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Das Testament: Roman
 
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Das Testament: Roman [Taschenbuch]

John Grisham
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (108 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Troy Phelan, ein 78-jähriger Exzentriker und zehntreichster Mann der USA, ist im Begriff, sein Testament vorzulesen, in dem es um die Aufteilung eines Besitzes im Wert von elf Milliarden Dollar geht. Phelans drei Ex-Frauen, ihr habgieriger Nachwuchs, eine Legion von Rechtsanwälten, einige Psychiater und eine Ansammlung von Tontechnikern warten gebannt, ihre Augen auf digitale Monitoren fixiert, während der alte Mann sein Urteil verliest. Aber Phelan schockiert jeden, indem er -- in den letzten Zügen liegend -- eine bizarre Umverteilung der Beute verkündet und damit eine Geschichte von rechtsjuristischer Moral über ein angefochtenes Testament, Sünde und Erlösung in Gang setzt.

Der Protagonist Nate O'Riley -- ein kaputter, alkoholsüchtiger Anwalt mit zwei zerbrochenen Ehen hinter sich und den Finanzbehörden auf den Fersen -- wird in die Feuchtgebiete Brasiliens geschickt, um eine geheimnisvolle Erbin, die im Testament erwähnt wird, aufzuspüren. Nach einer qualvollen Bootsfahrt flussaufwärts zu einer abgelegenen Siedlung im Pantanal, trifft er auf Rachel Lane, eine Missionarin mit einem reinen Herz, die bei einem Eingeborenenstamm lebt und "Gottes Werk" ausführt. Rachels große Hingabe und Güte beeindruckt den abgestumpften Rechtsanwalt dermaßen, dass er in einem schlimmen Anfall von Denguefieber eine Vision hat, die sein Leben verändern könnte.

Derweil, in den Staaten, zieht sich der Prozess in die Länge, und Grisham hat seinen Spaß mit Phelans geldgierigen Nachkommen -- einem bedauerlichen Haufen, der Millionen verschleuderte, sich mit Strippern verheiratete, den Drogen verfiel und den Umgang mit dem Mob pflegte. Der jüngste Sohn Ramble ist ein mehrfach gepiercter, tattoo-übersäter Nörgler, der große Pläne für seine Rockband, die "Demon Monkeys", hegt. Kommt Nate mit Rachels Hilfe wieder auf die Beine? Bekommen die gierigen Erben ihren Anteil? Was ist das wirkliche Vermächtnis eines Lebenswerks? Das Testament ist ein klassischer Grisham: ein heruntergekommener Rechtsanwalt, ein Haufen Geld, eine actiongeladene Jagd und höchste Werte, die auf dem Spiel stehen. Hier geht es nicht nur um große Charaktere; hier geht es um die Frage, was Charakter eigentlich ist. --Rebekah Warren -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Amazon.de-Hörbuchrezension

Sieben Kinder hat der exzentrische, alte Milliardär Troy Phelan -- sechs aus drei verschiedenen Ehen, und ein uneheliches. Da die eheliche Brut sich in erster Linie durch Nutzlosigkeit und Geldgier auszeichnet, verfasst er sein Testament alleine zu Gunsten seiner illegitimen Tochter Rachel, einer Missionarin in Südamerika. Kaum hat er seinen letzten Willen unterzeichnet, stürzt sich Troy aus dem Fenster seines Hochhauses.

Während die sechs Nicht-Erben eine Horde Anwälte mobilisieren, um das Testament anzufechten, reist der abgehalfterte Staranwalt Nate O'Riley in den brasilianischen Dschungel auf der Suche nach Rachel. Doch die will, als er sie endlich gefunden hat, nichts von den 11 Milliarden Dollar wissen...

John Grishams 511 Seiten starken Bestseller "Das Testament" in eine -- wenn auch gekürzte -- Hörfassung umzuwandeln, ist keine leichte Aufgabe. Der Schauspieler Charles Brauer, bekannt als schnauzbärtiger Compagnon von Manfred Krug im Hamburger "Tatort" und diversen Werbespots, hat aber ausreichend Talent und langen Atem, jeder der vielen verschiedenen Personen allein durch Sprachtempo und Modulation einen ganz eigenen Charakter zu verleihen. Ein bisschen Musikuntermalung hätte jedoch der bloßen Lesung etwas mehr Dramatik und Struktur verliehen und es dem Zuhörer erleichtert, die vielen Szenenwechsel müheloser nachzuvollziehen. Trotzdem: "Das Testament" ist professionell gemachte, gute Unterhaltung für Grisham-Fans und alle anderen Kriminalroman-Liebhaber.Spieldauer: 384 Minuten, 5 CDs
--Beate Strobel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ein milliardenschwerer, lebensmüder Geschäftsmann, eine gierig lauernde Erbengemeinschaft, eine im brasilianischen Regenwald arbeitende Missionarin und ein ehemaliger Staranwalt, der es noch einmal wissen will - das sind die Akteure im Testament. Es geht um Geld, Macht und Ehre, und es geht um Leben und Tod.

