Sachs und Rhyme are back! "Das Teufelsspiel" begleitet das geniale Ermittlerpaar, das sich ja nun auch endlich privat als Paar gefunden hat, bei seinem neusten Fall.
Warum steht die junge Geneva Settle offensichtlich auf der Todesliste eines Serienkillers, der trotz mehrerer mißglückter Mordanschläge immer wieder von Neuem versucht, an das Mädchen ranzukommen? Was trägt Geneva selbst an Geheimnis mit sich rum? Wer ist dieser hartnäckige Killer und, wenn es denn einen gibt, wer ist sein Auftraggeber?
Wie in all seinen Romanen schafft Jeffrey Deaver viele scheinbar wichtige oder unwichtige Szenarien und Fakten, die den Leser immer wieder in die Irre führen und vor Rätsel stellt. Sehr schnell bekommt man in "Das Todesspiel" einen sehr tiefen Einblick in die Psyche des Serienkillers und begleitet teilweise auch aus dessen Sicht die Entwicklung der Story. Allerdings sei zur Beruhigung gesagt, dass trotz dieses Wechsels der Erzählperspektive mehr Fragezeichen als Klarheiten beim Leser hinterbleiben.
"Das Todesspiel" ist ein typischer Deaver und auch ein typischer Rhyme/Sachs-Roman. Atmosphärisch sehr dicht gehalten und von Anfang an spannend, nimmt er sich wie immer sehr viel Zeit und Raum für die Beschreibung der Methoden der Täter- und Motivsuche, aber auch für die beteiligten Personen. Und wie immer behält der Roman einige nicht erwartete Wendungen und Entwicklungen bereit und es zeigt sich, dass man sich als Leser nie wirklich sicher sein kann über die einzelnen Personen des Romans. Selbst das Opfer verbirgt Dinge, die sich maßgeblich auf die Falllösung auswirken.
Dass es trotzdem nicht für 5 Sterne meinerseits gelangt hat, liegt einfach daran, dass irgendwie so der letzte Kick, das Besondere anderer Deaver-Romane, fehlt. Es tut dem Lesevergnügen zwar keinen Abbruch, aber als Stammleser bin ich dann doch etwas verwöhnt.
Der Kauf lohnt sich aber allemal. Spannende Lesestunden sind garantiert!