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am 9. August 2012
Wo "Robert Gernhardt, Bernd Eilert, Peter Knorr" draufsteht, da ist fiese Komik drin -- so auch hier. Teilweise jedenfalls. Der Titel weist drauf hin, was Gernhardt und Knorr diesmal im Visier haben: Die allgegenwärtige Anbetung jenes ominösen "Ungeheuers von Well Ness", das einem heutzutage an allen Ecken auflauert: Diffuses Wohlbefinden, gepaart mit political correctness. Wahrlich ein Ungeheuer... Wie es sich gehört für ein Ungeheuer, hat dieses mysteriöse Ungetüm jede Menge Unterspezies auf Lager, auf dass es auch dem gemütlichsten Zeitgenossen ungemütlich werde -- und für Gernhardt und Knorr ausreichend Stoff zum Aufspießen bereitliegt. Und so legen sie los mit ihrem Aufspießen des Ungeheuers von Well Ness, in all seinen Varianten: Sanfte bzw. weniger sanfte Medizin, Wohnkultur der verschärften Art, kulinarischer Unfug, zwanghafte Heiterkeit auf allen Kanälen und die betulich-tolerante und politisch korrekte Sexualkunde... und natürlich der schiere Spaß am Nonsens, wenn "Der Inselpfarrer" minutenlang haarscharf an der Grenze zum Banalen entlangschrammt (Obacht! Man muss in der richtigen Stimmung sein, um darüber lachen zu können). Einige Perlen haben sie selbstverständlich dazwischen versteckt, etwa Gernhardts Baltendeutsch im hochprozentigen "Erntedankfest" oder der kenntnisfreie, aber umso virtuoser dichtende zugeneigte Prüfling im "Medizin-Examen". Und einige Male haben sie mit ihren Nummern ins Schwarze getroffen. Einige Male, wie gesagt -- leider nicht die ganzen 55 Minuten lang.

Aber der Reihe nach: Bei der CD "Das Ungeheuer von Well Ness" handelt es sich um den Mitschnitt einer Lesung von Robert Gernhardt und Peter Knorr 2004, den Knorr für die CD anschließend bearbeitete. Das Bearbeiten ist ihm zwar gut gelungen (mit einem Rätsel allerdings: Warum ist Gernhardts "Diät-Lied" im Booklet abgedruckt, obwohl es nicht einmal teilweise vorgetragen wird), und zweifellos war die Lesung damals ein Volltreffer. Aber von den beiden Großmeistern der präzisen Beobachtung und des noch präziseren Parodierens gibt's bessere CDs. Daran sind nicht die beiden schuld; ihr Witz ist nicht flach, aber -- er nützt sich diesmal ab mit der Zeit. Was nämlich bei einer Lesung hervorragend zwischen zwei feinen Satiren überleitet, das verträgt nicht unbedingt öfteres Anhören: Sei es "Das Wunder des Ärgerns", eine leicht variierte Nummer, die Gernhardt in den 70er Jahren mal für Otto Waalkes verfasst hatte, oder sei es "Ökumenischer Dialog, Trinkerbeerdigung", und leider noch ein paar mehr als nur zwei, drei Aus- bzw. Abrutscher. Schlecht sind sie nicht, im Gegenteil -- aber vom Meister Gernhardt gibt's nunmal besseres. Glücklicherweise auch hier.
In Hochform sind Robert Gernhardt und Peter Knorr stets dann, wenn sie zeitgenössische Kultiviertheitsspleens parodieren, inclusive dem zugehörigen Jargon: "Schlimmer Wohnen" nimmt die ambitionierten Gruseleien gewisser Fachzeitschriften ebenso gekonnt auf die Schippe wie "Chefkoch Lustigmann" diverse Kochsendungen. "Der Ärzte-Stammtisch" wiederum ist ganz einfach komisch und beruht, wie mir scheint, auf genauer Beobachtung gewisser Kreise (nicht unbedingt Medizinerkreisen) und populärhistorischer Fernsehsendungen.
Wenn schließlich die betulich-nassforsche sexuelle Variante der omnipräsenten political correctness vorgeführt wird, etwa mit "Warum manche Männer Mädchen lieben", dann ist man versöhnt mit einigen nicht so ganz ins Schwarze treffenden Nummern.
"In Ewigkeit Amrum", um's mit dem Inselpfarrer zu sagen.
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am 25. Mai 2009
Viel weniger scheu als das Ungeheuer von Loch Ness sei das "Ungeheuer von Wellness". Und so habe es Robert Gernhardt, Bernd Eilert und Peter Knorr zufolge "sieben Helfer" bzw. "Säulen des Wohlseins", mit denen es den Menschen das Leben angenehmer mache.

Als erstes "Den Pfarrer", der in Gestalt eines Inselpfaffen eine schwachsinnige Rede aus Sprachspielen um Inselnamen hält. Obwohl klar wird, wie's gemeint ist, hebt sich die Qualität nicht so ganz deutlich von der eines Willy Astor ab. "Der Arzt" will als Professor von einem Studenten eine Diagnose hören, der sich jedoch um die Antwort herumdichtet. Erinnerte mich an das wundervolle Gedicht mit dem bewegten bzw. zersägten Gast, das Robert Gernhardt in den frühen '80ern für Otto Waalkes geschrieben hatte. Äußerst originell dagegen, wie sich Pflanzen, die für alkoholische Getränke stehen, im Namen "der Bauern" beim Erntedankgottesdienst dichtend darüber streiten, welche denn nun die wohltuendste sei. "Der Lifestylist" hält als Einrichtungsfachmann eine eher alberne Quatschrede an Wohninteressierte. Aufhänger für einen kalorienhaltigen Dialog ist "Die Ernährungswissenschaftlerin" - ein Text, in dem es allerdings mehr ums Trinken geht. "Der Hirnforscher" bringt dann tatsächlich mit "Das Wunder des Ärgerns" eine im Original für Otto Waalke geschriebene Nummer; wer kennt es nicht: "Kleinhirn an Großhirn ...". Zuletzt zeigt "Der Eheberater" einem Paar, wie es im geistigen Einvernehmen den gemeinsamen Sprössling an fahrendes Volk loswerden könne. Als Zugabe gibt's noch einen Kurztext, in dem ein Fußballspiel zur Modeschau gerät.

Die mäßigen Illustrationen von Robert Gernhardt passen zu diesem Büchlein, das gar nicht mal schlecht, aber doch viel weniger originell und stimmig angelegt ist, als man es von den Autoren erwarten würde. Es reiht sich fast sogar nahtlos ein in die Druckerzeugnisse, die die Buchhandlungen so für Humor halten. Und da gehören diese Autoren eigentlich gerade überhaupt nicht dazu.
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am 28. Juli 2006
Die Tragik der Autoren - man kennt nur die Interpreten, nicht aber die Urheber der Texte. So auch bei Otto Waalkes. Die meisten seiner Wortspielereien (vor allem die kongenialen) stammen aus der Feder Robert Gernhardts. Daher ist es nur folgerichtig, dass ein gewisser Wiedererkennungswert vorhanden ist.
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am 16. Januar 2006
Ein eigentlich sehr nettes, lustiges Buch.... Wenn sich da nicht das Gefühl einschleichen würde, dass ich einige Texte in veränderter Form schon einmal von Otto Waalkes gehört habe. Ein Text, der mit der Milz, die fragt, ob sie sich auch ballen soll, ist meiner Meinung nach komplett von dem Ostfriesen übernommen. Daher gibt's von mir nur 2 Sterne.
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