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Das Theorem des Papageis
 
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Das Theorem des Papageis (Broschiert)

von Denis Guedj (Autor), Bernd Wilczek (Übersetzer)
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 752 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (11. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404922743
  • ISBN-13: 978-3404922741
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 51.021 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Von der Liebe zur Mathematik

Denis Guedjs «Theorem des Papageis»

Wer während seiner Schulzeit mit dem Fach Mathematik auf Kriegsfuss stand, dem bleiben bei dem monumentalen Roman des Algeriers Denis Guedj von vorneherein nur zwei Möglichkeiten. Die eine: er lässt die Finger davon. Die andere, die zweifellos aufgeschlossenere, aber auch viel Geduld verlangende: er überlässt sich einer anekdotengespickten, bisweilen auch ausufernden Fahrt durch die Geschichte(n) der Mathematik. Guedj ist Mathematiker an einer Pariser Universität und weiss, wovon er redet. So mag sein Hauptinteresse – und pädagogisches Kalkül – es gewesen sein, die Geschichte dieses Fachs zu erzählen, um ihm den Schrecken zu nehmen. Doch genau hier, im Bereich von beeindruckender Fachkompetenz einerseits und romaneskem Überbau andererseits, liegt das, was im Buch selbst an einer Stelle diskutiert wird: die nicht zu lösende Quadratur des Kreises.

Der Aufbau des Romans erscheint zunächst klassisch: Der für sein Alter noch überaus rege Bibliothekar Pierre Ruche bekommt von seinem früheren Freund Elgar Grosrouvre, der seit Jahrzehnten schon im brasilianischen Urwald bei Manaus weilt, per Frachter eine riesige Bibliothek zugesandt – eine Fachbibliothek, wie sich herausstellt, die nur ein einziges Sujet hat: die Mathematik, ihre Grundlagen, ihre Hauptvertreter. Elgar, so geht aus einem Brief hervor, kommt bei einem Brand seines Hauses ums Leben; und die Frage, ob Unfall, Selbstmord oder womöglich gar Mord, kann nun vielleicht anhand einer kriminalistisch konzipierten Recherche, bei der allerlei mathematische Axiome zur Anwendung kommen, beantwortet werden. Ruche und Teile seiner Familie entdecken die Liebe zur Mathematik wie das lange versunkene Atlantis. Kaum eine massgebliche Figur – von Thales über Pythagoras bis hin zu Leibniz, Newton oder Descartes –, die im Laufe der Besichtigung dieser Urwaldbibliothek nicht zitiert und deren Leistung gewürdigt würde.

Eine Frage aber stellt sich alsbald sehr deutlich, und zwar für den Leser: wer, von beflissenen Mathematiklehrern oder -studenten abgesehen, möchte in einem Roman immer wieder und sehr massiv mit teilweise höchst komplizierten Formeln und Gleichungen konfrontiert werden? Die Handlung verkümmert, die Figuren werden zu Marionetten ihrer Passion degradiert und merken nicht einmal etwas davon. Der entscheidende Unterschied zu einem Autor wie Jostein Gaarder, dem es gelang, die Geschichte der Philosophie ohne den schnöden Duktus eines Lehrplanes zu erzählen, mag in der apriorischen, narrativen Begrenztheit von Zahlen und Formeln liegen. Dafür ist der Roman aber eindeutig zu lang geraten. Guedj führt seine Helden durch die einzelnen Disziplinen, lässt sie Koordinatensysteme erstellen, den einen Logarithmus oder den anderen Kotangens errechnen, verläuft sich dann aber immer mehr in der Darstellung eines ihm zwar vertrauten, uns aber immer weniger interessierenden, zu spezifisch werdenden Stoffs. Epische Länge macht hier noch keine Epik.

Es bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Man darf das immense Unterfangen dieser Arbeit und die guten Absichten durchaus würdigen; man kommt aber kaum umhin festzustellen, dass dieses Buch in der Kategorie Roman nichts verloren hat.

Thomas Laux -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

manager magazin (11/99)

Es gibt Abenteuer-, Kriminal- und Liebesromane ­ aber Mathematikromane? Der französische Wissenschaftshistoriker Denis Guedj schrieb einen. Warum hat mir vorher niemand verraten, wie spannend Mathe sein kann?

