Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich die Commander Perkins Bücher als Kind verschlungen habe. Der sich über insgesamt 9 Bücher erstreckende Handlungszusammenhang der Geschichte vermittelt stringent spannende Sci Fi Unterhaltung . Die recht einfach gestrickten Charaktere bieten genug Charisma für Heldentaten, die Dialoge sind aufgrund des wiederkehrenden verbalen Disputes zwischen dem Roboter Camiel und Major Hoffmann durchaus latent spaßig.
Die maritimschen hörspieltechnische Umsetzung der Bücher konnte allerdings bisher das Flair, die Spannung, die Atmosphäre der Romane nicht oder nur bedingt einfangen. Mit Folge 6 der Serie ändert sich das. Diese wirklich starke Folge bewegt sich recht Nahe an der Buchvorlage und bietet inhaltlich und dramaturgisch alles, was eine gute Commander Perkins Story ausmacht: Das Geheimnis der Aliens mit den Facettenaugen wird gekonnt in Szene gesetzt, es gibt weder Längen noch dialogtechnische Ausrutscher.
Was stört, ist die wirklich üble stimmliche Umsetzung der Außerirdischen. Die brachial auf tief gepitschten Stimmen wirken unpassend billig.
Störend auch die zum Teil unpassend wirkenden Kaufhausmusiken, die an diversen Stellen nicht wirklich zum Geschehen passen.
Fazit:
Es geht noch besser. Klar! Aber dennoch gefällt mir diese Folge, wie auch schon die Vorgängerfolge durchaus gut. Etwas mehr Feinschliff bei der Auswahl der Musiken und eine innovativere Verzerrung der Alienvoices und wir hätten hier ein rundum gelungenes Hörpiel
Oliver Schulte