In der Post-Grundge-Zeit der früheren 90er wurde der Metal von Bands wie Pantera oder auch Prong bestimmt. Die damals zeitgemässe Schwermetal-Musik wurde bestimmt von tiefgestimmten Gitarren, Stakatto-Riff im Midtempo und unmelodiösem "Gesang" um sozialkritische, teils kryptische Texte. Die Band "Fleischmann" wagte damals noch vor Rammstein auf "Das Treibhaus" das Experiment, diese Musik mit deutschen Texten zu produzieren, und erreichte damit Kultstatus. Fleischmann klingen hier ähnlich wie Prong, nur eben mit deutschen Texten. Das einzige Manko dieser Musik ist jedoch der deutsche Gesang. Die Texte sind wirr, eine Mischung aus überladener Symbolik und Zeilen ala "Reim dich, oder ich fress dich", die Stimme des Frontmannes klingt auch nicht sonderlich charismatisch, eher wie das gequetschte Geknurre eines frustrierten Busfahrers, kurz vor dem Amoklauf. Jedoch ist die Musik Fleischmannes in dem hervorragend, was in dieser Musik den Ausschlag gab: sie produzieren Riffgewitter, die durchaus auch die Klasse grösserer englischsprachiger Acts erreichen. Einige Lieder machen wirklich Spass, so der Opener "Staub", "Traum", "Krank", "Sehnsucht", oder auch das Kraftwerk-Cover "Roboter". Zwischen 3 und 4 Sternen ist angemessen.