Diese Texte aus dem 8.Jahrhundert n.Chr.zählten ursprünglich zu der Liste der "geheimen Bücher" und befassen sich sowohl mit dem Leben als auch dem Sterben und fungieren als Anleitung für Lebende, wie der Sterbevorgang in einen Befreiungsakt verwandelt werden kann und als Führer für die Toten. Nicht so wie das ägyptische Totenbuch, das sich rein nur mit dem Tod befaßt, kann man durch dieses Buch z.B.zu Einsichten gelangen, die das Leben positiv beeinflussen und die Angst vor dem Sterben weitgehend nehmen. Es scheint, als ob die alten Weisen Tibets tatsächlich einen Blick in`s Jenseits gemacht und somit einen Teil des allumstrittenen Geheimnisses gelüftet haben.....Die Bedeutung des Buches kann beispielsweise verglichen werden mit der Bibel, dem Koran, dem I-Ging, Dantes Göttlicher Komödie, d. Upanischaden, etc.- ein Grundlagenhandbuch sozusagen, das jedoch an dieser Stelle dem Buddhismus entspringt und auch einen Überblick bzw. Einsichten desselben erteilt.
Überaus spannend finde ich persönlich auch die Parallelen zur modernen Traumdeutung und Psychoanalyse.
Ich würde jedoch an dieser Stelle eher auf eine neuere Übersetzung hinweisen-beispielsweise das Tibetische Buch vom Leben und Sterben, da dies meines Erachtens einfacher und verständlicher zu lesen ist. Ich habe beide Übersetzungen gelesen, aber letztere ist eindeutig "gemütlicher" zu lesen.