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Das Unbehagen im Subjekt
 
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Das Unbehagen im Subjekt [Broschiert]

Slavoj Zizek , Peter Engelmann , Andreas Leopold Hofbauer
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Broschiert, 1998 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 198 Seiten
  • Verlag: Passagen Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3851653092
  • ISBN-13: 978-3851653090
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 924.654 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Slavoj ?i?ek
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Zizek bricht eine Lanze

eu. In seinem neuesten Buch kommt nun endlich deutlich zum Vorschein, was Slavoi Zizeks vergnügliche Spinnereien stets zu verdecken drohten: Zizek ist alles andere als ein postmoderner Blender, vielmehr einer, der sich clair et distinct sowohl gegen die modischen Designerphilosophen verwahrt, die noch immer fleissig den Tod des Subjekt verkünden, als auch gegen alle Metaphysiker und modernen Obskurantisten, die von einem vitalistischen oder animalistischen Kern des Menschen faseln. Diesmal zieht er mutig aus, um eine Lanze für das reine, kartesianische Subjekt – ein Subjekt bar aller Subjektivität – zu brechen, das nach ihm die moderne Philosophie konstituiert, ohne dass diese das wisse. Hierzu liest er Descartes mit Dennetts «Philosophie des menschlichen Bewusstseins», Heidegger mit Kant (und nicht umgekehrt), stellt die heutige politische Subjektivität anhand einer Lektüre von «L'être et l'événement» des im deutschsprachigen Raum noch wenig bekannten Alain Badiou vor und folgt zuletzt in einem seiner obligaten musikalischen Intermezzi den Spuren romantischer Subjektivität bei Robert Schumann. Der zentrale und zugleich gewagteste Teil des neuen Buches von Zizek besteht in seiner Heidegger-Lektüre einer Art «Kant als die Wahrheit Heideggers»: Nach Zizek hat Heidegger «Kehre» weniger mit einer Abwendung von den letzten Resten der Metaphysik in «Sein und Zeit» zu tun, wie gemeinhin angenommen wird und wie Heidegger selbst versicherte, sondern mehr mit Heideggers «traumatischer» Lektüre der Kantischen Einbildungskraft, deren radikales Bedenken der abgründigen Subjektivität ihn zwang, sich von einem Denken des Subjekts (sprich: von Kant) ab- und dem Denken des Seins (sprich «Heidegger II») zuzuwenden.

Kurzbeschreibung

Die Verortung des Subjekts im Grenzgang zwischen Philosophie und Psychoanalyse – ein spannender Beitrag zu einem alten Streit: der Frage nach dem Subjekt.

Was hat die Psychoanalyse zur Philosophie beizutragen? Gibt es ein Vorrecht der Philosophie, die Grundlagen der Psychoanalyse zu definieren? Slavoj Žižek untersucht paradigmatisch für diese Fragen die Konzeption des Subjekts in der Psychoanalyse und vergleicht sie mit philosophischen Theorien der Subjektivität. Er zeigt, wie Jacques Lacan Descartes’ Begriff eines autonomen, dekontextualisierten Subjekts übernimmt, dieses Subjekt aber zum zweifelnden, strauchelnden, phantasierenden Schöpfer seiner illusorischen Welt werden läßt. Entsprechend interpretiere Lacan das Unbewußte als eine psychische Maschine, die jegliche Erfordernisse des Realitätsprinzips mißachte. In der Studie zum Unbehagen im Subjekt tritt Žižek mittels des Lacanschen Modells deshalb an, philosophische Konzeptionen, die in Opposition zu Descartes die Lebenswelt konstitutiv in die Konzeption des Subjekts integrieren, zu dekonstruieren: weder Heideggersches In-der-Welt-Sein noch die Modelle der Kognitionswissenschaften, der klassischen Ethik und der politischen Theorie sind geeignet, die Plausibilität der modernen Version von Subjektivität, die Jacques Lacan für die Psychoanalyse fruchtbar machte, zu erreichen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das erste, was mir positiv an diesem Buch auffiel, ist, daß Zizek offenbar ebenfalls der Überzeugung ist, daß wir mit der Philosophie Martin Heideggers zuwenig anfangen (oder, in Heideggers Worten: sie zuwenig mit uns anfangen lassen) und daß das anders werden sollte. Das hat was. Und flux rollt Zizek die Heideggersche Kant-Lektüre wieder auf, wobei er Erstaunliches zu Tage fördert. Er ist in der Lage, zu zeigen, daß die Kant-Auslegung Heideggers, v.a. in "Kant und das Problem der Metaphysik" (1929) Heidegger abgeschreckt haben muß; um es anders zu sagen: Er hatte plötzlich Angst vor der eigenen Currage und zuckte...wohin ?- in die Seinsgeschichte. Alles -nur nicht diese vernichtenden Konsequenzen (für die Philosophie, die von einem anderen "Beender": Hegel -sehr lebendig beendet wurde...)denken, die aus Kants transzendentaler Einbildungskraft folg(t)en. Dieses Trauma muß auch Kant gespürt haben. Alleine dieses Kapitel rechtfertigt die Geld-Anlage. Aber: das Buch hat noch mehr zu bieten: das III. Kapitel zum Beispiel: ein weiterer Versuch, Worte fürs Wort-lose zu finden: Zizek umschreibt das Lacan'sche "Reale", der wohl rätselhafteste Begriff (es es ein Begriff ?) der gesamten Lacanischen Teminologie, und erörtert daran die Konsequenzen für eine Ethik der Psychoanalyse, worüber Lacan seinerzeit ein Seminar abhielt; woraus allerdings nur wenige ein konkretes Verständnis dessen hinwegtrugen, was das Reale denn nun ist ...
Darüber hinaus ist das Buch qualitativ hochwertig: schön anzusehen; es macht Spaß darin zu lesen und anschließend darüber nachzudenken. Ohne letzteres kommt man allerdings nicht aus...
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