Pläne sind etwas Notwendiges. Und Handlungsanweisungen für Notfälle haben selbstverständlich ihre Berechtigung. Aber wer sich darauf verlässt, behaupten Karl E. Weick und Kathleen M. Sutcliffe, steckt im Schlamassel. Denn vorgefertigte Pläne und dicke Handbücher führen nur zu oft dazu, dass Flexibilität vernachlässigt wird und dass schlicht vergessen wird, sich frühzeitig auf unerwartete Situationen vorzubereiten. Weick und Sutcliffe halten ein Plädoyer dafür, ständig Ausschau zu halten nach Warnsignalen, um unangenehmen Situationen zu begegnen, bevor sie grossen Schaden anrichten können. Die beiden amerikanischen Wissenschaftler schlagen vor, sich an "High Reliability Organizations" wie Krankenhäusern, Feuerwehren, Atomkraftwerken oder Flugzeugträgern zu orientieren. Sehr schwungvoll vorgetragen, aber letztendlich kaum mehr als ein Aufrütteln aus der eigenen Bequemlichkeit. Denn konsequent umsetzen werden wohl die wenigsten Unternehmen diesen Ansatz - eine Frage der Prioritäten. Wir empfehlen das Buch trotzdem allen Managern, die nichts dagegen haben, sich im gewohnten Trott stören zu lassen.