Die hilfreichsten Kundenrezensionen
156 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Wahrheit fühlen, 2. September 2003
Immer mehr Menschen auch aus dem westlichen Kulturkreis erkennen, dass das Leben mehr zu bieten hat als nur materiellen Reichtum und grenzenlosen Konsum. Ärzte, Psychologen, Philosophen, Theologen, Meinungsforscher und nicht zuletzt unsere eigenen Erfahrungen bestätigen zunehmend, dass der Materialismus alleine nicht glücklich macht. Für diejenigen, die dies erkannt haben oder auch nur erahnen, ist dieses Buch von Sogyal Rinpoche ein Geschenk mit unschätzbarem Wert. Einsichtig und verständnisvoll führt er auch den mit tibetischem und anderem buddhistischen Gedankengut wenig vertrauten Leser in die hoffnungsfrohe Welt der Wahrheit über das Leben und den Tod ein. Er enttarnt die Absurdität des westlichen Lebensstils ohne einen dabei zu überfordern oder einen in der Luft hängen zu lassen. Mit Liebe und Mitgefühl vermittelt er eine Ahnung von der unendlichen Geborgenheit, die sich uns erschließen kann, wenn wir anfangen, uns der Wahrheit von Leben und Tod zu stellen und uns für die Praxis der Meditation zu öffnen. Im Gegensatz zur Original-Übersetzung des so genannten Tibetanischen Totenbuchs eignet sich dieses Buch auch für Menschen mit geringen Vorkenntnissen und ohne intensives Detail-Interesse an den Lehren des tibetischen Buddhismus. Während das zweifellos ebenfalls faszinierende Original den unvorbereiteten Leser durch seine Exaktheit und die Tiefe der Einsichten leicht überfordert und dadurch langweilt, ist das Buch von Sogyal Rinpoche jedem an tieferen Einsichten über sich selbst und das Leben interessierten Leser zugänglich. Alleine schon durch die Schönheit seiner Worte vermittelt er eine Vorstellung und ein Gefühl dafür, was es heißt, die Wahrheit zu erkennen, und macht damit Mut, sich für sie zu öffnen. Dieses Buch ist religionsunabhängig für Menschen von Wert, die sich selbst erkennen möchte, und bietet gerade in Krisenzeiten Trost und Hoffnung. Mögen alle Wesen glücklich sein.
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108 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich Hilfreich zur Erkennung des Wesentlichen, 4. März 2004
Von Ein Kunde
Als ich dieses Buch empfohlen bekam, habe ich nicht daran geglaubt, dass es etwas bringen könne, ein Buch über eine Lebensweisheit/Religion zu lesen, welches sich mit dem menschlichen Handeln und den Lehren des Umgangs befaßt. Doch schien mir dieses Buch bereits nach den ersten Seiten des Lesens sehr vertraut und es machte Spaß, die Erfahrungen und Schilderungen zu assimilieren. Desweiteren merkt man, läßt man sich auf den Text und die Weisheit des Werkes ein, wie man selbst zugänglicher wird für Selbsterkennung und Veränderungen in seinem Leben. Es ist wie eine Initialzündung, die man erfährt, wenn man sich darauf einläßt. Ich möchte das Buch daher jedem empfehlen, der sich in einer anschaulichen Weise über den Buddhismus informieren möchte, aber auch jenen, die an der Philosophie des fernen Ostens interessiert sind. Auch kann ich das Buch Menschen empfehlen die sich zur Gattung "nie zufrieden" zählen oder denen, die durch irgendetwas Unglück erfahren haben. Schaut es euch an, es kann nicht schaden!
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46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Lehrbuch über Leben & Tod - einfühlsam & verständlich, 8. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Tibetische Buch vom Leben und Sterben. (Gebundene Ausgabe)
In Europa und der "neuen westlichen Welt" stehen Krankheit und Tod auf der Liste des nicht Erwünschten. Man wendet sich ab, meidet den Kontakt zu kranken und sterbenden Personen oder fühlt sich zumindest sehr unbehaglich in deren Nähe. Diese Tatsache gestehen sich die wenigsten wirklich ein (denn so was ist unmoralisch!), jedoch handeln sie trotzdem danach. Der Grund: Das Wesen des Sterbens und des Todes wird in unserer Kultur so gut wie gar nicht diskutiert. Es schickt sich nicht - schließlich wollen wir leben! Also wird das Thema "Tod" größtenteils totgeschwiegen. Dieses Buch schließt die Lücke, die von unsere Gesellschaft in der Vergangenheit geschlagen wurde. Es erklärt einfühlsam die Einheit von Leben und Tod, vom Werden und Vergehen, vom großen Kreislauf. Und das schafft der Autor Sogyal Rinpoche auf eine Art und Weise, die ein "westlicher Mensch" auch annehmen und nachvollziehen kann, indem er das Buch gleichsam wie seine eigene Biographie schrieb. Somit kann man ganz vorn anfangen, so wie es Kinder sehen. Und mit jedem Kapitel wächst das Verständnis sowohl für eine uns fremdartige Kultur, als auch für deren Umgang mit dem Tod. Plötzlich ist der Tod nichts mehr, was man ablehnt. Die Menschenliebe Rinpoches spricht zum Leser, steckt an und hilft beim Verstehen. Aufschlussreich und sehr hilfreich sind seine Beschreibungen über die Phasen des Sterbens und wie man einem Sterbenden hilfreich zur Seite stehen kann. Wertvoll ist dieses Buch vor allem für Menschen, die über den Tod anderer nicht hinwegkommen oder die sich auch mit dem eigenen Sterben auseinandersetzen müssen. Meiner Meinung nach sollte das Buch zur Pflichtlektüre an Schulen erhoben werden, um die Einstellung der meisten Eltern "Haltet die Kinder von der Erfahrung des Todes fern!" zu kompensieren. Sie wissen schließlich gar nicht, was sie damit für Schaden anrichten und wovor sie ihre Kindern da "beschützen". Erfahren werden sie es erst, wenn sie selbst auf dem Sterbebett liegen und ihre Kinder nicht damit umgehen können...
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