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Das Wörterbuch des Viktor Vau: Roman
 
 
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Das Wörterbuch des Viktor Vau: Roman [Taschenbuch]

Gerd Ruebenstrunk
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [219kb PDF]
  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492702244
  • ISBN-13: 978-3492702249
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 361.497 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerd Ruebenstrunk
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Gerd Ruebenstrunk mixt Verfolgungsjagden mit Gesellschaftskritik; Philosophie und Wissenschaft gehen dabei eine atemberaubende Verbindung ein.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung Das Wörterbuch des Viktor Vau von Gerd Ruebenstrunk ist vor allem ein rasanter Ritt durch eine gar nicht ferne Zukunft.(…) Das macht diese Jagd nach einem unscheinbaren Wörterbuch zu einem Lesevergnügen, auch dank der kleinen philosophischen Ausflüge.« Heilbronner Stimme »Gerd Ruebenstrunk präsentiert einen philosophisch anmutenden Roman, der sich nicht nur mit der perfekten Sprache befasst, sondern auch mit der zunehmenden Rationalisierung der Welt und dem damit verbundenen Sterben von Kreativität und freiem Denken. Er erschafft eine dystopische Zukunftsvision, ganz nach dem Vorbild alter Klassiker wie 1984.« Oldenburgische Volkszeitung

Kurzbeschreibung

Seit Jahrzehnten arbeitet Viktor Vau an seinem Wörterbuch – einer einzigartigen Sammlung von Begriffen, die die Welt so exakt beschreiben wie nie zuvor. Doch Viktor Vau ahnt nicht, dass sein Werk auch ein furchterregendes Geheimnis birgt. Als im Meer eine Raumkapsel unbekannter Herkunft entdeckt wird, stößt man darin auf eine Botschaft, die nur Viktor Vau entschlüsseln kann. Die Botschaft erschüttert die Welt – und ausgerechnet Viktor Vau steht im Mittelpunkt einer drohenden Katastrophe …

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Das Buch habe ich ausgewählt wegen der Ankündigung, dass es um Sprache, deren Exaktheit und den Zusammenhang zwischen genauem Denken und genauem Reden geht. Das trifft den Kern eines meiner Lieblingsthemen. Von daher war eine Enttäuschung geradezu vorprogrammiert, die dann auch prompt eintrat.

Professor Viktor Vau, ein verkopfter Einzelgänger, arbeitet einerseits in einer psychiatrischen Klinik mit Schizophrenie-Patienten, andererseits an einer von ihm geschaffenen Sprache, mit der man angeblich die Welt so exakt beschreiben kann wie nie zuvor. Er lebt in der "Hauptstadt der Union", einer westlichen Metropole, die unter der Herrschaft einer oligarchischen Schicht aus Politik und Wirtschaft steht. Überwachung und Kontrolle dominieren dort den Alltag der Bevölkerung. George Orwell lässt grüßen. Gleichzeitig wird vor einem kleinen afrikanischen Staat eine Art Weltraumkapsel entdeckt und geborgen, die weder mit einer Rakete befördert zu sein scheint, noch einen Eintritt in unsere Atmosphäre hinter sich gebracht haben kann. Sie kommt quasi aus dem Nichts und gibt als einzigen Inhalt eine Botschaft auf einem Stück Papier preis, die von den zusammengerufenen Experten nicht entschlüsselt werden kann. Somit muss Viktor Vau ran. Eine Entdeckung, die er - trotz allgegenwärtiger Sicherheitsmaßnahmen - seltsamerweise alleine machen kann, treibt ihn zur Flucht.

Eine der Schwierigkeiten bei Utopien ist, dass der Autor entweder alles, was er weiß, über Bord wirft und bei der Schilderung einer zukünftigen Welt weglässt, oder aber einen Teil der heutigen Umstände und Rahmenbedingungen verwendet, um die Handlung zu bestücken. Ruebenstrunk macht Letzeres. Seine Welt spielt in ferner Zukunft, genau im Jahr 2247, ein paar Jahrzehnte nach der Postdemokratie", und dennoch füllen beispielsweise einige Akteure "Blogs", Menschen telefonieren mit Mobiltelefonen und Händler verkaufen auf einem Markt CDs und DVDs (!), um nur einige Beispiele zu nennen. Es erscheint mir als nicht sehr wahrscheinlich, dass es in zweieinhalb Jahrhunderten noch Blogs in der heutigen Form geben wird, ebenso wenig Mobiltelefone und CDs sind heute schon am Aussterben. Bauchnabelpiercings und Tätowierungen bezeichnet Ruebenstrunk (bzw. eine seiner Figuren) als Exzesse der Moderne. Im Jahr 2247!

