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Das Universum des Lichts: Von Edisons Traum bis zur Quantenstrahlung [Gebundene Ausgabe]

David Bodanis
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2005
Was verbindet Telefon, Stimmrecht für Frauen, Luftkrieg und Hemingways Prosa? Auf diese und viele weitere faszinierende Fragen gibt David Bodanis in seinem neuen Buch Antwort. Er erzählt die spannende Geschichte der Erforschung der Elektrizität, die in den vergangenen 200 Jahren unsere Welt so radikal verändert hat: von der Entdeckung der Batterie über die Erfindung des Radars bis zur Quantenstrahlung und den High-Tech-Industrien der Gegenwart..
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 1. Auflage. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498006282
  • ISBN-13: 978-3498006280
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 761.303 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung
Als mein Vater ein kleiner Junge war und vor dem Ersten Weltkrieg in einem
Dorf in Polen lebte, wäre ein Stromausfall ohne große Bedeutung gewesen. Es
gab keine Autos, also konnten keine Ampeln ausfallen, keine Eisschränke -
nur Eisblöcke oder Kühlräume -, also konnten keine Lebensmittel verderben.
Bei einigen reichen Leute wäre das elektrische Licht ausgegangen, wenn die
Generatoren in ihren Häusern versagt hätten.
Vielleicht hätte auch die einzige Telegrafenleitung, die durch den Ort
führte, ihren Dienst eingestellt. Doch im Großen und Ganzen wäre der Alltag
weitergegangen wie immer.
Als seine Familie Anfang der 1920er Jahre erst nach Kanada und dann nach
Chicago auswanderte, hätte ein großer Blackout erheblich mehr angerichtet.
Zwar hätten die Menschen weiterhin einkaufen können - es gab keine
Kreditkarten, die über Computer bestätigt werden mussten -, aber die
Straßenbahnen, mit denen die Arbeiter in die Fabriken fuhren, wären
ausgefallen. Auch die Telefone, auf die die Büros angewiesen waren, hätten
nicht funktioniert, und die Wolkenkratzer, auf die die Stadt so stolz war,
wären rasch unzugänglich geworden, zumindest ihre oberen Stockwerke, da
auch die Fahrstühle stillgestanden hätten. Trotzdem wäre es keine richtige
Katastrophe gewesen. Die Felder hätten weiterhin bestellt werden können -
es gab nicht viele Traktoren -, während Dampflokomotiven und Dampfschiffe
die Versorgung der Stadt weitgehend gewährleistet hätten.
Aber heute? Ich lebe in London, wo die Menschen eher phlegmatisch sind,
trotzdem möchte ich keinen vollständigen Stromausfall erleben. Die meisten
Radios und Fernseher sind heute Netzgeräte, daher hätten Sie
Schwierigkeiten herauszufinden, ob in der Schule Ihrer Kinder noch
Unterricht stattfindet. Ihr Handy würde vielleicht noch gehen, doch ohne
die Möglichkeit, den Akku aufzuladen, täten Sie gut daran, es mit Bedacht
zu benutzen. Die Kinder auf gut Glück in die Schule zu fahren, wäre ein
höchst riskantes Unternehmen, denn Tankstellen haben unterirdische
Vorrattanks. Da sie das Benzin mit elektrisch betriebenen Pumpen nach oben
befördern, wären sie während der Dauer des Blackouts nicht in der Lage,
Benzin zu verkaufen. Hamsterkäufe in Supermärkten könnten Sie vergessen -
Kreditkarten würden nicht funktionieren, und Bargeld bekämen Sie nicht,
weil auch Geldautomaten von elektrisch betriebenen Computern abhängen.
Nach einer Woche würde in der Stadt nichts mehr funktionieren. Die
Polizeistationen wären isoliert, weil die Telefone ausgefallen wären, und
bald wären auch die Akkus ihrer Funkgeräte leer; niemand könnte
Krankenwagen rufen, da alle Funk- und Telefonverbindungen unterbrochen
wären. Einige Menschen würden versuchen, die Krankenhäuser zu Fuß zu
erreichen, aber das hätte nicht viel Zweck: keine Röntgenuntersuchungen,
keine gekühlten Impfstoffe, keine gekühlten Blutkonserven, keine
Klimaanlagen, keine Beleuchtung.
Wenn Sie mit dem Gedanken an Flucht spielen würden, könnten Sie sich den
Weg zum Flughafen schenken, denn nach Ausfall der Notstromaggregate hätte
das Flughafenradar die Arbeit eingestellt. Aber auch der Start per
Handsteuerung wäre unmöglich, weil der Treibstoff, der noch in den
unterirdischen Tanks vorhanden wäre, nicht nach oben gepumpt werden könnte.
Mit der Ausbreitung des Stromausfalls würden die Häfen des Landes
schließen, da es keinen Strom gäbe, um die großen Kräne zu be- treiben oder
um die elektronischen Bestandslisten zu aktualisieren. Das Militär würde
vielleicht versuchen, Treibstofftransporte zu bewachen, doch da auch seinen
eigenen Fahrzeugen das Benzin ausginge, wäre das nicht von langer Dauer.
Wäre es ein weltweiter Stromausfall, würde sich die Isolation verstärken.
