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Das Tier in Mir

Ed Csupkay Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (26. Januar 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Labels (EMI)
  • ASIN: B000KRMTW0
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 236.280 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Hinten Geht's Bergan
2. Loch In Der Brust
3. Einfach
4. Kopf
5. Kalter Wind
6. Garagenliebe
7. Das Tier In Mir
8. Wenn Wir Endlich Weitergehen
9. Worte Im Zorn
10. Holstein

Produktbeschreibungen

Rezension

Obwohl der aus der Bremer Vorstadt Blockdiek stammende Ed Csupkay mit „Das Tier in mir" sein erstes Werk vor legt, blickt Tschupkai, wie man den Herren ausspricht, bereits auf ein höchst bewegtes Rock ‘n‘ Roll-Leben zurück. Mit allem drum und dran: Er mischte als Gitarrist und Geiger bei Folk- Country- und Punk-Bands mit; bei namenlosen Geheimtipps aber auch bei Insidergrößen wie der Psychobilly-Band „Rumble On The Beach". Der Sohn ungarischer Auswanderer machte dazu vielfältig Karriere als Türsteher, Barmann, Clubbetreiber, Rausschmeisser, Packer im Hafen und als Tourmanager von Brachial-Bands wie Motörhead, Anthrax und Monster Magnet. Eine rustikale Biografie, keine Frage. Um so mehr überraschen die Töne, mit denen er sich erstmals vor einigen Monaten auf einer Bühne präsentierte.

„Das Tier in mir" scheint Csupkay halbwegs unter Kontrolle zu haben. Von artiger Dressur ist es allerdings himmelweit entfernt. So zeichnen sich die zehn größtenteils gemeinsam mit Produzent Sven Regener entstandenen Titel als ungeschliffene, authentische, eindringliche und – trotz akustischen Arrangements – ungestüme Kraftbolzen aus. So geradlinig wie der Mann auf dem Cover durch sein imposantes Brillen-Kassenmodell blickt, so geht er auch seine Songs an: Schnörkellos reimt er über verzweifelte Liebe („Kalter Wind"), unglückliche Liebe („Loch in der Brust") – und wie mit damit umzugehen ist („mach es dir einfach, trink langsam und viel" – aus „Einfach"). Er nölt über Frust und Wut („Wenn wir endlich weiter gehen", „Worte im Zorn") gewährt rätselhafte Einblicke in sein Innenleben („Das Tier in mir", „Kopf") und berichtet Erstaunliches über (Auto)Erotik („Garagenliebe) und Heimatverbundenheit („Holstein").

Wie der geneigte Leser schon erahnen kann, ist das nicht gerade der Stoff, der einem den Alltag fröhlicher zu gestalten vermag. Im Gegenteil: Die gemeinsam mit Musikern wie Malcolm Arison (Gitarre), Tex Morton (Lap Steel) und Richard Pappik (Percussion) in hemdsärmelige Blues- und Folk-Töne verpackten Innenansichten Csupkays wirken meist wie Nebel an einem Novembertag – sie rühren am Gemüt, zaubern Sorgenfalten auf die Stirn, lassen einen womöglich ins Grübeln kommen. Und jede Wette: wenn der robuste Sänger mit der brüchigen Stimme dies lesen sollte, wird er sich darüber freuen. Schließlich gibt es für einen Songschreiber ja kein größeres Lob, als dass seine in die Welt hinaus gespuckten Töne auf fruchtbaren Boden fallen und Wirkung beim Adressaten zeigen.

Sie tun es. Das kann man dem Solo-Neuling mit den Puszta-Roots nur bescheinigen. Die andere Frage ist, ob man sich dieser nur selten gebremsten Ladung „trübe Stimmung" freiwillig so gerne aussetzen möchte. Ich für meinen Teil nicht. Zumindest nicht jetzt, wo man sich doch so langsam auf den Frühling freut und man über jeden akustischen Sonnenstrahl froh ist. Doch wer weiß, vielleicht kommt Csupkays Zeit ja im Herbst ... da passen seine Songs jedenfalls hin. Zum Nebel, zum November...

Fazit:Wie ein wiederbelebter Rio Reiser nach einem Fitness-Studio-Aufenthalt – Musik, die an die Nieren geht. Gunther Matejka -- CountryMusicNews.de

Kurzbeschreibung

Ed Csupakay (gesprochen: Tschupkai) ist ein erwachsener Mann mit rauhen Songs zwischen Folk und Country. Er wuchs auf in Bremens Vorstadt Blockdiek. ED spielte in vielen Bremer Bands z.B. bei der Psychobilly-Band 'Rumble on the Beach'. Nebenbei arbeitete er im Hafen als Packer und im Bremer Nachtleben als Türsteher und Clubmanager.

