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Das Tier in der Moral
 
 
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Das Tier in der Moral [Broschiert]

Ursula Wolf
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Taschenbuch EUR 14,80  
Broschiert, 1990 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 169 Seiten
  • Verlag: Frankfurt, Vittorio Klostermann (1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3465022335
  • ISBN-13: 978-3465022336
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 714.304 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ursula Wolf
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die meisten Menschen sind der Meinung, dass man Tiere nicht grundlos quälen sollte. Doch das millionenfache Leiden, das Tieren in modernen Gesellschaften zugefügt wird, zeigt, dass uns hier faktische Gründe genügen, die wir gegenüber Menschen nicht als moralisch relevant akzeptieren würden. Hinzu kommt, dass der Konsens hier schon endet. Konkrete Anwendungsfragen, z. B. ob und wann Tierversuche zulässig sind, ob das Töten von Tieren moralisch erlaubt ist usw., sind strittig. Das Buch arbeitet die Inkonsistenzen zwischen moralischem Anspruch und Praxis heraus, untersucht, was die wichtigsten moralphilosophischen Konzeptionen zur Frage beitragen und unternimmt den Versuch, sowohl eine geeignete Moralkonzeption zu entwickeln, die dem Anspruch, dass wir auch die Tiere einbeziehen wollen, voll Rechnung trägt, als auch erste Schritte zu einer Auseinandersetzung mit der Vorstellung vom besonderen Wert des Menschen zu unternehmen, die im alltäglichen Urteil gern zur Legitimation mangelnder R ücksicht auf Tiere herangezogen wird.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Kurz und knapp: Gutes Buch 25. November 2010
Format:Taschenbuch
Das Buch gehört sicherlich zu den besten deutschen Beiträgen innerhalb der Debatte.

Die Autorin beginnt klassischerweise mit dwer Skizzierung des Problems in der alltäglichen Praxis: die Doppelmoral, mit der Menschen agieren, wobei der Kantianismus Grundlage für die Behandlung anderer Menschen und der Utilitarismus (allerdings eine sehr rohe Version) für die Behandlung anderer Tiere zu sein scheint.
Neben der Skizzierung des praktischen Missstandes gibt sie eine Zusammenfassung einiger bisheriger Positionen und Lösungsversuche, samt ihrer Kritik an diesen. Ohne zu sehr inhaltlich einzusteigen geht es ihr vor allem um die Probleme der verschiedenen metaphysischen Annahmen und im Fall des Singerschen Utilitarismus um dessen Gesamtsicht Leid und Glück betreffend. Was für sie daraus folgt ist eine auf dem Schopenhauerschen Konzept des generalisierten Mitleids aufbauende, metaphysikfreie Ethik, die Elemente der Tugendethik, als auch des Utilitarismus übernimmt, diese jedoch weiterentwickelt und präzisiert.

Ihr Konzept ist gut begründet, wenn ich persönlich auch einige ihrer Kritikpunkte an anderen Konzepten weniger problematisch sehe und sie in den Folgen, bzw. moralischen Anforderungen, die sich für jeden ergeben deutlicher hätte werden können.
Trotzdem bleibt mein Urteil, dass Ursula Wolf mit ihrem Buch/Konzept für die Debatte auf jeden Fall eine Bereicherung, wenn nicht gar ein Fortschritt darstellt.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass es jedem gut tun würde, dieses Buch zu lesen, sicherlich auch als Einstieg in die Problematik. Davon ausgenommen sind natürlich auch nicht amazon und deren Mitarbeiter. Vielleicht könnte das auch ein Anfang einer reflektierteren und verantwortungsvolleren Firmenpolitik im Umgang mit einigen der angebotenen Produkte bedeuten.
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Von Hypathia
Format:Taschenbuch
Ausgehend von zwei Motiven - einem praktischen, nämlich der Vergegenwärtigung tierquälerischer Praktiken in der Massentierhaltung und bei Tierversuchen, und einem philosophischen, nämlich dem Bewusstsein der Unzulänglichkeit der vorherrschenden Moraltheorien - entwickelt Ursula Wolf, Professorin für Philosophie an der Universität Mannheim, aus der Mitleidsethik Schopenhauers heraus eine Moralkonzeption des generalisierten Mitleids. Die Hauptthese lautet, 'dass wir alle als solche mit Rücksicht behandeln sollen, die sich darin gleich sind, dass sie leiden können'. Dabei 'spielt nicht einfach das Mitleid als natürlicher Affekt eine Rolle, sondern die Vorstellung, dass so zu handeln ist, als ob man Mitleid hätte [...]'. Wolf lehnt aus der Konsequenz ihrer Gedanken Tierexperimente ab und betrachtet es als moralische Pflicht, sich vegetarisch zu ernähren.
Ein gedanklich komplexes und überaus niveauvolles Buch! Eine Pflichtlektüre für jeden, der in der Frage moralischen Handelns gegenüber unseren Mitgeschöpfen Orientierung sucht.
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