Kurz nach ihrem ersten Hochzeitstag verschwindet Frankie vom einen auf den anderen Moment spurlos. Ihr Mann Clay ist verzweifelt. Es gibt keinerlei Hinweise auf den Verbleib seiner Frau. Die Polizei vermutet gar, er hätte sie womöglich umgebracht und ihre Leiche beseitigt. Zwei Jahre später sitzt der Schmerz immer noch tief, auch die Gerüchte sind nie ganz verstummt. Da erscheint Frankie urplötzlich wieder auf der Bildfläche. Sie ist völlig verwirrt, das Letzte, woran sie sich erinnern kann, ist der Tag ihres Verschwindens. Aufgrund einer Amnesie ist der Zeitraum dazwischen in ihrem Gedächtnis ausgelöscht. Nur langsam pendelt sich das Zusammenleben der Eheleute wieder ein. Die Entdeckung einer ominösen Tätowierung in Frankies Nacken löst Erinnerungsfetzen bei ihr aus - über eine Villa mit vergitterten Fenstern und einen Angst einflößenden Fremden.
Die Geschichte beginnt stark. Das mysteriöse Verschwinden und die nicht minder unerklärliche Rückkehr Frankies geben Rätsel auf. Der Gedächtnisverlust der Heldin wird zum probaten Mittel, den Leser über die ominösen Umstände im Unklaren zu lassen. Zeitgleich mit den Protagonisten erfährt man Bruchstücke über die verlorenen Jahre und beginnt, das Puzzlespiel zusammenzusetzen. Zu gezwungen wirkt allerdings die Richtung, welche die Handlung von da an einschlägt, als ein Zusammenhang mit Frankies Vergangenheit und der Besessenheit eines Weggefährten hergestellt wird. Als inszenierte Lesung konzipiert, wartet das Hörbuch gelegentlich mit einer Geräuschkulisse aus Regenprasseln, Sirenengeheul und ähnlichen Einspielungen auf. Sprecher Gerd Alzen zeigt nur bei der Interpretation der Heldin gelegentlich Schwächen, wenn sie zuweilen arg weinerlich rüberkommt. Ansonsten ist es eine ansprechende Audioumsetzung einer nicht gänzlich überzeugenden Romantic-Suspense-Vorlage. 5 CDs - ca. 340 Minuten (TD)