Im 5.Band 'Das Vermächtnis der Sternenbraut' der Unter dem Weltenbaum-Reihe, geht es wieder rund!
Zuerst zum Inhalt des 5.Bandes: Im Mittelpunkt des Geschehens stehen nach wie vor Axis und Aschure, die 'Achsen' der Prophezeiung. Auch Faraday spielt eine wichtige Rolle in dem Geschehen.
Nachdem Axis, der Sternenmann, in aller Öffentlichkeit Aschure zu seiner Königin und Caelum zu seinem Sohn ernannt hat, bricht für Faraday eine Welt zusammen. Bislang hatte die Edle in der Illusion gelebt, dass sie zusammen mit Axis leben würde. Doch als Aschure dem Tode Nahe ist, rettet Faraday sie trotz alledem.
Der 5.Band schließt an all das an, denn Faraday zieht sich niedergeschlagen in der Gesellschaft von zwei Eseln zurück und verlässt Karlon, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Sie soll die Wälder Tencendors pflanzen und so die Verbindung zwischen den Awaren und Tecnendor wieder herstellen.
Währenddessen wird Axis und seinem Vater immer mehr bewusst, dass Aschure wahrlich machtvoll sein muss - nicht nur, weil sie den Wolfen und die Alaunt hat, sie erhielt auch den Ring der ersten Zauberin und allmählich erfährt man mehr über die Frau.
Doch die Zwillinge, die sie in sich trägt, lieben weder ihren Vater noch ihre Mutter und entkräften ihre Mutter.
So begibt es sich auch, dass Axis alleine nach Norden ziehen muss, um Gorgrael aufzuhalten. Denn dieser hat den Schwur des Verräters eingeholt und sich dessen Seele genommen, sodass dieser sein neuer Heerführer wurde.
Unter dem noch unbekannten Heerführer griffen die Skrälinge und Greifen Jervois, die wichtigste Stadt im Norden an, und überrannten sie. Keiner blieb am Leben.
Doch ein Ikarier schaffte es bis zum Sternenmann und berichtete ihm. So machen sich Achariten und Ikarier gemeinsam unter ihrem Helden auf den Weg, um dieser Macht zu begegnen.
Dabei geschieht aber Schreckliches - zuviel Macht kann selbst für den Sternenmann gefährlich werden und das Schicksal Tencendors scheint sich zu entscheiden in einem winzigen Moment...
Inzwischen erfährt Aschure, dass zu der Insel der Erinnerung und des Nebels reisen muss, um ihre Vergangenheit und sich selbst kennen zu lernen. Dabei offenbart sich ihr wahrlich mehr, als sie je für möglich gehalten hätte und als Sternenströmer den uralten Tempel der Ikarier erweckt, werden auch die Siegel gelöst, die Artor einst über das Sternentor legte.
Dieser kann das nicht verhindern, denn seine Macht schwindet immer mehr, da sich viele Menschen dem Glauben an die Sternengötter und die Mutter anschließen. Er ruft die letzten Brüder zusammen, um ihnen einen Befehl zu erteilen, der allein ihn noch retten kann.
Denn mit jedem Baum, den Faraday pflanzt, wird seine Macht schwächer. Die Edle muss sterben, wenn er leben will. Faraday selbst ist beinahe am Ende ihrer Kräfte. Sie arbeitet nur noch und achtet nicht mehr auf sich selbst, zumal sie zu enttäuscht von all den Ereignissen ist. Doch eine alte Freundin kommt ihr zu Hilfe und mit ihrer Hilfe wächst der Wald binnen weniger Wochen zum Bardenmeer heran. Auch Faraday birgt ihre Geheimnisse und sie ist der Schlüssel - denn die Awaren folgen ihr und in ihrer Macht steht es, Tencendor zu alter Größe zu verhelfen.
Wird sie Artor entgehen können?
Soviel zum Inhalt dieses Bandes, denn mehr will ich nicht verraten. Ich muss sagen, dass die Reihe weiter geht mit dem gewohnt guten Stil und es fesselt einen wie eh und je. Nicht einen Moment möchte man es aus der Hand legen - auch das Tempo ist rasend und man muss schon auf Kleinigkeiten achten, denn vieles erweist sich als wichtig.
Die Worte der Prophezeiung können trügen, wie sich erweist.
Weshalb nur vier Sterne?
Die Charaktere sind in diesem Verband nicht mehr so liebenswert wie in den Vorgängern und so manches Mal erscheinen ihre Handlungen nicht nachvollziehbar.
Um das Buch wirklich perfekt zu machen fehlen also noch die Helden, mit denen man absolut mitfühlen kann - und das kann man hier nicht mehr mit allen.
Ansonsten ist es allerdings gewohnt gut und kaum zu übertreffen. In rasendem Tempo geht es voran und man hält sich besser die nächsten Tage, wenn man mit dem Lesen beginnt, denn so schnell wird man sich davon nicht losreißen können.
Ergo: Kaufen, kaufen, kaufen und an der Saga dranbleiben!