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Das Unheilige in der heiligen Schrift: Die dunkle Seite der Bibel
 
 
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Das Unheilige in der heiligen Schrift: Die dunkle Seite der Bibel [Taschenbuch]

Gerd Lüdemann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 136 Seiten
  • Verlag: Zu Klampen; Auflage: 3. A. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934920039
  • ISBN-13: 978-3934920033
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 526.071 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerd Lüdemann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass die Bibel, zumal das Alte Testament, keine romantische Lektüre über den ausschließlich liebenden Gott und seine perfekte Schöpfung darstellt, ist allgemein bekannt. Die versammelten Geschichten über die Geschichte Gottes und sein auserwähltes Volk berichten von gnadenloser Brutalität, Rache ohne Erlösung, Strafe ohne Rücksicht und sinnlose Ungerechtigkeit. Im Neuen Testament lässt Gott seinen Sohn verlachen, enttäuschen und kreuzigen. Alles Elemente, die nach Gerd Lüdemann "die dunkle Seite der Bibel" schaffen.

Der streitbare Theologe kommt auch direkt zur Sache: Zwiespältigkeit im Umgang mit der Bibel, unzulässige Harmonisierung schwieriger Bibeltexte, unkritischer Gebrauch durch die Evangelische Kirche. Die beiden folgenden Kapitel befassen sich mit der Gewalt gegen andere im A. T. und deren Begründung sowie ausführlich mit dem Antijudaismus des N. T. Diesen Kritikpunkten kann man, wenn auch nicht in der Gesamtheit und so pauschal, sicher zustimmen. Gleichwohl gilt es besonders aufgrund der äußerst komplizierten Überlieferungsgeschichte der Bibeltexte sowie hinsichtlich Redaktion und historisch-kulturellem Kontext sehr wohl zu differenzieren. Und sieht man einmal vom Antijudaismus des N. T. ab, dessen Akzeptanz doch in der Katholischen Kirche sehr viel ausgeprägter ist als in der hier kritisierten Evangelischen Kirche, so muss man festhalten, dass die Auseinandersetzung mit diesen Themen seit geraumer Zeit Gegenstand ernst zu nehmender theologischer Darstellungen und Diskussionen ist, wie das Buch von Ralf Miggelbrink zeigt.

Man mag den Thesen Lüdemanns nicht unbedingt zustimmen oder sie überzogen finden, Respekt zollen muss man aber seiner wissenschaftlichen Akribie sowie der scharfsinnigen und vor allem konsequenten Argumentationsführung. Keine leichte Lektüre, sondern Kontroverse auf hohem theologischem Reflexionsniveau. --Osseline Kind

