Kurzbeschreibung
Sahar Khalifa leitet ein Frauenzentrum im palästinensischen Nablus. Ihre Erfahrungen bringt sie in den vorliegenden Roman ein, der, seiner ungeschönten Darstellung wegen, im Nahen Osten heftig attackiert wurde. Es geht vor allem um die Frage, was die Infada den Frauen gebracht hat. Hauptfiguren sind die Studentin Samar, die ihr traditionalistischer Bruder ins Haus "zurückprügelt", und die zwischen allen Fronten stehende schöne Prostituierte Nasha, die, allgemein verachtet, von den ehrenwerten Ehemännern ihres Viertels nur zu gerne aufgesucht wird.
Über den Autor
Sahar Khalifa wurde 1941 in Nablus, Palästina, geboren. Mit achtzehn Jahren ging sie eine traditionelle Ehe ein, die dreizehn Jahre dauerte. Nach der Scheidung begann sie sich verstärkt dem Schreiben zu widmen, studierte in den USA und arbeitete als Dozentin an der Universität Bir Zeit. In Nablus gründete sie ein palästinensisches Frauenzentrum, das sie neben ihrer schriftstellerischen Arbeit leitet. Heute lebt sie in Nablus und Amman. Für ihren Roman »Die Verheißung« erhielt sie 2006 in Kairo die Nagib-Machfus-Medaille.