© manager magazin (11/99) - Vervielfältung nur mit Genehmigung

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nur für vielseitig interessierte Vielleser, 12. Februar 2002
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Das Theorem des Papageis (Taschenbuch)
Es ist schon ein gewagter Versuch, die ganze Geschichte der Mathematik in einen Roman einzupacken - so etwa wie eine gesungene Bedienungsanleitung für den Videorecorder, oder seinerzeit das Taschenbuch über Einstein, das via Cartoons die Relativitätstheorie vermitteln sollte.
Wer dieses Buch bis zum Ende liest, hat so viel Interesse an Mathematik(geschichte), dass er die etwas wächserne Rahmenhandlung eingetlich nicht braucht. Und wer noch an den Spätfolgen des Schul-Matheunterrichts leidet, wird das Buch so oder so ziemlich bald wegfeuern.
Also kein sinnvolles Geschenk zur Konfirmation oder zum Abitur? Vielleicht doch. Zumindest mich persönlich hat nicht nur einmal das ärgerliche Interesse bei der Stange gehalten, wie der Autor es wohl weiterhin anstellt, spröde Mathematik und Rahmenhandlung miteinander zu verquicken. Und siehe da: Auf den letzten 150 Seiten findet der Autor endlich die richtige Mischung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Durch Übersetzung gelitten, 2. September 2004
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Das Theorem des Papageis (Taschenbuch)
Die deutsche Übersetzung liest sich eigenartig. Für einen Profi-Schriftsteller unüblich, werden überflüssige, "den Sinn verdünnende" Wörter häufig verwendet. Die französische Ausgabe dagegen erweist sich im direkten Vergleich als kompakter, schöner, eleganter.
Die Story ist nett, aber an sich nur Nebensache des Romans. Alles dreht sich um Mathematik: das Leben, Verbrechen, Tiere, Menschen. Man braucht nicht allzuviel von Mathematik zu verstehen, um Gewinn aus dem Roman zu ziehen. Das Mathematik-Niveau ist basal.
Der Autor springt sehr leichtfertig mit der Perspektive um. Obwohl er keinen allwissenden Erzähler verwendet, springt er von einem Kopf in den anderen. Das ist auf die Dauer der >700 Seiten manchmal etwas lästig.
Vier Punkte vergebe ich auf Grund des ungewöhnlichen Roman-Experiments, dass trotz einiger Schwächen m.E. gelungen ist.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Geschichte der Mathematik als Geduldsprobe, 5. Januar 2002
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Das Theorem des Papageis (Taschenbuch)
Der Roman hält nicht, was die Ankündigung verspricht: Er ist weder besonders spannend zu lesen, noch hat man anschließend die großen Probleme und Erkenntnisse der Mathematik verstanden.

Der Handlungsstrang wirkt arg konstruiert, und immer wieder werden Nebenschauplätze und -handlungen eröffnet, die nicht zu Ende geführt werden. Was das zugrunde liegende Thema, die Mathematik, angeht, so lässt der Klappentext einen lehrreichen Streifzug durch die mathematischen Erkenntnisse erwarten - wer sich allerdings nicht bereits vorher intensiv mit geometrischen Konstruktionen, Differentialrechnung und dergleichen beschäftigt hat, wird durch die Lektüre des Romans nicht viel schlauer. Die Gefahr ist deshalb groß, die "mathematischen" Stellen einfach zu überlesen. Was die Rahmenhandlung und das Kernthema nicht schaffen, macht auch die Sprache nicht wett. Dies mag an der deutschen Version liegen - der Text wirkt so als sei er zu flüchtig übersetzt.

Auch wenn das Buch insgesamt enttäuschend ist, muss man ihm eins zugute halten: Es macht deutlich, was im Mathematikunterricht für gewöhnlich unbeachtet bleibt. Die Mathematik hat ihre eigene Geschichte, und mathematische Erkenntnisse sind nicht aus dem Nichts entstanden, sondern dahinter stehen reale Menschen. Vielleicht, wenn man künftig den Namen des einen oder anderen Mathematikers hört, durchzuckt einen der Geistesblitz, "den kenn ich doch..."

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Am 2. November 1999 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Mathe kann sooo spannend sein...
Eine grellbunte Aufmachung, ein seltsamer Titel - als ich "Das Theorem des Papageis" zum ersten Mal sah, war ich eher skeptisch, weil ich ein Buch, das mir als... Lesen Sie weiter...
Am 18. Oktober 1999 veröffentlicht

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