Kurzbeschreibung

Die Bibel gilt als Gottes Wort, als "gute Nachricht von Gottes Barmherzigkeit". Wie aber steht es mit denjenigen Partien der Bibel, die Gottes Barmherzigkeit gerade nicht ausrichten, sondern seinen Befehl enthalten, ganze Völker - wie das der Kanaanäer im Alten Testament - auszurotten? Was soll man zum Antijudaismus im Neuen Testament, was zu solchen Stellen der Bibel sagen, die Andersgläubige verteufeln? Diesen Fragen, dieser anderen Seite der Bibel, geht der Göttinger Neutestamentler Gerd Lüdemann rücksichtslos und ehrlich auf den Grund. Historische Arbeit hat keinen Selbstzweck, sondern strebt Veränderungen in der Gegenwart an. Dazu will dieses Buch beitragen.
"Das voliegende Buch ... faßt Beobachtungen zusammen und formuliert Fragen, die mir auf den Nägeln brennen, seitdem ich in der Bibel lese und sie wissenschaftlich untersuche. Der unmittelbare Anlaß, dieses Buch jetzt zu veröffentlichen, ist das bei der Diskussion um die Auferstehung Jesu und um den Bibelkanon sichtbar gewordene bodenlose Unwissen kirchlicher Kreise bis in die Chefetagen der verfaßten evangelischen Kirche hinein. Insofern übt dieses Werk zwischen den Zeilen Kirchenkritik. Vor allem aber will es schlicht informieren und in die verdrängte Seite der Bibel einführen." Gerd LüdemannGerd Lüdemann,Jahrgang 1946, ist Professor für Neues Testament an der Universität Göttingen. Er ist Leiter der Abteilung "Frühchristliche Studien" am Institut für Spezialforschungen sowie des Archivs "Religionsgeschichtliche Schule" an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Zunächst ist es sehr begrüßenswert, wenn darauf hingewiesen wird, dass die "heilige" Schrift nicht nur seine postitiven, sondern auch seine unheilvollen Seiten hat. Erfreulich ist es auch, dass diese Erkenntnis von jemandem vermittelt wird, dessen berufliche Laufbahn in der evangelischen Theologie lag. Leider verwendet der Autor ungefähr ein Viertel des Buches darauf, über den Gebrauch der Bibel in der EKD zu schreiben. Dies mag für Mitglieder einer der evangelischen Kirchen in Deutschland von Bedeutung sein, aber die machen nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung dieses Landes aus. Wäre es so aufwendig gewesen, auch etwas über die Situation in der katholischen Kirche zu schreiben?
Was dann über die "dunkle Seite" der Bibel kommt, ist leider auch enttäuschend. Im zweiten Kapitel werden der heilige Krieg und die historischen Konsequenzen des israelitischen Erwählungsglaubens behandelt. Das dritte Kapitel erörtert den Antijudaismus im Neuen Testament. Leider werden aber andere problematische Stellen der Bibel, die nach wie vor ihren negativen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben, überhaupt nicht erwähnt. Dazu gehören das patriarchalische Weltbild der Bibel und die dem Christentum inhärente Misogynie, die ihren Ursprung in den Paulusbriefen hat, die neutestamentliche Intoleranz, die zu zahllosen Verfolgungen sogenannter "Ketzer" und Ungläubiger führte und noch heute die Einstellung der Kirchen zu den vermeintlichen Konkurrenten, den "Sekten", prägt, sowie nicht zuletzt die Homophobie, die ebenfalls unsagbares Leid verursacht hat. Es ließen sich noch andere Ungerechtigkeiten aufführen, die hier den Rahmen sprengen würden, aber die in dem schmalen Buch üder "das Unheilige in der Heiligen Schrift" Platz finden hätten können.
Versteht man die Bibel als Literatur aus vergangenen Epochen, kann sie wirklich erhebend sein. Vor allem einzelne Teile des Alten Testaments gehören zu den Glanzstücken des menschlichen literarischen Schaffens. Versteht man sie aber als Wort Gottes, kann sie die dunkelste Seite des Menschen wecken, wie die vergangenen zweitausend Jahre christlicher Geschichte zeigen. Zumindest ist es dem Buch ansatzweise gelungen, dieses Thema anzusprechen.
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26 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Dem Professor der Uni Göttingen gelang mit diesem Taschenbuch eine perfekte Darstellung des elementaren Problems der christlichen Kirchen: Dem Festhalten an der Behauptung, die Bibel sei Gottes Wort! Daraus resultieren einerseits eine Erniedrigung des Allwissenden, andererseits die Glaubenskrise mit ihren Kirchenaustritten. Die historische und wissenschaftlich-theologische Beweisführung ist gründlich und überzeugend, aber auch die Lösungsvorschläge für eine Relativierung der Bibel mit einem Jesus von Nazareth, der als normaler Mensch für uns geboren wurde und starb. Die christlichen Kirchen haben das Jahr 2004 zum Jahr der Bibel erkoren - dabei werden sie am Inhalt dieses Buches nicht vorbeikommen!
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16 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lüdemann ist kein Maßstab 14. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Nicht zuletzt nach dem interessanten und offenen Diskurs, den Lüdemann und Thiede geführt haben, hat es m.E. Lüdemann verwirkt, sich so maßlos über die Bibel zu äußern - er gibt allerdings, und daß rechne ich ihm hoch an, zu, daß er nichts mehr glaubt und sich nur noch bezahlen läßt, um es salopp auszudrücken. Das unterscheidet ihn von vielen anderen sogenannten Theologen, die zwar eifrig dozieren, aber selbst nichts mehr glauben, da sie sich von der unwissentschaftlichen historisch-kritischen Methode (der Begriff ist schon unsinnig) verwirren ließen !
Ein Stern ist noch zu viel.
Meine Empfehlung: alle Bücher von Carsten Peter Thiede !!!
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