Das erste, das dem Leser auffällt, wenn er dieses Buch öffnet, ist ein ausklappbares Blatt: Ein Vertrag mit dem Teufel, der besagt, dass der Unterzeichner so oft wie nur möglich die sieben Todsünden begehen soll. Blättert man dann weiter, kann man zahlreiche Kopien aus dem Tagebuch des Teufels und viele Bilder betrachten. Insgesamt ist die Aufmachung dieses Buches also sehr edel und so freute ich mich sehr "Das Tagebuch des Teufels zu lesen", welches mit seinen 160 Seiten doch ein ziemlich kurzweiliges Buch ist. Der Autor befasst sich hierbei mit interessanten Themen wie Gott, Jesus und das daraus "entstandene" Christentum, sowie der Hexenverfolgung und dem Kalten Krieg. Teilweise wurde ich sogar auf Personen aufmerksam gemacht, von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte und mit denen ich mich nun genauer befassen will, wie zum Beispiel Dennis Wheatley. Allerdings bin ich nun, nach Beendigung des Buches, doch irgendwie enttäuscht. Zwar kann "Tagebuch des Teufels" mit einer richtig tollen Aufmachung brillieren, doch kann sie nicht über den Inhalt und Stil hinwegtrösten, der mich doch nicht so sehr begeistert konnte wie erhofft. Inhaltlich gesehen war es einfach viel zu kurz und auf wichtige Themen wie den Zweiten Weltkrieg wurde so gut wie gar nicht eingegangen. Auch musste ich kein einziges Mal lachen, obwohl ich eigentlich ein großer Fan von Sarkasmus bin. Im Großen und Ganzen bekommt dieses Buch zwei Sterne von mir. Den zweiten nur wegen der wirklich gelungenen Gestaltung dieses Buches.