|
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
John Cusack als Dorn im Fuss des Löwen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Urteil - Jeder ist käuflich (DVD)
Die Romanvorlage zu diesem Film von Regisseur Gary Fleder lieferte Erfolgsautor John Grisham. Allerdings mit einigen erheblichen Abweichungen zwischen Buch und Film, deren wichtigste der Klagegrund ist: Im Originalplot erfolgt eine Klage gegen die Tabak-Industrie; im Film wird die Waffen-Industrie wegen „fahrlässiger Versorgung des Mörders mit Mordwerkzeugen" verklagt.Kläger ist die Witwe eines bei einem Amoklauf getöteten Rechtsanwaltes - ein durchaus makabres Detail wenn man bedenkt, dass, da der Plot ohnehin völlig von der Buchvorlage abweicht, das Opfer jeder beliebigen Berufsgruppe hätte angehören können und Fleder ausgerechnet „Rechtsanwalt" wählte. Aber der Plot als solches dient in diesem Film ohnehin nur als Staffage, als lose gewebter Rahmen, der viel Platz für die Charakterentwicklung und -darstellung Gene Hackmans und John Cusacks lässt. Die eigentliche Handlung stellt eine im amerikanischen Rechtssystem übliche Praxis an den Pranger. Der Ur-Demokratische Gedanke der Urteilsfindung durch Einbeziehung von unparteiischen Bürgern als Jury wird in der heute üblichen Rechtspraxis pervertiert. Aus den Wählerlisten des jeweiligen Gerichtsbezirkes werden durch ein mathematisches Zufallsverfahren Bürger aller Altersgruppen, sozialen Schichten etc. ausgewählt und zwar gemäß ihrem jeweiligen %-ualen Anteil an der Gesamtbevölkerung. Meist kommen hier Gruppen zwischen 100 und 200 Kandidaten zusammen. Diese Namensliste wird lange vor der eigentlichen Prozessbeginn sowohl dem Anklagevertreter als auch der Verteidigung zur Verfügung gestellt. Niemand verliert gerne ein Spiel. Noch weniger Interesse haben in Amerika verklagte Unternehmen, einen Prozess zu verlieren in dem es in der Regel um Entschädigungssummen in Höhe von mehreren Millionen Dollar geht und die außerdem noch leicht als Präzedenzfälle herangezogen werden könnten. Es geschieht deshalb oft, dass von der einen oder anderen Seite der Prozessbeteiligten so genannte Jury-Berater engagiert werden. Deren einzige Aufgabe besteht darin, das Privatleben der auf der Liste stehenden Bürger auf dunkle Stellen zu durchleuchten. Sie schrecken auch nicht davor zurück, speziell für solche Gelegenheiten ausgebildete Mitarbeiter zu fingierten Dates oder Verkaufsgesprächen mit den potentiellen Jury-Mitgliedern zu schicken. Im Verlauf dieser Gespräche soll herausgefunden werden, welche Ansichten, Meinungen, Einstellungen etc. vertreten werden. Gene Hackman spielt den erfolgreichen, skrupellosen und eiskalten Jury-Berater Rankin Fitch. Niemand weiß, dass er überhaupt existiert. Aber er ist der Mann, der hinter den Kulissen die Drecksarbeit erledigt. Dafür steht ihm eine Armada an Mitarbeitern sowie die neuesten technischen Errungenschaften zur Verfügung - und fast unerschöpflich viel Schwarzgeld aus den Portokassen der Beklagten. „Das Urteil" präsentiert sich vordergründig als eine spannende Mischung aus Psychothriller und Actionkino. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit. Dahinter läuft ein zweiter, weit wichtigerer Handlungsstrang ab: das Aufeinanderprallen zweier moralischer Grundhaltungen. Auf der einen Seite das konservative Amerika mit seinen Werten und Einstellungen. Auf der anderen Seite das liberale Gedankengut und der unerschütterliche Glaube an Gerechtigkeit. Regisseur Fleder scheint diesem Handlungsstrang bereits beim Casting eine große Bedeutung eingeräumt zu haben. Gene Hackman hat in seiner langen Karriere häufig in der konservativen Tradition verwurzelte Charaktere verkörpert, oft tätig in einem öffentlichen Amt oder als Polizist. Dazwischen steht, im Vergleich zu den beiden Titanen des Kinos, der Jungstar John Cusack, der hier die beste schauspielerische Leistung seiner Karriere abliefert. Fleder gibt gerade Cusack ausreichend Platz, seinen anfangs undurchsichtigen