Über den Autor

John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und zwei Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

EINS Das dürfte der letzte Tag sein, und wohl auch die letzte Stunde. Niemand liebt mich, ich bin alt, einsam und krank, habe Schmerzen und bin des Lebens müde. Ich bin für das Jenseits bereit. Dort kann es nur besser sein als hier. Mir gehören neben dem gläsernen Verwaltungshochhaus, in dem ich sitze, auch 97 Prozent des Unternehmens in den Stockwerken weiter unten, außer den zweitausend Menschen, die hier arbeiten, auch die zwanzigtausend, die es nicht tun, sowie aller Grund und Boden fast einen Kilometer weit in drei Himmelsrichtungen um das Gebäude herum mitsamt der darunter verlaufenden Rohrleitung, durch die mein Erdgas aus Texas hierher gepumpt wird, nicht zu vergessen die Freileitung, die den Strom liefert. Der Satellit viele Kilometer über mir, mit dessen Hilfe ich früher Befehle in mein die Welt umspannendes Reich gebellt habe, ist geleast. Mein Vermögen beläuft sich auf mehr als elf Milliarden Dollar. Ich besitze nicht nur Silberbergwerke in Nevada und Kupferbergwerke in Montana, sondern auch Kohlezechen in Angola, Kaffeepflanzungen in Kenia, Kautschukplantagenin Malaysia, Erdgas-Lagerstätten in Texas, Ölfelder in Indonesien und Stahlwerke in China. Mein Firmenimperium umfaßt Kraftwerke, Unternehmen, die Computer produzieren, Staudämme bauen, Taschenbücher drucken und Signale an meinen Satelliten schicken, und es verfügt über Tochterunternehmen mit Geschäftsbereichen in mehr Ländern, als irgendein Mensch aufzuspüren vermag. Früher einmal besaß ich alles an Spielzeug, was das Leben schöner macht: Jachten, Privatjets, Blondinen, Wohnsitze in Europa, große Güter in Argentinien, eine Insel im Pazifik, reinrassige Rennpferde, Vollblüter, und sogar eine Eishockeymannschaft. Aber ich bin inzwischen zu alt für Spielzeug. Die Wurzel meines Elends ist das Geld. Dreimal habe ich eine Familie gegründet. Meine drei Ehefrauen haben mir sieben Kinder geboren, von denen sechs noch leben und tun, was sie nur können, um mich zu quälen. Soweit ich weiß, habe ich sie alle sieben selbst gezeugt, und einen Sohn habe ich beerdigt. Eigentlich müßte ich sagen, daß ihn seine Mutter beerdigt hat. Ich war damals nicht im Lande. Ich habe mich mit meinen drei ehemaligen Frauen und sämtlichen Kindern auseinandergelebt. Sie alle sind heute hier zusammengekommen, weil ich bald sterben werde und es an der Zeit ist, das Geld zu verteilen. Ich habe diesen Tag lange im voraus geplant. Gleich einem großen Hufeisen umschließen die drei langgezogenen und tiefen Gebäudeflügel meiner vierzehnstöckigen Firmenzentrale einen schattigen, nach hinten offenen Hof, auf dem ich einst im Sonnenschein Mittagsgesellschaften gegeben habe. Ich wohne und arbeite im Dachgeschoß auf gut tausend Quadratmetern, deren üppige Ausstattung manch einer obszön findet, was mich aber nicht im mindesten stört. Ich habe mein gesamtes Vermögen mit meinem Schweiß, meinem Verstand und mit Glück selbst erarbeitet, und das gibt mir das Recht, das Geld so auszugeben, wie ich es für richtig halte. Es ist mein gutes Recht, es zu verschenken, und trotzdem werde ich vonallen Seiten bedrängt. Warum sollte ich mir den Kopf darüber zerbrechen, wer es bekommt? Ich habe alles Erdenkliche mit dem Geld getan. Während ich hier allein in meinem Rollstuhl sitze und warte, kann ich mir nichts vorstellen, was ich kaufen oder sehen möchte. Mir fällt kein einziger Ort ein, an den ich reisen, und kein weiteres Abenteuer, das ich bestehen möchte.

