 1994 startete Schulze eine kleine Tour durch Lille, Paris und Rom. Grundlage seiner drei Konzerte war jeweils ein präparierter Track, der von ihm in den Konzerten mit Flächensounds und Solo- bzw. Lead-Stimmen überspielt wird. Richtig getaktet kann er später dann seine Basic-Tracks und seine live-Improvisationen aus den unterschiedlichen Aufführungsorten zusammenmischen. Genau das hat er auf der ersten CD auch gemacht. Die Konzerte in Lille und Paris sind übereinandergelegt. An Stellen, an denen es absolut nicht passte, hat sich Schulze für eine Aufnahme entschieden, sonst stehen beide nebeneinander. Das Ergebnis: Wild mixes der Titel "Wagner" und "Nietzsche". Auf der zweiten CD ist dann das Konzert aus Rom zu hören, deutlich ruhiger, dem Event (Nietzsche-Kongress) angemessen. Gefüllt werden die beiden CD's mit Zugaben der Konzerte. Damit öffnet sich Schulze dem Hörerzwang, Titel in unterschiedlichen Remixen zu veröffentlichen in seiner Art und Weise. So macht der Re-mix wirklich Spaß. Je nach Stimmung kann man sich jetzt die entsprechende CD einlegen. Warum diese CD jedoch unter Klassik steht ist unklar, selten gibt es ein heftigeres Live-Elektronik-Werk als dieses. Natürlich kann man die Live-Atmosphäre unmöglich einfangen aber gute Musik ist trotzdem rausgekommen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)