Charakter zu entwickeln. Die Methoden, die er als Nicholas Easter anwendet, um zum Ziel zu gelangen, unterscheiden sich wenig von denen Fitchs. Auch er manipuliert die anderen Jury-Mitglieder nach Möglichkeit, um seinen Erfolg zu sichern. Sicherlich gehören die Diskussionen zwischen den Jury-Mitgliedern und Easter zu den absoluten Höhepunkten des Films. Und bis zum Ende des Films bleibt offen, wessen Partei Easter und damit die Jury ergreifen wird. Und auch die Motivation, die Easter und seine geheimnisvolle Freundin Marlee antreibt, bleibt fast bis zum Schluss im Verborgenen. Fazit: Ein absolutes Muss für alle Fans von intelligenten Thrillern. John Cusack und Rachel Weisz als „Robin und Marianne", Dustin Hoffman als die Verkörperung des toleranten Weltbürgers mit der Hoffnung auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit sowie Gene Hackman als Zyniker ohne Moral und Skrupel unterhalten über die gesamte Länge des Films - immerhin fast 140 Minuten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Stern am Filmhimmel,
Von Vandella "Vandella" (Cham, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Urteil - Jeder ist käuflich (DVD)
In diesem Film stimmt einfach alles: Die Darsteller sind erstklassig (Dustin Hoffman und Gene Hackman sind perfekte Gegenparts), die Atmosphäre passt, die Thematik ist brisant, hat doch die Waffenindustrie den größten Einfluss in den USA. Die NRA (National Rifle Association) ist der größte Geldgeber in der Politik (daher schaffte es nicht mal Clinton, das Waffengesetz auch nur ansatzweise zu ändern) und hat auch großen Einfluss auf die Gesellschaft.Als Thematik ist das natürlich ein Volltreffer. The Insider beschäftigte sich mit der Tabakindustrie ausgiebigst (auf ebenso sensationell großartige Weise) und "Das Urteil" wagte es nicht, dem noch Konkurrenz zu machen, nein, der Film weicht vom Buch ab und attackiert die Waffenindustrie. Ein cleverer Schachzug. John Cusack spielt den undurchsichtigen Geschworenen Nr. 9, Nick Easter, der einiges an Überraschungen in petto hat. Rankin Fitch (Hackman) hat nicht mit diesem unscheinbaren Computerfreak gerechnet, sonst hätte er ihn wohl nie als Geschworenen akzeptiert. Doch dieser Mann wird das größte Problem für Fitch und seine Karriere, denn der junge Mann hat noch eine große Rechnung offen mit ihm, die er clever und unnachgiebig begleicht. Ein gelungener Thriller von höchstem Niveau mit Weltklasse-Schauspielern und einem Charme, der unvergleichlich ist. Den muss man mindestens einmal gesehen haben! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Skrupel- und gnadenlos,
Rezension bezieht sich auf: Das Urteil - Jeder ist käuflich (DVD)
Wir befinden uns in New Orleans, wo in Kürze ein spektakulärer Prozess stattfinden soll, in dem die Witwe des bei einem Attentat getöteten Mannes eine Schadensersatzklage gegen den Waffenkonzern anstrengen und gewinnen will. Im Falle ihres Erfolges würde das Milliardenverluste für die Waffenindustrie bedeuten, die im Anschluss weiteren Prozesse fürchtet. Also wird skrupellosen Jury-Berater Rankin Fitch (Gene Hackman) engagiert, um zur Not auch mit dubiosen Methoden die "richtige" Jury auszuwählen und zur Not einzelne Motglieder unter Druck zu setzen, um einen Freispruch für den Waffenkonzern zu erwirken.Auf der Seite der Klägerin steht Wendall Rohr (Dustin Hoffman) der nichts von Rakins Methoden hält und einfach nur für Recht und Ordnung sorgen möchte. Den dritten Part bildet die Jury, besonders der undurchschaubare Nicholas Easter (John Cusack), der zusammen mit seiner Freundin Marlee (Rachel Weisz) ganz eigene Pläne ausheckt und beiden Seiten anbietet, den Prozess zu ihren Gunsten zu kippen. Was steht dahinter und welches Interesse haben die Beiden an dem Prozess ausser der von ihnen geforderten 15 Millionen Dollar? Der Zuschauer wird Zeuge eines skrupellosen und gefährlichen Pokers um die Stimmen der Jury ... Ein grandioser Film mit Starbesetzung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
|
|