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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Über die Auswirkungen des Fernsehens auf die Kindheit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Verschwinden der Kindheit (Taschenbuch)
Der bekannte Medienkritiker Postman setzt sich in diesem Buch mit der Lebensphase der Kindheit auseinander, die im Schwinden begriffen sei.Im ersten Teil versucht Postman einen geschichtlichen Abriss über die Kindheit als Lebensphase bzw. die sie bedingenden Faktoren und stellt heraus, dass die Phase der Kindheit vor allem sozial determiniert ist. Im zweiten Teil geht er auf die gegenwärtige Bedeutung von "Kindheit" ein, die insbesondere durch den Einfluss des Fernsehens, mehr und mehr verschwinde. Als Ursache hierfür gibt Postman im Rahmen einer Analyse des Fernsehens im Vergleich zum gedruckten Wort an, dass das Fernsehen im Unterschied zum Buch prinzipiell für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zugänglich sei und Kinder daher heute auch gleichermaßen Zugang zu Themen wie Sexualität und Gewalt hätten, die früher den Erwachsenen vorbehalten waren. Kindsein unterscheide sich demzufolge nicht grundlegend vom Erwachsensein. Postmans These vom Verschwinden der Kindheit stimmt mit dem alltäglich Beobachtbaren am oft sehr erwachsen wirkenden Auftreten von Kindern und Erwachsenen überein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die moderne elektronische Informationsumwelt zerstört die Errungenschaft der Kindheit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Verschwinden der Kindheit (Taschenbuch)
In dem in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts veröffentlichten Buch "Das Verschwinden der Kindheit" erörtert der Autor Neil Postman seine These, dass die elektronische Informationsumwelt in nicht unerheblichen Maße dazu beiträgt die Kindheit als solches zum Verschwinden zu bringen. Hierfür hat er sein Buch in zwei Teile gegliedert, die im einzelnen wie folgt aufgebaut sind:Teil I: Die Erfindung der Kindheit Kapitel 1: Als es keine Kinder gab Kapitel 2: Die Druckerpresse und der neue Erwachsene Kapitel 3: Die Wiege der Kindheit Kapitel 4: Der Weg der Kindheit Teil II: Das Verschwinden der Kindheit Kapitel 5: Der Anfang vom Ende Kapitel 6: Das Medium der totalen Enthüllung Kapitel 7: Der Kind-Erwachsene Kapitel 8: Das verschwindene Kind Kapitel 9: Sechs Fragen Im ersten Teil seines Buches gibt Neil Postman einen Überblick darüber, wie in verschiedenen Epochen die Erwachsenen Kinder angesehen haben. Hierbei wird deutlich, dass die "Kindheit" im modernen Sinne ein gesellschaftliches Kunstprodukt ist. Die Idee der Kindheit ist ein Ergebnis der Renaissance und hat sich somit erst im 16. Jahrhundert herausgebildet. Die Kindheit stellt im ursprünglichem Sinne einen Schutzraum dar, welches sich u.a. durch die bewußte Abschirmung der Kinder vor den Geheimnissen der Erwachsenenwelt (Gewalt, sexuelle Begierden etc.) auszeichnet. Die Kinder werden erst nach und nach hierüber aufgeklärt und müssen sich u.a. erst Kulturtechniken aneignen (lesen und schreiben), um selbständig den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Mit dem Aufkommen der Massenmedien ist nach Postman keine Schranke mehr dar. Kinder können im jeden Alter an jede Information herankommen, an die sie gelangen wollen. Neil Postman zählt im zweiten Teil Indizien auf, die seiner Meinung nach aufzeigen, dass die Kindheit am Verschwinden ist. Hierzu zählen u.a. die immer stärkere und frühere Anpassung der Kinder an die Verhaltensweisen der Erwachsenen, die ihren Ausdruck in Sprache, Kleidung, Einstellung usw. findet. Indem die Kinder in zunehmender Weise durch die elektronischen Massenmedien beeinflußt werden, werden die Grenzen zwischen Kinder und Erwachsene zunehmend verwischt. Kinder werden nicht mehr behutsam in die Erwachsenenwelt eingeführt. Als eines der wichtigsten elektronischen Kommunikationsmittel seiner Zeit sieht er das Fernsehen an, welchen er viele negative Aspekte zuschreibt. Bereits im ersten Teil verweist Postmann darauf, dass Veränderungen in der Kommunikationstechnik stets drei verschiedene Wirkungen haben: die Struktur der Interessen ändert sich (die Dinge, über die nachgedacht wird), der Charakter der Symbole ändert sich (wie Inhalte an den Interessierten gebracht werden) und das Wesen der Gemeinschaft verändert sich. Durch die elektronischen Massenmedien wird der Charakter der Symbole auf das Bild verlagert. Bilder beeinflussen den Menschen jedoch auf eine ganz andere Art und Weise, wie z.B. das gedruckte Wort es tut. Wir die Kommunikation schwerpunktmäßig auf Bilder gelegt, bedeutet diese Entwicklung für Postman einen Rückschritt der Kultur eines Volkes. Das Buch liefert keine Lösungsvorschläge, wie dem Verschwinden der Kindheit entgegengetreten werden kann. Bereits im Vorwort erklärt Postman, dass er hierauf keine Antwort weiß. Somit stellt "Das Verschwinden der Kindheit" mehr oder minder eine Situationsbeschreibung eines Faktors dar, der zum auflösen der Kindheit beiträgt - nämlich die Massenmedien. Insgesamt bewerte ich das Buch mit vier von fünf Sternen. Die Thematik ist auch fast 30 Jahre nach dem Erscheinen nachwievor aktuell. Allerdings habe ich ein Stern für die im zweiten Teil zu häufig wiederholte Schuldzuweisung dem Fernsehen gegenüber abgezogen, da ich dies subjektiv als etwas lässtig empfunden habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Übersicht, letzte Kapitel mit Vorsicht zu genießen,
Rezension bezieht sich auf: Das Verschwinden der Kindheit (Taschenbuch)
In den ersten beiden Kapiteln wird ab dem Römischen Reich über das Mittelalter bis in die Aufklärung die Idee der Kindheit beschreiben. Postman bedient sich vieler anderer Meinungen und zitiert auch an passenden Stellen. Die These lautet, dass die Idee der Kindheit, seit ihrer Entstehung sich im Prozess des Verschwindens befindet. Postman hat dazu drei Gründe, die er nennt, aufgelistet und versucht diese in die weiteren Ereignisse einzuordnen. Was an dem Buch schade ist, ist, dass in den letzten Kapiteln das Verschwinden der Kindheit an elektronischen Maschinen erklärt wird. Die Kulisse für andere Aspekte, die für das Verschwinden der Kindheit verantwortlich sein könnten, wird ausgeblendet. Postman läßt sich über alle negativen Seiten des Fernsehens aus und gebietet dem vollkommene Aufmerksamkeit.Insgesamt eine gute Übersicht über die Idee der Kindheit und ihre Entstehung, aber zum Schluss einseitege Argumentation bezüglich des Verschwindens der Kindheitsidee. Trotzdem empfehlenswert, um sich eine gute Übersicht zu verschaffen. Die letzteren Kapitel mit Vorsicht zu genießen.
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