Pressestimmen
[Das Buch] vereint [...] acht Gutachten des 1997 verstorbenen Herbert Maisch, in denen Tötungsdelikte unterschiedlicher Art im Mittelpunkt stehen, die die Herausgeber nach Partner-, Rivalen-, sexuell motivierten und Kindstötungen sortiert [...] haben. [...] [Hier sind] psychodynamische Entwicklungen hergeleitet, in den jeweiligen interaktiven Kontext gestellt und als lebensweltlicher Zusammenhang so anschaulich gemacht, dass die Tat, die aus ihnen erwächst, nicht mehr als unverstehbare Ungeheuerlichkeit dasteht, sondern nachvollziehbar wird. [...] Das ist eine große Leistung, die zudem kenntnisreich auf dem Stand einer weit entwickelten forensischen Psychologie stattfindet. [...] Diese Gutachten, jedenfalls die hier ausgewählten, setzen also Standards, indem sie eine biografische Hermeneutik abseits der begrenzten Interpretation von Testbatterien entfalten [...]. (Kriminologisches Journal, 03/2008)
Kurzbeschreibung
Das Buch enthält Auszüge aus den Gutachten des bedeutenden forensischen Psychologen Herbert Maisch (1928 1997) aus Hamburg, in denen er Delikte wie Partnertötungen, Rivalentötungen, sexuell motivierte Tötungen und Kindstötungen psychologisch analysiert und in überzeugender Weise mit Antworten auf strafrechtlich relevante Fragen verknüpft. Die Gutachten zeichnen sich dabei durch einen humanen Umgang mit den Straftätern und ein hohes wissenschaftliches Niveau aus. Zum besseren Verständnis werden kurze Falldarstellungen vorangestellt sowie wesentliche Passagen aus den Strafprozess-Urteilen zitiert. Ergänzt werden die Gutachten durch ein Nachwort des bekannten Strafverteidigers Heinrich Hannover, biografische Angaben zu Herbert Maisch sowie Auszüge aus einem Interview mit ihm aus dem Jahre 1986, in dem er zu zentralen Fragen der Rechtspsychologie Stellung nimmt.