2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wer aufgibt, hat verloren, 27. Juni 2011
Es ist weniger ein Streben nach Glück (Streben klingt so passiv), das in diesem Film gezeigt wird - es ist eher ein kämpferisches Bezwingen des Glücks. Will Smith will Glück, um alles in der Welt. Er will eine Existenz, und dazu beißt er sich durch eine sechsmonatige Ausbildung, obwohl die Chancen schlecht stehen, hinterher der Eine zu sein, der eingestellt wird, zumal das Vorstellungsgespräch (ohne Anzug, mit Farbschmierern im Gesicht) nicht das beste Licht auf ihn warf. Er und sein Kind (verkörpert vom leibhaftigen Sohn des Schauspielers) müssen einen Nackenschlag des Lebens nach dem nächsten einstecken. Doch Aufgeben gilt nicht. Und zur Überraschung des Zuschauers, der nach soviel mitleiderweckenden Schicksalsschlägen schon die Hoffnung auf ein Happy End aufgeben wollte, erlangt zum Schluss der anständige Kämpfer, wonach er so lange gestrebt hat: Glückseligkeit. Und er kann es gar nicht fassen.
Packender, berührender Mutmacher, in dem mir Will Smith besser als in jedem seiner anderen Filme gefallen hat.
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34 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nimm Dein Leben in die Hand, 28. September 2007
Wir kennen Will Smith hauptsächlich aus actiongeladenen Filmen oder eher in der Rolle als smarter, witziger, charmanter Typ, der stets heldenhaft dargestellt wird. Heldenhaft ist er hier auch, aber dazu später. In diesem Film zeigt sich Will Smith von einer ganz anderen Seite. Er tritt hier als "ungeschminkter" Charakterdarsteller mit ungeanhnten Fähigkeiten auf. Mit diesem Film, bei dem er unter anderem auch als Producer tätig war, stellt er seine schauspielerischen Fähigkeiten nun endgültig unter Beweis. Mr. Smith ist der neue Samuel L. Jackson, der so viel in seinem Repertoire hat, dass er jede Rolle bedienen kann. Im Zusammenspiel mit seinem eigenen Sohn in der zweiten Hauptrolle wird das dargestellte Vater-Sohn-Verhältnis noch authentischer und berührt den Zuschauer unglaublich tief im Herzen.
Als völlig erfolgloser Vertreter von medizinischen Geräten, gerät sein ganzes Leben aus den Fugen. Wie es sich im echten Leben zuträgt entstehen private und familiäre Probleme durch Geldnot. Von der Art und Weise der Darstellung wird man so tief ins Geschehen gezogen, dass man zu 100% nachvollziehen kann, wie es den Figuren (er-)geht.
"Das Streben nach Glück" ist ein überaus emotionales (Meister-)Werk, das nicht unbedingt zur leichten Unterhaltung dient. Man sollte sich die Zeit nehmen den Film in Ruhe anzuschauen und sich darüber im Klaren sein, dass einen ein zunächst sehr schwermütiger Streifen erwartet. Die gut zwei Stunden Spieldauer sind aber zu keiner Zeit zu langatmig oder gar langweilig. Im Gegenteil! Der Film fesselt und führt dazu, dass man sich auch noch damit auseinander setzt, wenn der Abspann bereits sein Ende erreicht hat.
Die Intention dieser brillianten Inszenierung ist deutlich. "Nimm Dein Leben in die Hand"! Ein völlig hoffnungsloser Fall. Kein Geld, keine Wohnung, keine Hoffnung, gescheiterte Ehe, ein Kind. Aber eine Vision und ein Ziel. "Das Streben nach Glück" veranschaulicht dem Zuschauer wie schnell ein "normaler" Mensch obdachlos werden kann und durch`s soziale Netz fällt. Und das trotz Fleiß, Arbeitswillen und Einsatz.
Des Weiteren sieht man hier aber auch, dass es möglich ist sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und wie wichtig es ist, an sich zu glauben. Diese "Vom Tellerwäscher zum Millionär-Karrieren" sind sicherlich eher typisch für Amerika und dessen Filme. Aber der Grundsatz ist klar. Es ist möglich.
Neben der gesamten Handlung, die sich um Geld und um Karriere und die damit einhergehende Existenz(-bedrohung) dreht, läuft parallel hierzu eine Familiengeschichte ab, die, meiner Meinung nach, den Kern des Ganzen ausmacht. Denn eines sieht man deutlich. Unsere Kinder lieben uns bedingungslos. Und wenn wir die Nacht mit Ihnen auf einer öffentlichen Toilette verbringen müssen. So sind wir als Eltern die wichtigsten Menschen für die Kleinen, die uns lieben und ehren; völlig ungeachtet dessen, was wir im Portemonnaie haben.
Wenn es uns einmal schlecht geht, wir unseren Beruf hassen, einmal nicht weiter wissen und denken es nicht zu schaffen... Man muss daran denken wie gut es einem geht.
Vor allem lehrt uns dieser Film eines: Unseren Kindern ist es egal ob Sie in einem großen Haus oder in der kleinsten Hütte wohnen. Sie lieben und respektieren uns. Kein Videospiel, oder sonstiges, schön verschnürtes Päckchen, kann ein größeres Geschenk für sie sein, als Zeit mit Ihnen zu verbringen! Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen!!! So oder so. Man wird zum Nachdenken über sich und sein Leben ermutigt, was nur positiv sein kann.
5 Sterne für ein hervorragendes Drehbuch
5 Sterne für Authentizität
5 Sterne für für Kostüm und Szenebild
5 Sterne für Regie, Story und Inszenierung
5 Sterne für einen ÜBERRAGENDEN Will Smith
5 Sterne für den Sohn Smith`s, der ebenfalls eine Meisterleistung abgibt
Ein Film, den jeder gesehen haben sollte. Uneingeschränkt empfehlenswert!
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