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Das Vermächtnis der Eszter: Roman
 
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Das Vermächtnis der Eszter: Roman [Taschenbuch]

Sándor Márai , Christina Viragh
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492239293
  • ISBN-13: 978-3492239295
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.553.926 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sándor Márai
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sie werden international wiederentdeckt, die Werke Sandor Marais, der 1900 in der heutigen Slowakei geboren wurde und sich 1989 das Leben nahm: die bittere Bilanz, die er selbst für sein Leben zog, hatte ihm offenbar keine andere Wahl gelassen. Rund 6o Romane hat er hinterlassen, Das Vermächtnis der Eszter schrieb er 1939.

Dicht, immer die Zügel in der Hand und faszinierend konsequent, wird die Geschichte der Begegnung von Eszter und Lajos erzählt, der nach 20 Jahren zurückkehrt. Lajos, die alles bestimmende Liebe in Eszters Leben, Lajos, der aber nicht sie, sondern letztlich ihre Schwester Vilma heiratete, Lajos, der sie mit Verführung, Geschick und subtilstem Betrug um alles in ihrem Leben brachte. Und doch: auch in der Stunde der Abrechnung, allen guten Vorsätzen zum Trotz, ist er für Eszter "der einzige Mensch..., den ich geliebt habe".

Ausgebeutet, betrogen, um Hab und Gut gebracht und doch voller Zuneigung für einen Mann, der ein "Charakterlump" und "Schaumschläger" ist, mit einem "unkontrollierten Zwang zum Schwindeln" und ein "Genie der Lüge", durchschaut ihn Eszter "vom ersten Augenblick an".

Der Roman umfasst die wenigen Stunden ihrer Begegnung, zeichnet die Gefühlswelten beider Hauptfiguren derart eindringlich und Verständnis erweckend, dass es schwer fällt, ja, fast unmöglich ist, Partei zu ergreifen. Vielmehr ist man gefangen in einem feinen Gespinst aus Hoffnungen, Erwartungen, aus Lügen und Betrügereien, da wird niemand verurteilt, niemand verteufelt und es bleibt nur die Frage, was Liebe alles erduldet, was Liebe verschmerzt und entschuldigt. Und diese Frage hallt lange nach.

Sandor Marai wurde in Deutschland mit seinem Roman Die Glut, der in ganz ähnlicher Dichte geschrieben ist, berühmt und erfolgreich. Das Vermächtnis der Eszter wird diesen Erfolg sicherlich untermauern. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de-Hörbuchrezension

Die Wiederentdeckung Sándor Márais als großem europäischen Autor des 20. Jahrhunderts begann mit Die Glut. Ganz ähnlich geht es auch im Vermächtnis der Eszter um ein Wiedersehen nach langer Zeit, das bei den Beteiligten alte Erinnerungen und Gefühle aufwirbelt: Nach mehr als 20 Jahren trifft Eszter Lajos wieder, den Mann ihres Lebens.

Sehr markant ist sie nicht, die Stimme von Donata Höffer. Angenehm, aber eher unscheinbar, so der erste Eindruck. Aber ebenso, wie Márais dichte Erzählung erst nach einer gewissen Zeit einen starken Sog entwickelt, nimmt auch der Reiz der eindringlichen, aber auf jegliche Effekthascherei oder starke Betonung verzichtenden Vortragsweise immer mehr zu. Nach und nach erfährt man vieles über diese verworrene Liebesgeschichte, und warum Lajos damals Eszters Schwester heiratete. Donata Höffer bringt uns die vielschichtige Frauenfigur so nahe, dass man am Ende sogar Eszters widersprüchliches Fazit begreift: "Das Leben hat mich auf so wunderbare Art beschenkt und mich so vollkommen ausgeraubt." Spieldauer: 205 Minuten, ungekürzte Lesung, 2 MCs. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Noch gedämpft durch meine Eindrücke bei der Lektüre von "Ein Hund mit Charakter" hat Sándor Márai meine Erwartungen dieses Mal weit übertroffen.

Der Inhalt ist schnell erzählt. Die Schwestern Vilma und Eszter hassen sich. Der selbstverliebte charmante Gauner Lajos, beruflich ein Tunichtgut, dem es immer wieder gelingt, seine Umgebung materiell auszusaugen, täuscht Eszter Liebe vor. Trotzdem heiratet er völlig unerwartet kurze Zeit später deren Schwester, fügt so Eszter eine dauerhafte Wunde zu. 20 Jahre später, Vilma ist mittlerweile gestorben, kommt es zu einer erneuten Begegnung. Für eine Aufarbeitung des Geschehenen ist es zu spät. Eszters Leben ist weitestgehend gelaufen. Und doch tauchen mit Lajos drei geheimnisvolle Briefe auf, die geignet sind, sein Fehlverhalten in einem völlig neuen Licht erscheinen zu lassen. Obwohl Eszter dank Lajos vor den Trümmern ihres Lebens steht, ist sie unverständlicherweise bereit, ihre materielle Existenz für ihn zu geben.