Desweiteren werden Menschen 236 Jahren anders sprechen als wir heute. Nicht nur in einzelnen Fachbegriffen oder Bezeichnungen, sondern weiter- und tiefergehend. Auch das lässt sich selbstverständlich nicht in einem heute geschriebenen Buch abbilden, aber so entsteht nun mal eine merkwürdige Melange aus Zukunftsszenario und dem Jahr 2010. Jonathan Swift, Jules Verne, George Orwell, Aldous Huxley oder Anthony Burgess haben das alles schon viel besser gemacht. Auch wenn die Messlatte mit diesen Autoren zugebenermaßen sehr hoch liegt, kann ich als Leser eben wählen. Um wenigstens den Eindruck einer zukünftigen Welt zu erwecken, führt Ruebenstrunk Begriffe wie den MagZep, Gigacluster, Postdemokratie, Pinidium usw. ein, löst sich bei seinen Betrachtungen aber sehr wenig vom Heute.

Wer dem bis hierher noch nicht zustimmen oder meine Gedanken zumindest nachvollziehen kann, der überlege sich einmal, ein Autor hätte vor 236 Jahren, also anno 1775, eine solche Geschichte geschrieben, die im Jahr 2011 spielt. Zur Fortbewegung dienen Pferdewagen, Kommunikation findet via Brief und Postkutschen statt und kriegerische Auseinandersetzungen mit Bajonett und auf dem Schlachtfeld. Dazwischen mischt er fiktionale Elemente, die sich jedoch eng an das Ist des Jahres 1775 anlehnen. Da war ein Jules Verne mutiger, der Reisen zum Mond, zum Mittelpunkt der Erde oder auf den Meeresgrund beschrieb, obwohl keinerlei technischer Ansatz dazu vorhanden war.

Internationale Politik, Serienmorde, Sprachstudien, Psychologie und Schizophrenie, Zukunftsforschung, Zustände in afrikanischen Rohstoffminen - das alles in einem Buch? Geht das? Irgendwie schon, Ruebenstrunk hat es zumindest versucht. Aber es geht nicht wirklich gut. Mehr als zwei Sterne kann ich gerechterweise nicht vergeben, wenn ich denselben Maßstab wie bei vielen anderen Büchern anlege. Dennoch halte ich es für möglich, dass man den Roman interessiert und gespannt liest, Elemente, die das fördern, gibt es durchaus. Nur meinen Geschmack trifft es leider nicht. Sprache (Dialoge) und Stil können mich auch nicht zu mehr Sternen animieren. "Das gefährlichste Buch, das sie je in den Händen halten werden", wie der Verlag auf dem Cover verspricht, ist es sicher nicht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von paddel
Format:Taschenbuch
Gerd Ruebenstrunk, ein mir bisher unbekannter Autor, obgleich er schon eine zahlreich gelobte Trilogie gerschrieben hat, bietet uns dieses Jahr ein neues Lesevergnügen.
In einer rasanten Geschichte um ein Wörterbuch der perfekten Sprache, eine Welt der nahen Zukunft, in der der gläserne Mensch zur Normalität geworden ist und ein Weltkonzern über alles herrscht, die Ruebenstrunk auf gerade 412 Seiten zu pressen vermag, dreht sich alles um den etwas eigenartigen Linguisten Viktor Vau. Von seinen Kollegen verschrien und verpönt, in der Fachwelt ausgelacht und verspottet, will er das scheinbar Unmögliche schaffen. Er wagt sich an die Konzeption einer perfekten Sprache, einer Sprache, die es vermag, alles auf der Erde perfekt und realitätsgerecht zu benennen, ohne Doppeldeutigkeiten, Ungenauigkeiten oder eben alledem, was unsere heutige Sprache so wunderbar 'einfach' gestaltet. Neben dieser Grundidee, die eigentlich stellenweise sogar wenig Beachtung findet, da es nicht mehr darum geht, ob Viktor Vau es vermag, diese Idee in die Tat umzusetzen, tritt aber auch eine andere Konstellation auf. Eine geheimnisvolle Kapsel mit nur einem Inhalt: Ein beschriebenes Blatt Papier mit einer bisher unbekannten Sprache. Manche können es sich denken, nur Viktor Vau scheint in der Lage dieses Stück Papier, das womöglich außerirdischer Natur ist, zu enträtseln...
Stets im Vordergrund sind dabei im Plot die etwas merkwürdige Assistentin Vaus, der stille und staatstreue Enrique, sein bester Freund und Rädelsführer der Rebellen Marek, ein geheimnisvoller Serienmörder, von den Medien als Florist betitelt ' aufgrund seiner Freude den Opfern Blumenmuster aus dem Rücken zu schneiden ' und zu guter Letzt ein ebenso unbekannter Protektor, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Staat zu beschützen.

