Im Vorfeld zu meiner Rezension möchte ich sagen, dass ich alle Bücher von Grisham im Paperback gekauft und auch gelesen habe.
Also: „Das Testament“ handelt, und wie sollte es auch anders sein, von einem Testament. (Große Überraschung! Zu Beginn des Buches wird beschrieben, wie ein alter Milliardär (78 Jahre alt) sich gedanklich mit seinem zukünftigen Testament und damit verbunden auch mit den Erben auseinander setzt. Troy Phelan's Vermögen beläuft sich auf ungefähr 11 Milliarden Dollar. Er hat drei Ex-Ehefrauen und von diesen Frauen nsgesamt sechs Kinder. In seinen Augen taugt seine ganze Familie zu garnichts. Da er seine Familie augenscheinlich gut kennt, lässt er verlauten, dass er ein Testament aufsetzen möchte, in dem seine Angehörigen alle mehr als gut bedacht werden. Um im Vorfeld schon sicher zu stellen, dass sein Testament nicht angefochten wird, bittet er seine drei „Ex-Familien“ einen psychologischen Gutachter zu bestellen, der seine Testierfähigkeit bestätigt. Entsprechend sitzt er am 09. Dezember der Gutachtern gegenüber. Nach einigen Fragerunden bescheinigen alle drei Gutachter, dass Troy Phelan bei klarem Verstand und somit testierfähig ist. Daraufhin unterschreibt Troy Phelan in Anwesenheit der Gutachter ein extrem umfangreiches Testament. Dies alles geschieht vor laufenden Kameras, damit auch seine Familien keine Einzelheit verpassen. Kurz nachdem die Gutachter das Zimmer verlassen haben, unterschreibt Troy Phelan in Anwesenheit seines Anwalts und seines Dieners einweiteres Testament, mit dem er das vorherige widerruft. Dann steht er auf und springt aus dem 13. Stockwerk in den Tod. In seinem neuen (und letztem) Testament vermacht Troy Phelan sein gesamtes Vermögen einer unehelichen, bis dahin unbekannten Tochter, Rachel.
Und damit beginnt das Buch.
Rachel ist als Missionarin im Brasilianischen Regenwald unterwegs und muss entsprechend erst einmal gesucht und gefunden werden....
„Das Testament“ ist wie alle anderen Bücher von Grisham sehr leicht zu lesen und damit ein Buch für jeden und vor allem eins für zwischendurch. Es macht natürlich zum Teil auch einfach Spaß die Reaktionen auf den Selbstmord und das neue Testament zu verfolgen. Interesse und Neugier in Bezug auf die Alleinerbin werden genauso geweckt wie Schadenfreunde gegen über dem „enterbten Rest“.
Der weitere, nach dem Anfang geschilderte, Verlauf der Geschichte ist typisch für Grisham und nicht viel anders als zu erwarten. Doch ich muss gestehen, dass mich das Ende dann doch ein bisschen überrascht hat. Im angenehmen, positiven Sinn.
Viel Spass beim Lesen !