Auszug aus Das Testament von John Grisham. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das dürfte der letzte Tag sein, und wohl auch die letzte Stunde. Niemand liebt mich, ich bin alt, einsam und krank, habe Schmerzen und bin des Lebens müde. Ich bin für das Jenseits bereit. Dort kann es nur besser sein als hier.
Mir gehören neben dem gläsernen Verwaltungshochhaus, in dem ich sitze, auch 97 Prozent des Unternehmens in den Stockwerken weiter unten, außer den zweitausend Menschen, die hier arbeiten, auch die zwanzigtausend, die es nicht tun, sowie aller Grund und Boden fast einen Kilometer weit in drei Himmelsrichtungen um das Gebäude herum mitsamt der darunter verlaufenden Rohrleitung, durch die mein Erdgas aus Texas hierher gepumpt wird, nicht zu vergessen die Freileitung, die den Strom liefert. Der Satellit viele Kilometer über mir, mit dessen Hilfe ich früher Befehle in mein die Welt umspannendes Reich gebellt habe, ist geleast. Mein Vermögen beläuft sich auf mehr als elf Milliarden Dollar. Ich besitze nicht nur Silberbergwerke in Nevada und Kupferbergwerke in Montana, sondern auch Kohlezechen in Angola, Kaffeepflanzungen in Kenia, Kautschukplantagen in Malaysia, Erdgas-Lagerstätten in Texas, Ölfelder in Indonesien und Stahlwerke in China. Mein Firmenimperium umfaßt Kraftwerke, Unternehmen, die Computer produzieren, Staudämme bauen, Taschenbücher drucken und Signale an meinen Satelliten schicken, und es verfügt über Tochterunternehmen mit Geschäftsbereichen in mehr Ländern, als irgendein Mensch aufzuspüren vermag.
Früher einmal besaß ich alles an Spielzeug, was das Leben schöner macht: Jachten, Privatjets, Blondinen, Wohnsitze in Europa, große Güter in Argentinien, eine Insel im Pazifik, reinrassige Rennpferde, Vollblüter, und sogar eine Eishockeymannschaft. Aber ich bin inzwischen zu alt für Spielzeug.
Die Wurzel meines Elends ist das Geld.
Dreimal habe ich eine Familie gegründet. Meine drei Ehefrauen haben mir sieben Kinder geboren, von denen sechs noch leben und tun, was sie nur können, um mich zu quälen. Soweit ich weiß, habe ich sie alle sieben selbst gezeugt, und einen Sohn habe ich beerdigt. Eigentlich müßte ich sagen, daß ihn seine Mutter beerdigt hat. Ich war damals nicht im Lande.
Ich habe mich mit meinen drei ehemaligen Frauen und sämtlichen Kindern auseinandergelebt. Sie alle sind heute hier zusammengekommen, weil ich bald sterben werde und es an der Zeit ist, das Geld zu verteilen.
Ich habe diesen Tag lange im voraus geplant. Gleich einem großen Hufeisen umschließen die drei langgezogenen und tiefen Gebäudeflügel meiner vierzehnstöckigen Firmenzentrale einen schattigen, nach hinten offenen Hof, auf dem ich einst im Sonnenschein Mittagsgesellschaften gegeben habe. Ich wohne und arbeite im Dachgeschoß auf gut tausend Quadratmetern, deren üppige Ausstattung manch einer obszön findet, was mich aber nicht im mindesten stört. Ich habe mein gesamtes Vermögen mit meinem Schweiß, meinem Verstand und mit Glück selbst erarbeitet, und das gibt mir das Recht, das Geld so auszugeben, wie ich es für richtig halte. Es ist mein gutes Recht, es zu verschenken, und trotzdem werde ich von allen Seiten bedrängt.
Warum sollte ich mir den Kopf darüber zerbrechen, wer es bekommt? Ich habe alles Erdenkliche mit dem Geld getan. Während ich hier allein in meinem Rollstuhl sitze und warte, kann ich mir nichts vorstellen, was ich kaufen oder sehen möchte. Mir fällt kein einziger Ort ein, an den ich reisen, und kein weiteres Abenteuer, das ich bestehen möchte.
Ich habe alles hinter mir, und ich bin sehr müde.
Es geht mir nicht darum, wer das Geld bekommt. Es geht mir darum, wer es nicht bekommt.
Jeden Quadratmeter dieses Gebäudes habe ich selbst entworfen und weiß daher genau, wo jeder bei dieser kleinen Zeremonie seinen Platz hat. Sie sind alle da und warten geduldig. Das macht ihnen nichts aus - für das, was ich zu erledigen habe, würden sie sich sogar nackt in einen Schneesturm stellen.
Da ist als erstes Lillian und ihre Brut - vier meiner Nachkommen hat eine Frau zur Welt gebracht, die sich kaum je von mir hat anfassen lassen. Wir haben jung geheiratet - ich war vierundzwanzig und sie achtzehn -, und daher ist jetzt auch Lillian alt. Ich habe sie seit Jahren nicht gesehen und werde sie auch heute nicht sehen. Ich bin überzeugt, daß sie nach wie vor die Rolle der bedauernswerten pflichtgetreuen ersten Gattin spielt, die gegen ein jüngeres Modell ausgetauscht worden ist. Sie hat nie wieder geheiratet, und ich bin überzeugt, daß sie in den letzten fünfzig Jahren nichts mit einem Mann gehabt hat. Ich weiß selbst nicht, wie wir zu unseren Kindern gekommen sind.
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