Vor etlichen Jahren bin ich gestartet mit "jung,blond,tot" und habe danach alle Andreas-Franz-Krimis mit Julia Durant gelesen, vielleicht auch deshalb, weil ich zu dieser Zeit in der Frankfurter Gegend gelebt habe. Ich fand die Bücher eigentlich immer sehr spannend, obwohl die Plots im Grunde immer die gleichen sind (extrem vermögende Bösewichter, Rache, sexuelle Obsessionen, seelische Abgründe..) die letzten Bücher (Kaltes Blut, Das Verlies, Tödliches Lachen) waren schon sehr ärgerlich - schlechter Schreibstil, hölzerne, völlig unglaubwürde Dialoge, vorhersehbare Entwicklung - aber das Todeskreuz stellt den absoluten Tiefpunkt dessen, was man sich antun sollte, dar. Es ist mir unbegreiflich, dass kein Lektor vorher eingeschritten ist und die Veröffentlichung dieses wirklich mies geschriebenen Buches in dieser Form verhindert hat "sie machte sich zwei Salamibrote und tat noch zwei Gurken dazu" - für diese Formulierung kassiert man bereits in der 4.Klasse eine 5 - mit Recht. Auf die übrigen Langweiligkeiten haben andere Rezensenten bereits hingewiesen (Stichwort abendliche Vollbäder), ich möchte das nicht alles wiederholen.
Fazit: vorhersehbarer Plot, Entwicklung der Story völlig unglaubwürdig, mieser Stil, absolut dilletantisch geschrieben. Finger weg.