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Das Uhrenstellinstitut: Roman Gebundene Ausgabe – 20. August 2008


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (20. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446230629
  • ISBN-13: 978-3446230620
  • Originaltitel: Saatleri Ayarlama Enstitüsü
  • Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 4,6 x 19,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 337.599 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ahmet Hamdi Tanpinar, geboren 1901, veröffentlichte schon 1921 seine ersten Gedichte. Nach einem Studium der Literaturwissenschaft arbeitete er zunächst als Gymnasiallehrer. Schließlich kehrte er nach Istanbul zurück und unterrichtete u.a. türkische Literatur am American College. 1939 wurde er Professor für türkische Sprache und Literatur und hatte bis zu seinem Tod 1962 den Lehrstuhl für moderne Literatur am Turkologischen Institut inne.
Tanpinar war einer der angesehensten Literaturwissenschaftler der Türkei; ein sensibler, westlich gebildeter Autor, der die kulturellen Werte der osmanischen Tradition nicht aufgeben wollte. Seit man in der Türkei die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte unverkrampfter betreibt, haben seine Romane, insbesondere »Seelenfrieden«, Kultstatus gewonnen.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ahmet Hamdi Tanpinar, 1901 in Istanbul geboren, studierte Literaturwissenschaften und arbeitete danach zunächst als Gymnasiallehrer. Später lehrte er an der Akademie der schönen Künste und an der Universität von Istanbul. Tanpinar starb 1962. Das Uhrenstellinstitut wurde im gleichen Jahr posthum veröffentlicht.

Dietmar Mues, 1945-2011, wurde in Dresden geboren. Er war Schauspieler und Drehbuchautor und arbeitete nach zahlreichen Bühnenengagements zehn Jahre am Hamburger Schauspielhaus. Seit 1986 war er freiberuflich tätig. Für Hörbuch Hamburg hat Dietmar Mues zahlreiche Hörbücher eingelesen, u.a. Timbuktu von Paul Auster, Small World von Martin Suter und fast alle Krimis von Heinrich Steinfest. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wortwerkstatt am 30. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Die Türkei ist Schwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Durch die bücherherbstlichen Bemühungen verschiedener Verlage werden hoffentlich auch bei uns türkische Autoren/Innen bekannter als bisher. So auch der Autor Tanpinar, dessen Buch Das Uhrenstellinstitut" im Türkischen bereits 1962 erschienen ist. Dieser Autor dürfte den meisten unbekannt sein, er fand bisher nur im Buch Istanbul" des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk als einsamer Stadtspaziergänger Erwähnung.
Am Beispiel des Uhrenstellinstituts, welches in der ganzen Türkei die Genauigkeit der Uhren prüft, wird sinnbildlich der Aufbruch und die Modernisierung der Türkei gezeigt.
Hayri Irdal, der begriffsstutzige und sympathische Ich-Erzähler, beschreibt hier rückblickend die Stationen seines Lebens. Von einer abgebrochenen Uhrmacherlehre über eine Beamtenstelle, Arbeitslosigkeit, unglückliche Ehen, die Bohemekreise in den Istanbuler Kaffeehäusern bis hin zum wahnwitzigen Unternehmen eines Hunderte von Angestellten zählenden Uhrenstellinstituts in Istanbul. So finden sich hier jede Menge skurriler Figuren, Abenteurer, Spinner, Psychoanalytiker und nicht zu vergessen der Lebenskünstler Halit Ayarcy, dem es dank seiner politischen Beziehungen gelingt, die Finanzierung und Realisierung des Uhrenstellinstituts genehmigt zu bekommen. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld
bestraft, aber auch Rabatte sind möglich. Irgendwie fühlte ich mich beim Lesen dieses Buches immer wieder an Pessoas Buch der Unruhe oder an Gontscharows Oblomow erinnert. Das Uhrenstellinstitut ist eine intelligente und unterhaltsame Satire, die durch Tanpinars stilistische Eleganz und überschäumende Phantasie gekonnt die Geschehnisse um wichtigtuerische Bürokratie und den natürlichen Drang des Menschen zur Faulheit aufzeigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von """""""""""K""""""""""" am 14. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman des 1909 geborenen Schriftstellers knüpft nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend an sein erstes Buch das die Zeit davor beschreibt an.
Am Beispiel des neu gegründeten Uhreneinstellinstitut das in der ganzen Türkei die korrektheit der Uhren prüft wird sinnbildlich der enorme Aufbau des meist unproduktiven Beamtenapperates der Nachkriegstürkei gedacht.Aufgebaut von einem Lebenskünstler und einem süffisanten Protagonisten der keinerlei Talente aufweist wird das System fast bis zum Überwachungstaat ausgebaut.
Nun mag man kaffkareske Züge vermuten,diese tauchen aber nicht auf,sondern das ganze Buch ist eingetaucht in einen Zeitgemäßen Humor der die Klugheit des mittlerweile verstorbenen Autors zum Vorschein bringt.
Satirischer Roman. Erschienen ist der Roman bereits 1962. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld belegt,Rabatte sind möglich, Bedenken sind beim gutlaufenden Uhreninstitut verboten da das Institut immer wachsen muß da sonst alle Mitarbeiter arbeitslos werden und ihren Lebenstandard verlieren.
Nicht neu,wahrscheinlich auch nicht das beste Buch der Türkei,aber interessant und kurzweilig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Roland F. am 30. Oktober 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ahmet Madi Tanpinar ist für mich persönlich die Entdeckung dieses Jahres (neben Jean-Marie Gustave LeClézio).
"Das Uhrenstellinstitut" ist ein großartiger Roman mit einem ganz ungewöhnlichen Helden.
Ist Hayri Irdal ein Mann ohne Eigenschaften?
Oder ist er ein osmanischer Zeno Cosini?
Vielleicht gar ein türkischer Oblomov?
Arbeitslos, verwitwet und in Kaffeehäusern versumpernd, lernt er den Lebemann und Lebenskünstler Halit kennen, der ihm rasch die Gründung eines Uhrenstellinstituts anbietet, ein Institut, das eigentlich niemand braucht, obwohl es niemand umgehen kann. So wird aus Hayri Irdal ein wichtiger Mann, er wird Inhalt von Zeitungsberichten, Interviews, Tratsch und Neid.
Ein Buch über die Vergänglichkeit der Zeit, über ihren Wert, ein wunderbares Gesellschaftsbild und ein herrlicher Schelmenroman mit Figuren, die so sympathisch sind, dass sie sicherlich noch lange ihren Unfug in meinem Gedächtnis treiben werden...
Großartig! Absolute Leseempfehlung.
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