Den Rezensenten der Welt ist beizupflichten. Sándor Márai versteht es, die zerstörerische Kraft der Liebe mit einer gnadenlosen Faszination zu beschreiben. Auf furios geschriebenen 165 Seiten führt er uns in ein menschliches Beziehungsgeflecht mit allen Schatten-und Lichtseiten. Selbst wenn man von dem Ende enttäuscht sein sollte, Lajos hätte sicherlich besser einen Fußtritt verdient als Eszters selbstlose erneute Hilfe, beeindrucken neben Márais berückend leichtfüßiger Sprache seine gelungene Komposition von Inhalt (Liebesdrama) und eingesetzten Stilmitteln (Rückblenden). Alles, was man in "Ein Hund mit Charakter" noch kritisieren konnte, seine gelegentliche Weitschweifigkeit, sein nur mühsames Zurückfinden zum eigentlichen Erzählfaden, ist dieses Mal stimmiger. Die menschlichen Charaktere sind treffend gezeichnet, die verhängnisvollen Momente der Handlung gut herausgearbeitet. Das Buch ist sicherlich einer der besseren Romane des erst in den 90er Jahren wiederentdeckten ungarischen Autoren und als Einstieg in sein umfangreiches Werk bestens geeignet. Einmal begonnen läßt es einen nicht mehr los.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein kurzes Büchlein zwischendurch - so ging in an Das Vermächtnis der Eszter ran. Und nun muss ich doch länger darüber nachdenken, als vermutet.
Die Geschichte einer Abhängigkeit, die sich nie auflöst. Eszter und ihre ganze Familie geraten in den Bann eines Mannes und können sich auch nach vielen Jahren nicht davon befreien.
Beim Lesen stellte ich mir die Frage, ob die Story realistisch ist. Ich weiss es nicht... An manchen Stellen, war ich doch kurz vor dem Kopf schütteln. Vier Sterne für eine schöne Sprache, eine interessante Handlung und viele Punkte über die man richtig schön nachdenken kann.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein anderer Rezensent schreibt: "Eszter, eine pragmatische und lebenstüchtige Frau, die ihre Umwelt gründlich durchschaut, trifft eine Entscheidung, die ein solcher Charakter niemals treffen würde. Dadurch ist die Figur unstimmig, die ganze Geschichte wirkt damit konstruiert und unglaubwürdig. Warum Laszlo so faszinierend auf seine Umwelt wirkt, selbst auf diejenigen, die ihn ausreichend kennen, ist auch nicht nachvollziehbar. In den wenigen Dialogen, in dem man ihn erlebt, entfaltet er keinen Zauber." Und beurteilt das Buch sehr negativ. Meiner Ansicht nach ist Marai jedoch das Gegenteil vortrefflich gelungen: Eine sklavische Abhängigkeit zu beschreiben, ohne sie pseudo-psychologisch zu erklären. Das Geniale an dem Buch: Marai hat bewußt ein völlig irrationales Verhalten von Eszter beschrieben. Dies ist in Liebesdingen nicht gerade selten, der eine oder andere mag (abgeschwächt) ähnliche Geschichten aus dem Bekanntenkreis kennen oder sie selbst erfahren haben. Ich möchte daran erinnern, wie viele stark wirkende Frauen devot über Jahrzehnte bei ihren lieblosen, prügelnden Ehemännern ausharren. Entscheidungen, die ein Bekannter aufgrund des "starken" Charakters dieser Frauen nicht nachvollziehen kann. Menschen treffen viele Entscheidungen, die "ihrem Charakter nicht entsprechen", weil der Charakter meist mehrdimensional ist. Außerdem verhalten wir uns alle irrational. Genau das ist das faszinierende an Marais Roman: Die Irrationalität und Vielschichtigkeit von Verhalten zu schildern, ohne dies pseudo-psychologisch erklären zu wollen. Dass Lazlo ein Betrüger ist weiß jeder, der ihm (in dem Buch) begegnet. Trotzdem wickelt er die Menschen ein, sie agieren für ihn. (Eine Fähigkeit, die in Ansätzen jeder Gebrauchtwagenhändler besitzt. Man denke auch an die windigen Anlagebetrüger, auf die hochintelligente Menschen hineinfallen)
Marcel Proust hat in "Eine Liebe von Swan" eine ebenfalls verzehrend-selbstzerstörerische Liebe zwischen Mann und Frau beschrieben - auch hier weiß der Leser (und im Gegensatz zu Eszter am Schluß auch der Protagonist), das das Liebesobjekt die Aufopferung nicht wert ist.
Kritik an Marais "Vermächtnis...": Die gebundene Ausgabe ist - wie fast alle gebundenen heututage qualitativ schlecht verarbeitet.
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Mitreißend, aber inhaltlich nicht überzeugend
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