Nach seinem Wechsel nach Berlin setzte er seine Laufbahn als Musiker, Türsteher, Barmann und Tourmanager fort. Er spielte zeitweise bei den 'Jever Mountain Boys', schrieb Theatermusik für Frank Castorf, geigte bei Meret Becker, war Bandleader bei der Schauspielerin Sophie Rois. Als Tourmanager von 'Motörhead', 'Anthrax' und 'Monster Magnet' sorgt er seit vielen Jahren dafür, dass alle immer genug zu trinken haben und auch sonst nichts aus dem Ruder läuft. Nebenbei arbeitet er als Barkeeper und Mitbetreiber in der Berliner Schreckenskneipe Ex'n'Pop und als Rausschmeißer beim White Trash. Bei diesen Tätigkeiten habe er mehr menschliche Tragödien, Dramen, aber auch schöne Geschichten erlebt als zwanzig Krankenschwestern in der Notaufnahme.

Auf jeden Fall hatte ED schon drei Rock'n'Roll Leben hinter sich, als er endlich zum ersten Mal unter seinem eigenen, ehrlichen Namen, als ED CSUPKAY, auf die Bühne stieg. Sein Debüt-Album ist einzigartig. Man kann es nicht beschreiben, man muß es hören. Sven Regener, auch er ein Sohn Bremen-Blockdieks, hat es produziert, da waren die Wege kurz, ebenso wie die zu Element-of-Crime-Drummer Richard Pappik, der die Percussion beisteuerte, zur Slide-Gitarren-Legende Tex Morton, sowie zu Roger Moutenot, der das Werk in Nashville abmischte.


Kundenrezensionen

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4.5 von 5 Sternen
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4.0 von 5 Sternen Ein Insider erzählt 23. Januar 2007
Format:Audio CD
Einen Newcomer mit Falten im Gesicht zu rezensieren, diese Gelegenheit bietet sich selten. Im Falle von Ed Csupkay wird die Messlatte hoch gelegt. Ein Mann mit drei Rock'n'roll-Leben hinter sich soll er sein, sein Lebenslauf ist gespickt mit allem, was man von jemandem erwartet, der mitten in der (meistens Berliner) Szene gelebt hat. Musiker, daneben Türsteher, Barmann, Tourmanager für Motörhead. Mehr Details? Csupkay kommt aus der Bremer Vorstadt Blockdiek wie Sven Regener von Element of Crime. Der hat das Album auch produziert und Csupkay wird auf der kommenden Tour sogar den Support für die Band übernehmen. Auf deren Website findet sich schließlich der Satz, der die Erwartungshaltung vor dem ersten Hören noch mal ein Stück nach oben schraubt: Er sei die größte (und letzte) Hoffnung des deutschen Folk...

Erst mal durchatmen, dann hineinhören...

Und was hört man? Schrammelgitarren, Blues Harp, Geigen, Steel Gitarren, wehklagende Akkordeons. Eine Musik irgendwo zwischen Folk und Country, ein bisschen wilder Westen, ein wenig Landstraßenromantik: Für jemanden der in Berlin wohnt, klingt "Das Tier in mir" überraschend wenig urban. Die Stimme rau, der Gesang manchmal etwas leiernd: Die musikalische Nähe zu Sven Regener ist irgendwie unüberhörbar. "Ich bin wie ein Funke, du bist wie Benzin", heißt es schließlich in "Garagenliebe" aber springt der Funke auch tatsächlich über? Einerseits ist es beruhigend zu wissen, dass Alben wie dieses heute noch möglich sind, andererseits fragt man sich, wer diese Musik hören wird?

Man kann Csupkay nur wünschen, dass er sein eigenes Publikum findet und er nicht für die erwachsen gewordenen Wohlstandskinder der 80er für gelegentliche Ausflüge in die aufregende Welt der Verlierer dieser Gesellschaft herhalten muss, bevor man sich wieder völlig unbeeindruckt ins gut beheizte Wohnzimmer zurückzieht. Zu sagen hat er nämlich was. Auf eine schnodderige, aber nicht uncharmante Art.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das erinnert doch an...? 13. März 2007
Von R. Geier
Format:Audio CD
so, jetzt habe ich mir den Ed 3- 5mal gegeben und werde mich sicher noch weiter damit beschäftigen. Erste Assoziationen hatte ich sofort mit "Fink" aus Hamburch (eine meiner absoluten Lieblingsbands). Das macht aber nichts, denn herr Csupkay kann das mindestens genau so gut. Seine Musik ist eher sparsamer instrumentiert, jedoch eindeutig der Amerikanischen Folk- bzw. Countrymusik zugeordnet. Dazu eine reife Stimme und erstklassige Texte. Die meisten Songs bewegen sich im gemütlichen Tempo und erzählen von den Dramen des Alltags. Dazu gibt es Mundharmonika, Pedalsteel, Akustikgitarre und akzentuierte Drums (vom Element of Crime Trommler)...und weil wir gerade beim Thema sind...herr Regener hat die Platte produziert und ein sehr glückliches Händchen bzw. Öhrchen bewiesen. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Wer Fink und Element of Crime gerne hört, für den ist Ed Czupkay eine Bereicherung. Jetzt warten wir mal noch die erste Soloplatte von Nils Koppruch ab (erscheint demnächst) und dann können wir weiter diskutieren.

"In China gibtŽs heute Reis für alle..."
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