Man kann das Buch mit gutem Gewissen als eine wohl durchdachte Präsentation einer einfachen, aber doch genialen These betrachten: Obwohl Religion, Wissenschaft, Mystik und Philosophie alle in verschiedenen Sprachen sprechen, versuchen doch alle, dieselbe Realität zu beschreiben. Alle nehmen unterschiedliche Perspektiven ein, behandeln aber doch letztlich ein Thema. Fritjof Capra versucht sich jetzt an der Synthese der verschiedenen Perspektiven. Er baut sich aus den verschiedenen Ebenen der Betrachtung ein neues System, ein neues Weltbild zusammen. Besondere Beachtung findet die Verschmelzung von fernöstlichen Weisheiten, besonders des Taoismus, und der westlichen, wissenschaftlichen Physik. Capra weist darauf hin, das sich im Eigenverständnis der Wissenschaft als auch in dem der gesamten Gesellschaft einiges ändern muß. Nur durch die Bereitschaft, auch das andere kennenlernen zu wollen, ist eine Weiterentwicklung möglich. Er versucht, Parallelen zwischen den beiden Gebieten zu finden und diese in sein großes System, das sich Leben nennt, einzubauen. Alles in Allem ein sehr gelungener Einstieg in die interdisziplinäre Forschung für alle, die sich die Offenheit für das Mystische, Geheimnisvolle im Leben erhalten haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)