Selten hat ein Buch solch zwiespältige Gefühle in mir ausgelöst. Einerseits ein allumfassendes Erstaunen, ein Buch in der Hand zu haben, geschrieben von einer Frau mit einer Direktheit, die dem Weiblichen im allgemeinen abgeht. Auf der anderen Seite die Enttäuschung über die Länge bzw. Kürze des Buches, was der Intensität des Inhalts jedoch keinen Abbruch tut. Man kann, ja man muss es immer wieder in die Hand nehmen und es lesen. Leider geht der Inhalt am Geschmack der grossen Masse vorbei, und es ist dem Liebhaber des Aussergewöhnlichen vorbehalten, sich durch den Einheitsbrei von "Aaahhh" und "Ooooh" durchzulesen, bis er/ sie ein Kleinod wie dieses in den Händen hält.Und ein Kleinod ist es, so klein und winzig, dass auch nur ein Wort zuviel über den Inhalt die Vorfreude verderben kann.Dem Kenner aber sei verraten, "Die Perle" übertrifft es noch.