Leineneinband, silberfarbene Prägung des Titels sowie qualitatives Papier kennzeichnen die äußeren Qualitäten des Buches.
Da fragt man sich sofort, wie steht es um die inneren Werte?
Mir gefallen diese sehr gut. Die Gerichte sind nicht nur vegan, sondern lassen sich ohne großen Aufwand vollwertig gestalten, da in den Rezepten nur wenige nicht-vollwertige Zutaten vorkommen. Sehr lobenswert, sehr selten.
Die Rezepte sind international ausgerichtet, reichen von Samosas bis zu Semmelknödeln.
Ein sehr hoher Anteil an Rohkost (gefühlte 50 %) zeichnet die Rezepte aus, was elementar für eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist.
In diesem Zusammenhang sei als ein Beispiel die Rohkostlasagne erwähnt. Nicht nur ein kreatives und schmackhaftes Rezept, sondern auch ein gesundes.
Es werden verhältnismäßig wenig Sojaprodukte verwendet, was untypisch für die meisten veganen Kochbücher und dafür um so erwähnenswerter ist. Das könnte dieses Buch für vegane Vollwertler, aber auch für Allergiker interessant machen.
Außerdem kann man, um nur ein Beispiel zu nennen, alternativ zu Sojasahne einen Nuss-Öl-Mix verwenden. Schmeckt besser (subjektiv), ist gesünder (objektiv). :-)
Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes, jedoch dezentes Bild. Die Zutatenlisten der Rezepte sind überwiegend überschaubar.
Da die Zubereitungsanweisungen meist sehr knapp ausfallen, halte ich das Buch für unvorteilhaft für Anfänger. Aus früherer Erfahrung weiß ich nur zu gut, dass man gerade als Anfänger ausführlichere Angaben braucht, damit das jeweilige Rezept gelingt und die Motivation steigt.
Für Fortgeschrittene als auch für Hobbyköche bietet das vorliegende Buch hingegen eine ideale Grundlage, um sich daran zu inspirieren.
Begeistert hat mich das mehrgängige, nahezu vollwertige (Rohkost-) Menü, das die Rezepte abschließt.