Wer sich von diesem 5. und bisher letzten Teil des Gezeitenweltzyklus das große Finale erwartet, der wird enttäuscht werden.
Dieser Teil ist mit Abstand der schlechteste und langweiligste. Eine zeitweise unzusammenhängende Geschichte, in der die Dinge dahinplätschern, abgelöst von Beschreibungen, wie ein Geier die ganze Sache sehen würde.
Teilweise blitzt der im Klappentext angepriesene Witz durch, der sich hauptsächlich zwischen dem Protagonisten Mojeb und seinem Freund, dem Ritter Seffenaiu, sowie bei der Beschreibung der Geiergedanken, entwickeln kann.
Erst auf den letzten 100 Seiten baut sich eine Spannung auf, als die Welt zwischen Traum und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnt. Diese kann aber leider nicht aufrecht erhalten werden, da das, was so bedrohlich begonnen hat, einfach plötzlich vorbei ist.
[Achtung: Spoiler] Unverständlich ist auch, wie die immer wieder angesprochene Suche nach der Frau auf dem Bildnis mit einem bedeutungslosen plötzlichen Treffen und einem noch bedeutungsloseren, emotionslosen Beschreibung (in ungefähr 3 Sätzen) der Beziehung, der Geburt des Kindes und dem Verschwinden der Frau, von dem Autor so plötzlich beendet werden konnte. Weder die Frau, noch das Kind spielen irgendeine Rolle.
Die zahlreichen Druckfehler machen das Buch nicht besser.
Fazit:
Im Vergleich mit den anderen Bänden des Gezeitenweltzyklus eine schwache Fortführung, die man natürlich der Vollständigkeit halber dennoch lesen sollte.