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Das Unvernehmen: Politik und Philosophie (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
 
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Das Unvernehmen: Politik und Philosophie (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Jacques Rancière , Richard Steurer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 150 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (24. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch, Französisch
  • ISBN-10: 3518291882
  • ISBN-13: 978-3518291887
  • Originaltitel: La Mesentente. Politique et Philosophie
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.661 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jacques Rancière
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Produktbeschreibungen

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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 23.08.2002
In den westlichen Demokratien herrscht laut Jacques Rancières die "Post-Demokratie", eine Situation der 'restlosen Übereinstimmung zwischen den Formen des Staates und dem Zustand der gesellschaftlichen Verhältnisse', zitiert Rezensentin Sonja Asal die zentrale These des Autors. Gemeint ist damit ein Zustand, in dem sich alles bewege, aber nichts mehr verändert, erklärt Asal. Nun findet sie diese Diagnose der westlichen Demokratien nicht eben außergewöhnlich. Das Besondere in Rancières Ansatz erblickt sie vielmehr darin, dass der Autor seine Diagnose mit einer Kritik am gegenwärtigen Stand der politischen Theorie verbindet und einen Begriff des Politischen entwickelt, der für die Rezensentin durchaus aufschlussreich ist. Sie hebt hervor, dass Rancière nicht an die viel beschworene Rückkehr der Politik nach dem Zusammenbruch der totalitären Systeme glaubt, sondern vielmehr ein Verschwinden der Politik konstatiert. Dabei bediene er sich einer gängigen Technik der Umdeutung. Das, was man landläufig unter Politik versteht, nennt Rancière "Polizei", erläutert Asal, während er den Ausdruck "Politik" für Tätigkeiten reserviert, die den Instanzen der etablierten Ordnung entgegengesetzt sind. Für die Rezensentin läuft das auf ein "emanzipatorisches Politikverständnis" hinaus. Rancière denke Politik von ihrem Rand, "wo sich wahlweise Sklaven, Frauen oder Proletarier zu Wort melden und ihren Anspruch auf Gleichberechtigung einklagen".

© Perlentaucher Medien GmbH

Über den Autor

Jacques Rancière, geb. 1940, lehrte zwischen 1969 und 2000 Philosophie und Kunsttheorie an der Universität Paris VIII.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine völlig neue Perspektive 25. September 2004
Format:Taschenbuch
Rancières Buch stellt die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Philosophie auf eine völlig neue Art, nämlich die bescheidene: Was ist den "Politische Philosophie" anderes als eine zuckergußförmige Behauptung des Wesens der Gemeinschaft über die gespaltene Realität von Verwaltungsapparaten und sozialen Kämpfen hinweg? Politische Philosophie, soll sie noch irgeneine Gültigkeit besitzen und nicht zur bloßen Ideologie verkommen, muss sich des Paradoxes zwischen Gemeinschaftsrecht und Protestbewegungen, zwischen Sein und Sollen annehmen - und Rancière verfolgt die Wunde dieses Paradoxes bis zu den antiken Anfängen der Philosophie bei Platon und Aristoteles.
Als Fazit bleibt, dass wir auch heute noch lange nicht in die "nachideologische" Zeit der "vernünftigen" Expertenpolitik eingetreten sind und dass es auch heute noch nötig ist, den Unterprivilegierten - dem Demos im inflationär gebrauchten Wort Demokratie - eine Stimme zu verleihen.
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