Produktinformation
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Im ersten Teil versucht Postman einen geschichtlichen Abriss über die Kindheit als Lebensphase bzw. die sie bedingenden Faktoren und stellt heraus, dass die Phase der Kindheit vor allem sozial determiniert ist.
Im zweiten Teil geht er auf die gegenwärtige Bedeutung von "Kindheit" ein, die insbesondere durch den Einfluss des Fernsehens, mehr und mehr verschwinde. Als Ursache hierfür gibt Postman im Rahmen einer Analyse des Fernsehens im Vergleich zum gedruckten Wort an, dass das Fernsehen im Unterschied zum Buch prinzipiell für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zugänglich sei und Kinder daher heute auch gleichermaßen Zugang zu Themen wie Sexualität und Gewalt hätten, die früher den Erwachsenen vorbehalten waren. Kindsein unterscheide sich demzufolge nicht grundlegend vom Erwachsensein.
Postman zeigt sich kritisch dieser Entwicklung gegenüber und betont das Recht der Kinder auf eine Kindheit.
Postmans These vom Verschwinden der Kindheit stimmt mit dem alltäglich Beobachtbaren am oft sehr erwachsen wirkenden Auftreten von Kindern und Erwachsenen überein.
Sein monokausaler Erklärungsansatz im Hinblick auf das Fernsehen kann aber nicht ausreichen, um das Problem hinreichend zu erklären.
Wünschenswert wäre eine differenziertere und tiefgründigere Analyse der Bedingungen, die zu Veränderungen der Kindheit führen, beispielsweise ein Eingehen auf eine allgemein veränderte Einstellung zur Erziehung durch die Erwachsenen, die oft durch Gleichgültigkeit geprägt ist.
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