Takuan hat zu einer Zeit gelebt, in der der spirituelle Einfluss auf den Schwertweg der Samurai wahrscheinlich am größten war. Sicher ist dass Takuan zumindest einen der größten Samurai, Yagyu Munenori, nachhaltig beeinflusst hat, denn der erste Teil des Buches ist ein Brief an Yagyu in dem er ihm Ratschläge in Sachen Praktizieren und Lehren des Schwertkampfes auf Grundlage des Zen, gibt. Das merkt man Yagyus Werk "Der Weg des Samurai" auch deutlich an. Ich habe "Das Tor zur heiteren Gelassenheit" vor Yagyus "Der Weg des Samurai" gelesen und musste feststellen, dass mir dadurch einige Stellen in letzterem verständlicher waren. Wobei ich anmerken sollte, dass ich Iaidoka (Schwertkampfkünstler) bin und mir von daher sicher einige Dinge ohnehin einfacher verständlich sind (unabhängig von der Iaido-Stilrichtung).
Takuan soll auch Einfluss auf den wohl bekanntesten Samurai, Miyamoto Musashi, gehabt haben. Und auch in dessen Werk "Das Buch der fünf Ringe" kann man zwischen den Zeilen den Einfluss des Zen herauslesen, obwohl er gleich in der Einleitung schreibt dass er für sein Buch "weder Buddhas noch..." verwendet hätte.
Ich würde "Das Tor zur heiteren Gelassenheit" auf jeden Fall jenen ans Herz legen die "Der Weg des Samurai" und "Das Buch der fünf Ringe" bereits gelesen haben oder es vorhaben.
Interessant könnte es sicher auch für jene sein, die ernsthaft eine Kampfkunst (nicht nur zum Zweck der Selbstverteidigung) praktizieren oder sich im Allgemeinen für Zen interessieren.