Internet und E-Mail kämen rasch zum Erliegen, dann die Telefonverbindungen,
schließlich würden auch die letzten Fernsehund Radiosender ihren Betrieb
einstellen.
Wahrscheinlich würde der Hunger in den dicht bevölkerten Großstädten Asiens
beginnen, vor allem, weil in den Lebensmittel-Supermärkten die Klimaanlagen
ausgefallen wären. Wenige Wochen nach Beginn eines totalen Stromausfalls
wären fast alle Stadtzentren und Vororte der Welt unbewohnbar geworden. Es
gäbe verzweifelte Verteilungskämpfe um Nahrung und Treibstoff. Angesichts
einer Weltbevölkerung von sechs Milliarden Menschen hätten nur wenige eine
Überlebenschance.
Doch was wäre, wenn nicht nur die Elektrizitätsversorgung zusammenbräche,
sondern es mit einem Mal überhaupt keine elektrischen Kräfte mehr gäbe?
Alle Weltmeere würden nach oben verströmen und verdunsten, da sich die
elektrischen Bindungen zwischen den Wassermolekülen auflösten. Die
DNA-Stränge innerhalb unseres Körpers würden nicht mehr zusammenhalten.
Jeder Luft atmende Organismus, der noch unversehrt wäre, würde langsam
ersticken, weil die Sauerstoffmoleküle der Luft ohne elektrische
Anziehungskraft nutzlos von den Hämoglobinmolekülen im Blut abprallen
würden.
Der Boden selbst täte sich auf und schmölze, sobald die elektrischen
Kräfte, die die Silikate und die anderen Stoffe unserer Erde
zusammenhalten, ihren Griff lockerten. Gebirge würden in die Abgründe
zwischen den auseinander gerissenen Kontinentalplatten stürzen. Mit ihrem
letzten Atemzug würden einige Lebewesen die Sonne selbst verlöschen sehen,
da das elektrisch übertragene Licht unseres Sterns unvermittelt zum
Stillstand käme und die Nacht den allerletzten Tag der Welt verschlänge.

Warum geschieht nichts dergleichen? Die Kraft der Elektrizität ist sehr
stark und wirkt seit mehr als dreizehn Milliarden Jahren ununterbrochen,
ist aber zugleich vollkommen verborgen, tief verästelt in allen Steinen,
Sternen und Atomen. Die Kraft ähnelt zwei gewaltigen Männern beim
Armdrücken, deren Anstrengung nicht zu erkennen ist, weil sich ihre aufs
Äußerste angespannten Hände kaum bewegen. In allem, was uns umgibt, sind
fast gleiche Mengen an positiver und negativer Ladung vorhanden - so
ausgewogen, dass ihr Vorhandensein fast unbemerkt bleibt, obwohl ihre
Wirkung allgegenwärtig ist.
Über unendlich lange Zeiträume änderte sich daran nichts - während sich
Galaxien entwickelten und Planeten entstanden, während Kontinente, Bäume
und Gräser auf der Erde erschienen. Hin und wieder gab es in dieser langen
Vergangenheit kurze Erscheinungen. Unser Vorfahr, der Australopithecus,
dürfte Blitze gesehen haben, genauso der Frühmensch. Doch kaum erschienen,
kehrte diese Kraft schon wieder in das unsichtbare Reich zurück, aus dem
sie gekommen war. Über weite Strecken seiner Geschichte stolperte der
Mensch ahnungslos an ihr vorbei.
In einem seiner Bücher beschreibt Isaac Bashevis Singer einen Bauern im
mittelalterlichen Irland, der für die Nacht seinen Flachsumhang ablegt und
bemerkt, dass helle Funken von dem Stoff springen. Hätte Singers Bauer den
Dorfpriester gerufen oder andere weise Dorfälteste, um ihnen am folgenden
Abend die Erscheinung vorzuführen, hätten sie es wohl kaum noch einmal
gesehen: Funken statischer Elektrizität treten nur in trockener Luft auf,
und Irland ist feucht. Niemand hätte ihm geglaubt, was er gesehen hatte;
niemand wäre in der Lage gewesen, die Erscheinung genauer zu untersuchen.
Selbst in trockenen Wüstenländern kann Staub oder Sand dafür sorgen, dass
vereinzelte Funken scheinbar vollkommen zufällig erscheinen und
verschwinden.
Es gab viele vereinzelte Versuche, in diese verborgene Welt einzudringen,
schon in klassischer griechischer Zeit, doch noch in der Mitte des 18.
Jahrhunderts verfügten die Menschen über wenig wirkliches Wissen. Den
Durchbruch erzielte in den 1790er Jahren Alessandro Volta, der von einem in
diesem... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut recherchiert! 23. Januar 2006
Von Äskulap
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch offenbart ungeschminkte Wahrheiten über berühmte und in Vergessenheit geratene Forscher, welche sich um das Verständnis elektromagnetischer Wellen verdient gemacht haben bzw. daran verdient haben. Ein absolutes Positivum ist die minutiöse Recherche des Autors innerhalb des historischen Kontextes!
Einmal mehr wird uns die alltägliche Relevanz von auch heute noch als weltfremd verlachten neuen physikalischen Erkenntnissen vor Augen geführt. Manch einer mag sich in den mißverstandenen und verarmten Genies wiederfinden! Sehr sympathisch!
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