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Das Torhaus: Roman
 
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Das Torhaus: Roman [Broschiert]

Helga Dreher
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 427 Seiten
  • Verlag: Bertuch Verlag (19. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937601767
  • ISBN-13: 978-3937601762
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 624.152 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Helga Dreher
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Alma Winter hat alles, was andere sich wünschen: Attraktivität, persönliche Unabhängigkeit und eine unerwartete Erbschaft. Doch irgendetwas fehlt in ihrem Leben ... und dann ist da noch das Geheimnis des geerbten Torhauses. Es entwickelt sich eine problematische Liebesbeziehung, verwebt in die spannende Handlung um die Sanierung des Torhauses und ein mysteriöses Paket. Der Roman spielt in Weimar.Eine mysteriöse Erbschaft mit Folgen: Sind Sie sicher, dass Sie hierher wollten? Aus dem Seitenfenster des Taxis sah sie eine mit Graffiti besprühte Hauswand, die in der Nachmittagssonne schmutzig-silbern glänzte Nein, sicher ist sich Alma keineswegs, als sie an diesem Tag in Weimar aus dem Taxi steigt. Eine unverhoffte Erbschaft hat sie an diesen Ort und vor dieses Haus geführt. Alma Winter, Anfang dreißig, fühlt sich fremd und ein wenig verlassen an diesem regnerischen Tag in der Klassikerstadt. - Aber schneller als gedacht findet sie sich in einem Kreis von Freunden wieder, alles echte und zupackende Thüringer, die sie fest an die Hand nehmen. Es geschehen Liebesgeschichten und andere Katastrophen. - Doch das Torhaus birgt ein Geheimnis, das Alma zum Handeln zwingt

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Frank
Format:Broschiert
Ich habe den Roman mit großem Gewinn gelesen; ich möchte einige Gedanken zum Buch äußern, vor allem darstellen, was der Autorin aus meiner Sicht besonders gelungen ist.
Der Einstieg in die Geschichte, namentlich der erste Satz, ist in seiner Prägnanz einfach genial, baut sofort Spannung auf und korrespondiert auf diese Weise mit dem geheimnisvollen Titelfoto. Dieses Foto macht neugierig: Eine Frau dreht uns den Rücken zu, wir können in ihrem Gesicht nicht lesen, was sie beim Betrachten des Hauses empfinden mag; es handelt sich offenbar um eine junge Frau, die sich für ein offenbar altes Haus interessiert; eine junge Frau, ein altes Haus - eine ungewöhnliche Konstellation, die das Leseinteresse zusätzlich anregt.
Die Geschichte ist aktionsreich; ständig passiert etwas Neues, Spannendes, manchmal abrupt, nicht sofort deutbar. Der Leser wartet auf erhellende Rückblenden und wird nicht enttäuscht. Das Geheimnis um Onkel Ewalds Erbe erschließt sich nur allmählich; der Leser ist neugierig auf die Auflösung am Ende, hat aber überhaupt nichts dagegen, wenn diese sich verzögert.
Die kursiv gedruckten Handlungsteile machen den Leser zunächst stutzig: Wer oder was ist das? Dann wird ihre Funktion immer deutlicher: Sie sollen einerseits zeigen, in welch bedrohlicher Situation sich Alma befindet, andererseits aber auch des Lesers Vermutungen über des Rätsels Lösung anregen.
Der Autorin sind einige liebenswerte Figuren gelungen. Vor allem die "echten und zupackenden Thüringer" (Verlagstext), aus denen Sieglinde und Moni in ihrer Bodenständigkeit noch herausragen, haben mich beeindruckt. Und nebenbei: In den Episoden mit Sven und Alexander erfährt man, wie Englisch-Unterricht funktionieren kann.
"Von Berufs wegen mit einem besonderen Gespür für Sprache begabt", heißt es in der TLZ-Rezension vom 17.02.2010 über die Autorin; wer das Buch gelesen hat, kann dem nur zustimmen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Clever - Das Torhaus 15. Oktober 2010
Format:Broschiert
Im ersten Abschnitt des Romans, in dem die Verfasserin sowohl die Ereignisse von sieben aktuellen Tagen als auch diejenigen von den dorthin führenden Tagen schildert, ohne auf verwobene Erinnerungen und Reminiszenzen zu verzichten, kommt Alma, eine empfindsame und interessante junge Frau in Weimar an, wo sie ein unerwartetes Erbe aus dem Nachlass ihres Großonkels in aller Wahrscheinlichkeit entgegennehmen wird, obwohl vage Zweifel an die Legitimität der Geldquelle, die das Erbe hervorgebracht hat, für sie noch nicht ausgeschlossen sind. "Alles legal!" kommentiert der Notar.
Dabei dreht es sich um die Mittel zum Kauf des bekannten Torhauses in Weimar und zur Finanzierung dessen Renovierung, die ihr Onkel, wohl ein ehemaliger DDR-Funktionär, aufgebracht hat.
Weimar ist eine freundliche Stadt - Alma fühlt sich willkommen. Helga Dreher hat viele Handlungsstränge aus Almas ersten Begegnungen und aus dem blühenden Leben in Weimar hergeleitet - allein der Geschäftigkeit um den "Busfahrer"-Kiosk in der Nähe des Torhauses ist ein Pariser Flair angedichtet worden, der Emile Zola sofort in voller Blüte aufleben lässt. Mit Sicherheit würde manche Germanist im Kiosk einen Gegenentwurf zum Torhaus sehen. Dort die Klassik, hier das Moderne. Dort das bleibende, deutliche, konforme -- hier das menschliche, das sich verändernde.
Ein Flashback zu einer glücklichen Zeit, die Alma in Penzance/Cornwall, GB verbracht hat, verrät eine weitere Dimension des Romans, nämlich Almas Suche nach ihrer wahren Selbst - eine humanistisch verstandene Selbstorientierung - durch den Neuanfang in Weimar, aber auch durch ein back-to-the-roots-in-Thüringen Gefühl, das sich in ihr entwickelt.
Alma, Erbin des Torhauses und Hauptfigur des Romans braucht anfänglich in der Tat viel Zuneigung und viel psychologische und tatkräftige Unterstützung aus den Personenkreisen des Kiosks und des Notarbüros, um handlungsfähiger zu werden. Helga Drehers Kommentar später im Roman etwa: "Abitur gemacht, in Göttingen studiert und doch nicht lebensfähig." Amen. Die Freundlichkeit der Weimarer wird durch eine mysteriöse Stasipräsenz leicht relativiert, die die Autorin und der Verlag drucktechnisch anders gesetzt haben - quasi eine parallele Welt.
Allerdings nimmt Almas Leben in Weimar eine gute Entwicklung, aus der sie nach vielen haarigen Situationen gefestigt durch Freundschaft und durch gemeinsame vernünftige Überlegungen als bewundernswerte Frau hervorgeht. Ein Intermezzo in Penzance während der Erzählzeit stärkt sie weiter.
Viele Nebenfiguren sind sehr gelungene Cameos, die nicht nur den Leser erfreuen, sondern durch ihren Einfluss auf Alma die Glaubhaftigkeit ihrer Entwicklung untermauern.
Sehr zu empfehlen für Winterabende oder für zusammenhängende freie Tage, da die Autorin sehr geschickt und zunächst vom Leser unbemerkt die Spannung anzieht, und dann kann man wirklich nicht mehr das Buch aus der Hand legen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alma Winter kehrt heim 25. März 2010
Format:Broschiert
Alma Winter kehrt heim

