Sie hat eine ganz besondere Begabung, Sheila, die Hauptfigur aus "Die Delfine von Atlantis" und "Die Rückkehr nach Atlantis". Denn sie ist eine Meereswandlerin, war bereits großen Abenteuern ausgesetzt und hat sich mutig und fantasievoll bewährt.
Zu Beginn des Romans "Das Vermächtnis von Atlantis" aber lebt sie als ganz normale Schülerin in Hamburg und sehnt sich danach, in den Meeren der Welt unterwegs zu sein. Tatsächlich geschehen Dinge, die ihr keine Ruhe lassen und auf erneute Gefahren verweisen. Als ihr Freund Mario sie wieder aufsucht - auch er ein Meereswandler - weiß Sheila, dass es höchste Zeit ist zu handeln und begibt sich mit ihm auf eine abenteuerliche Odyssee, deren Ausgang bis zum Schluss ungewiss und spannend bleibt für Sheila, für Mario und für den Leser.
Wieder nimmt Marliese Arold uns mit in eine faszinierende Unterwasserwelt voller Schönheit, aber auch mit immer neuen Bedrohungen, hier verursacht von Zaida, der selbsternannten Königin des Nachtmeers. In ihrer Machtgier und Zerstörungswut schreckt Zaida vor nichts zurück. Und sie hat sich Helfer gekauft: den unterwürfigen Ricardo und den bestechlichen Wissenschaftler Fortunatus.
Aber auch Sheila und Mario erfahren Hilfe, besonders von dem klugen alten Irden, dem pfiffigen Spy und nicht zuletzt von dem todesmutigen Delfin Wallace.
Es gelingt der Autorin erneut, ungewöhnliche, starke und poetische Bilder für die Gefährdung der Meere und ihrer Flora und Fauna zu finden.
Nach der letzten Zeile des Romans bin ich nur ganz allmählich "wieder aufgetaucht" aus diesem ganz eigenen Kosmos. Ich wünschte mir, ich hätte einen Leseausweis für die Korallenbibliothek, und gern wüsste ich, was die Zukunft für Sheila und Mario in Zukunft noch alles bereithält ...