Ich stand am Bahnhof und hatte eine 5-Stunden-Zugfahrt vor mir. Ich brauchte ein Buch und zwar schnell. Den Titel gelesen, das Bild gesehen - OK. Dick genug war's - ich musste schließlich auch wieder zurück. Klappentext - aha, na gut. Den Ausschlag zum Kauf gab die Widmung, die zum einen der Familie galt (na gut, das schreiben 'se alle). Sie galt aber auch dem eigenen Hund (angeblich der beste, den es gibt). Wer seinen Hund so liebt, kann kein schlechter Mensch sein - gekauft.
Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist spannend bis zu den letzten Seiten.
Und das ohne irgendein Menschengemetzel oder dass irgendwo irgendwelche Mörder frei rumlaufen. Scheinbar fällt vielen Autoren nichts anderes mehr ein als Leichen und rumlaufende Mörder. Spannende Bücher ohne Mörder gibt's scheinbar nicht mehr.
Diese Geschichte ist erfreulicherweise anders. Sie wird von einem Wolfsvelpen erzählt (der Hauptfigur) und spielt in der Steinzeit, in der Menschen mit Speeren jagen und Wölfe mit List. Das Velpe erzählt, wie es im Rudel aufwächst. Es erzählt wie sie (die Velpen) lernen zu jagen, von den Konflikten im Rudel, mit anderen Rudeln und von den Konflikten mit den Menschen, die für die Wölfe mehr und mehr zur Gefahr werden.
Ich konnte das Buch so manche Nacht nicht aus der Hand legen. Wer Hunde liebt und weiß, wie sie ticken, der wird auch dieses Buch lieben. Viel Spaß beim Lesen.