Man merkt diesem Buch an, dass es aus Freude am Schreiben entstanden ist. Und weil es der Autorin offensichtlich Spaß gemacht hat und sie den Lesern Kurzweil bereiten wollte, ist das Buch sowohl unterhaltsam als auch spannend, es fühlt sich gewissermaßen wohlig-warm an und bringt einem doch gleichzeitig die schöne und grimmige Welt näher, lässt einen an ihr zweifeln und ihr doch etwas zutrauen, z. B. ein erfülltes Leben.
Fragen wir uns, wie Helga Dreher das erreicht.
Da ist zuerst über ihr Medium, die Sprache, zu reden. Es gelingt der Autorin von Beginn an, durch Wortwahl und Satzbau, durch Textstruktur und Gedankenführung die Leser in die Handlung hineinzuziehen und in den Kreis ihrer Personen so einzubinden, dass man sich gar nicht wieder herauslösen möchte. Die Sprache wird lebendig durch ihre geschickt-einsichtsvoll zu Tage geförderte und für die Charakterisierung von Personen, Situationen und Handlung genutzte Doppelsinnigkeit, den gepflegten Spannungsbogen der Sätze und die sparsame und dadurch wirksame Verwendung schmückender und verstärkender Beiworte. Mit sicherem Formgefühl ist die Autorin der Gefahr entgangen, die soziale Zugehörigkeit ihrer Personen oder ihren Bildungsstand mit den üblichen abgeschliffenen oder nachlässigen Sprachformen zu kennzeichnen. Sie hat stattdessen Wortwahl und Satzbau den Situationen so angepasst, dass dem Leser ein lebensnahes Bild vor Augen tritt. Das zeigt sich besonders in den Dialogen, eine der Stärken der Autorin.
Das zweite Mittel, dem der Roman seine Anziehungskraft verdankt, ist die Phantasie Helga Drehers. Sie erfindet um das Coudray-Torhaus in der Erfurter Straße in Weimar lebendige Schicksale, die, einmal erzählerisch begonnen, sich wie von selbst, mühelos, den Leser mitnehmend, fortschreiben. Das soll heißen, man sieht dem Text die Mühe des Schreibens nicht an, was von jeher ein Merkmal guter Literatur ist.
Drittens kommen wir zum lokalen und zeitlichen Hintergrund des Romans. Weimar, Neustadt an der Orla, Cornwall in Großbritannien - welch ein gewagtes und gelungenes Nebeneinander und Miteinander von Atmosphäre, Kultur, Lebensgefühl, alles in den Dienst der Handlung und der Charakterisierung der Personen gestellt. Die Gewährsleute und Freunde, die Alma Winter in Cornwall gewinnt, werden erst am Ende der Geschichte mit den Weimarern zusammengeführt, aber von Beginn an, wie ein unsichtbares Spannungsfeld, das Alma umgibt, spielen sie eine Rolle für ihre Haltung, Motivation, innere Gestimmtheit und gesellschaftliches Gebaren sowie ihre zum ersten Mal im Leben sich deutlich ausprägende Empathiefähigkeit.
Helga Drehers Buch ist Phantasie und Wirklichkeit und lässt demzufolge Vergangenheit und Gegenwart unseres Landes, Böses und lange gewachsenes und niemals verlorengegangenes Gutes zu einem Zusammenklang des Lebens werden, der einem das Klagen vergessen und Freude am Mitfühlen und Teilnehmen gewinnen lässt.
Dieses Buch über eine mysteriöse Erbschaft und Almas Rückkehr in ihre Heimat, Coudrays Torhaus, den Busbahnhofskiosk in der Fallerslebenstraße, Alma, Moni, Holger, Sieglinde, Benjamin, Sven, Alexander und die wunderbare Loretta Mühlwinkel sowie die warmherzig dargestellten Personen aus Cornwall, die unsterbliche Liebe und die Machenschaften dunkler Mächte gehört aufgeschlagen auf den Nachttisch jedes Buchfreundes.
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