Manchmal existiert Wissen, das in der Lage ist, viele Probleme zu lösen - aber "irgendwie" gelangt es nicht in die Breite. So auch Prof. Pischingers Grundregulation. Obwohl Alfred Pischinger Lehrstuhlinhaber an der Universität Wien war, haben es seine wichtigen Erkenntnisse über das System der Grundregulation nie in die übliche Ausbildung der Ärzte geschafft. Ohne seinen geistigen Nachfolger, Prof. Dr. Hartmut Heine (Uni Witten-Herdecke), der auch dieses Buch bearbeitet hat, wäre das Wissen unter der herrschenden Anti-Symptom-Medizin vielleicht sogar untergegangen.
Pischinger und Heine, beides erfahrene Ärzte und Anatome zeigen und beweisen, dass es neben dem System der Hormone und Nerven weitere Regulationsmechanismen im Organismus gibt. Das Grundsystem bestehend aus Bindegewebe, vegetativen Nerven, Gefäßen und Immunzellen ist das größte zusammenhängende System im Körper. Hier finden wir die Ursachen für die heute so weit verbreiteten funktionellen und chronischen Erkrankungen, mit denen sich die herkömmliche Medizin so schwer tut. Das Verständnis der Grundregulation öffnet den - wissenschaftlich beweisbaren - Zugang zu den meisten biologischen Therapieverfahren, wie Neuraltherapie, Akupunktur, Homöopathie uvm.
Das System der Grundregulation ist die Brücke zwischen dem jahrhundertealten Erfahrungswissen (und der Humoralpathologie) und der Virchow'schen Zellularpathologie.
Den "Pischinger" sollte jeder Arzt und Heilpraktiker kennen, der verstehen will, warum seine ganzheitlichen Therapien eigentlich funktionieren...
Zum Stil des Buches: Es ist ein wissenschaftliches Buch. Das bedeutet, man kann es nicht mal eben so nebenbei lesen. Grundkenntnisse in Biochemie, Physiologie und Histologie sind in jedem Fall wünschenswert - oder man sitzt ziemlich oft mit dem medizinischen Lexikon da.