Gerd Ruebenstrunk konzipiert in seinem Werk eine geradezu brillante Mischung aus wissenschaftlichem Einblick in die Bereiche der Physik und Sprachwissenschaft, aus Gesellschaftskritik gegenüber einem Staate im Sinne einer 'Big-Brother'-Gesellschaft, hergeleitet aus der Idee des Werkes '1984', und einer extrem spannenden Geschichte um Viktor Vau und seine Begleiter. Ruebenstrunk ist es gelungen als dies in einem spannendem Werk zu vereinen und dabei seine möglichen Intensionen bewusst(?) so in Szene zu setzen, dass sie nicht erzwungen nach Aufmerksamkeit schreien, sondern vielmehr unterschwellig zum Nachdenken anregen.

Nach Abschluss dieses Buches und der Genugtuung, dass es nicht wieder ein Buch war, dessen fulminater Beginn durch einen einfallslosen und unbefriedigenden Schluss vernichtet worden ist, konnte ich mich sehr zufrieden zurücklehnen und mich darüber freuen, ein sehr sehr gutes Buch gelesen zu haben. Von Anfang bis Ende gefesselt und am Ende sehr gut unterhalten, kann ich dieses Werk nur weiterempfehlen und aus kleiner pädagogischer Sicht fragen, ob es manchesmal nicht anzuraten wäre, auch solche Werke als Schullektüre in Betracht zu ziehen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Ferge VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Viktor Vau hat eine Sprache entwickelt, die die Welt exakt beschreibt und keinerlei Raum für Interpretationen frei lässt.
Er nutzt diese Sprache in der Behandlung von Schizophreniepatienten.
Eine Raumkapsel mit nicht entschlüsselbarer Nachricht taucht aus dem Nichts auf.
Politische Intrigen und Machtspiele in der Union und weltweit entspannen sich aus dem Auftauchen derselben.
Eine Untergrundorganisation, die gegen die Union agiert.
Ein Protektor, der seine Geschichte erzählt.
und und und....

Ganz schön viele Details und Handlungsstricke, die da zusammen kommen, und das alles vor dem Hintergrund eines dystopischen Zukunftsszenarios, in dem die Gesellschaft nicht mehr so ist wie wir sie kennen. Leider bleibt es dabei, auf der relativ begrenzten Anzahl an Seiten wird das ganze leider nicht richtig lebendig. Zwar ist der Schreibstil gut und das Buch flüssig zu lesen, allerdings wäre hier entweder weniger mehr gewesen, oder es hätte sehr viel mehr Liebe zum Detail gebraucht, um ein wirklich gutes Buch daraus zu machen. Die zukünftige Welt wird einfach nicht eingehend geschildert, die Hintergründe zum Verständnis der Union, deren Entstehungsgeschichte, das gesellschaftliche Modell das dahintersteht und auch die abschließende Darstellung der Folgen der Kunstsprache (mehr kann ich nicht verraten) bleiben zu kurz, zu eindimensional.
Zusätzlich erscheinen mir einige Dinge auch recht unlogisch dargestellt: wieso kann die Untergrundorganisation so relativ unbehelligt operieren, Viktor Vau auf der Flucht und keiner findet ihn, aber dann plötzlich doch? Wieso ist der Serienkiller in die Geschichte eingebaut, er trägt nicht zum Fortlauf der Geschichte bei in der Art wie seine Taten geschildert sind. und und und....

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der allerdings weit hinter den Möglichkeiten bleibt, die die generelle Idee (die wirklich super ist) an sich bietet.
Etwas mehr wäre in diesem Fall wohl wirklich mehr gewesen.
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Gehobene Unterhaltung
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Vor 2 Monaten von Jassu1979 veröffentlicht
Verworren und vollgepackt
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Viktor Vau ist ein Eigenbrötler, der seit langem an seinem eigenen Wörterbuch bastelt.
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