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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein weitreichender Fehler im System, 21. Dezember 2008
Wer sich täglich in den Weiten des Internets verliert oder zumindest des öfteren mit Computern arbeitet, wird sich vielleicht schon einmal gefragt haben, ob diese Helfer des Menschen auch eine eigene Intelligenz entwickeln oder dem Menschen gar ebenbürtig werden könnten. Der in Hamburg lebende Computerexperte und Unternehmensberater Karl Olsberg hat in seinem visionären Thriller "Das System" (Aufbau Taschenbuch Verlag) diese Gedanken aufgegriffen und zu einem horrenden Szenario verstrickt. Als Mark Helius, Chef einer Softwarefirma, mit dem neuartigen Programm DINA auf den Markt drängt, schleichen sich in die für komplexe Berechnungen gedachte Software unerklärliche Fehler ein. Am nächsten Tag macht er in der Firma eine schreckliche Entdeckung und wird fortan von der Polizei gesucht. Mark Helius beginnt zu begreifen, daß sich in der neuen Software eine unerklärliche Verselbständigung Platz verschafft, die zum Tode von Menschen führt. Doch die Polizei begibt sich nur zaghaft auf seine Denkbahnen und weltweit geschehen unerklärlich erscheinende Dinge, die eines gemeinsam haben: sie resultieren aus Computerproblemen. Karl Olsberg gelingt es auf eine schier beklemmende Art und Weise, den Bogen bis fast zum Zerreißen aufzuspannen und sensibilisiert den Leser dafür, wie schnell aus dem heute allgegenwärtigen Helfer plötzlich der Totengräber der Menschheit werden kann. Ein absoluter Blockbuster mit unheimlichen Thrill.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beängstigende Zukunftsvision, 21. März 2008
"Das System" hat alle Zutaten für eine kurzweilige Unterhaltung:
>Spannung & Action von Beginn an
>einen symphatischen Helden
>kurze, flüssige Kapitel
>eine ständige Steigerung der Bedrohung durch das Böse
>ein interessantes und zukunftsweisendes Szenario
>verschiedene Perspektiven unterschiedlichster Menschen rund um den Globus
>eine angenehme Seitenzahl
Insgesamt hatte ich ziemlich oft das Gefühl, dass ich mich in einem Film befinde.Ob das nun negativ oder (wie für mich) positiv zu sehen ist, bleibt jedem selbst überlassen.
"Das System" hat auf jeden Fall einen festen Platz in meinem Bücherregal!!
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43 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atemberaubender Technologie-Thriller! , 29. September 2007
Die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und die Frage, was wäre, wenn der Mensch eines Tages die Kontrolle über die von ihm geschaffene Technik verliert ist in den letzten Jahrzehnten immer wieder in Science - Fiction - Romanen oder - Filmen thematisiert worden. Während solche Vorstellungen aber immer in die Zukunft projiziert wurden, stellt Karl Olsberg dieses Thema in den Vordergrund seines Debütromans und Gegenwartsthrillers "Das System" und schreibt sich damit gleich in die erste Riege deutscher Thrillerautoren.
Mark Helius ist Begründer und Geschäftsführer einer Softwarefirma in Hamburg, die eine Software entwickelt hat, die es ermöglicht weltweit verfügbare freie Rechnerkapazitäten zu bündeln und für aufwendige z. B. wissenschaftliche Simulationen zu nutzen. Die geplante Vorführung einer Produkterweiterung der intelligenten Kommunikationssoftware DINA, eine Sprachschnittstelle, vor den Investoren wird zum Fiasko. Scheinbar führt ein Fehler in der Software zu falschen Programmabläufen. Die Investoren verweigern ihre Mittel und fordern eine Veränderung im Management. So steht Mark innerhalb weniger Stunden vor den Trümmern seiner Existenz. Die Investoren fordern seinen Rücktritt, seine privaten Schulden sind kaum noch zu überblicken und seine Frau wirft ihm Versagen vor. Als sein Freund und Firmenmitbegründer Ludger Hamacher ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht, der durch die Indizienlage noch unterstützt wird, schnell auf Mark. Während Mark darauf konzentriert ist, seine Unschuld zu beweisen, geschehen auf der ganzen Welt seltsame Computer- und Programmfehler. Zunächst stellt sich die Frage, ob DINA missbraucht wird, und der Mordverdacht absichtlich auf Mark gelenkt wurde, um von DINAS Aktivitäten abzulenken, doch mit der Zeit bekommt Mark den Verdacht, dass sich DINA verselbständigt hat. Die einzige, die Mark in seinem Kampf unterstützen kann, ist eine ehemalige Programmiererin seiner Firma, Lisa Hogert, die Mark vor einiger Zeit entlassen hat...
Karl Olsbergs Romanidee mag nicht grundsätzlich neu sein, interessant ist aber sein Ansatz die Verselbständigung vom Mensch geschaffener Technologie nicht in weite Zukunft zu rücken sondern in der Gegenwart darzustellen. Auch wenn Karl Olsberg sich offensichtlich mit den Möglichkeiten moderner Technologien auskennt, schlachtet er dies jedoch nicht detailverliebt aus, sondern setzt diese Kenntnisse wohl dosiert so ein, dass seine Geschichte den Leser schnell gefangen nimmt und in hohem Erzähltempo bis zum Finale geführt wird. Der Autor gliedert seinen Roman in kurze Kapitel, die aus unterschiedlichen Erzählperspektiven und unterschiedlichen Handlungsorten weltweit das Geschehen darstellen. Zum Verständnis des Romans ist nicht allzu viel Kenntnis über Computertechnologie erforderlich. Es reicht den Unterschied zwischen Hard- und Software zu kennen, alles weitere erklärt der Autor, ohne dabei belehrend zu wirken, in einfachen und klaren Worten. Obwohl im Roman thematisiert wird, was passieren könnte, wenn vorhandene Technologien außer Kontrolle geraten, ist der Roman nicht sehr technologielastig, so daß sowohl Laien als auch Fachleute daran Spaß haben können. Was Fachleute aber zweifellos freut ist, dass naturwissenschaftliche als auch technische Details stimmig und korrekt in diesem Technik - Thriller wiedergegeben sind.
Karl Olsberg gelingt es sein Thema in seinen Roman mit 403 Seiten ohne auszuufern auf den Punkt zu bringen und mit einem zufriedenstellenden Ende zu krönen. Inhaltlich als auch erzählerisch ist der Roman spannend und packend erzählt. Natürlich finden sich auch einige Klischees in diesem Thriller wieder. Manche sind gezielt zur Betonung von Charakter und Charakterveränderungen eingesetzt, insgesamt sind es aber weniger Klischees als sich in anderen Romanen gleichen Genres finden.
Karl Olsberg hat sich mit seinem atemberaubenden Technologie - Thriller "Das System" gleich in die erste Riege deutscher Thriller - Autoren, also immerhin solchen Namen wie Andreas Eschbach und Frank Schätzing, geschrieben und empfiehlt sich bereits jetzt schon international. Bleibt zu hoffen, dass er uns mit weiteren Romanen dieser Güte überrascht. Wenn Sie diesen Herbst nur einen Thriller lesen, dann sollte es dieser sein.
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