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Das Sterben der Saurier. Erdgeschichtliche Katastrophen
 
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Das Sterben der Saurier. Erdgeschichtliche Katastrophen [Broschiert]

Vincent Courtillot
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 136 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3131183713
  • ISBN-13: 978-3131183712
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,2 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 550.014 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Sterben der Saurier ist so ziemlich das Spektakulärste, was Geologie und Paläontologie zu bieten haben und der zugrunde liegende Streit war so dauerhaft und von derart großer Grundsätzlichkeit, dass er die Wissenschaftler lange in die Lager der "Impaktisten" und der "Vulkanisten" spaltete. Aus heutiger Sicht, und das ist immer mehr die von Vincent Coutillot, scheint dieser meist konstruktive, häufig aber von Missgunst und Karrieredenken getriebene Streit unnötig, lassen sich beide Theorien doch problemlos vereinen.

Globale Massensterben hat es in der Erdgeschichte mehrfach gegeben, der Schluss, das rasche Verschwinden von über 90 Prozent aller Lebewesen sei Folge einer Naturkatastrophe, liegt somit nahe und es ist kaum verwunderlich, dass die Entdeckung eines riesigen Meteoritenkraters im mexikanischen Yucatán Anfang der 80er Jahre zu leidenschaftlichen Diskussionen führte. Alles schien plötzlich so einfach, alle Probleme schienen gelöst und die fantastischen Rekonstruktionen der Katastrophe beherrschten nicht nur die Medien, sondern blockierten auch in den Kreisen der Wissenschaftler manchen unumstößlichen Einwand. So war beispielsweise immer klar, dass das massenhafte Aussterben von Pflanzen und Tieren lange vor dem genau datierten Meteoriteneinschlag einsetzte. Auch war bekannt, dass die indische Kontinentalplatte von Süden kommend auf Asien stieß, in dessen Folge es alsbald zu -- für heutige Maßstäbe unglaublichen -- Vulkanaktivitäten kam. Warum nur hat man nicht schon früher erkannt, dass derartige Phasen vulkanischer Aktivität ja schon zu anderen Zeiten mit Massensterben zusammenfielen, und dass der Meteoriteneinschlag sicher auch Grund für die Verwüstung der Erde war -- aber einer Erde eben, die schon arg geschwächt war.

Courtillot dokumentiert in diesem Buch eine der aufregendsten wissenschaftlichen Entdeckungen der Gegenwart, wobei er insbesondere zeigt, dass Wissenschaft keineswegs nur rationalen Argumenten folgt. Ehrgeiz, Borniertheit und Missgunst, aber auch Begeisterung, Wahrheitsliebe und akribische Fleißarbeit sind die Antriebe wissenschaftlicher Auseinandersetzung, die sicherlich nicht immer besonders sachlich und effektiv ist, aber schließlich sind hier ja auch nur Menschen am Werk. --J. Schüring

Kurzbeschreibung

Seit langem haben Geologen und Paläontologen darüber gerätselt, warum am Ende der Kreidezeit, vor ca. 65 Millionen Jahren, die Saurier und mit ihnen viele andere Gruppen ausgestorben sind. Seit Anfang der 80er Jahre schien die Frage geklärt zu sein: ein gewaltiger Meteorit war auf der Erde eingeschlagen und hatte das Leben fast völlig ausgelöscht. Da aber viele Arten bereits vor diesem Ereignis verschwanden, andere erst danach, spricht vieles dafür, daß es am Ende der Kreidezeit noch weitere Katastrophen gegeben hat. Solche Ereignisse in der Erdgeschichte waren immer Ursache für Auslöschung und Neubeginn des Lebens.
Dies ist eine spannende Wissenschaftsgeschichte der letzten 20 Jahre: Zufälle, falsche Ausgangspunkte, überraschende Ergebnisse, heftige Debatten zwischen Anhängern verschiedener Theorien ... und letztlich eine überzeugende Synthese regen an zum Nachdenken über die Zukunft unseres Blauen Planeten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend wie ein Krimi 11. Januar 2005
Format:Broschiert
Ein, wie ich finde, interessanter Beitrag zur Diskussion um um Massensterben allgemein und die Ereignisse der Zeitenwende Kreide - Tertiär im Speziellen. Mit Vincent Courtillot meldet sich hier ein Verfechter der Vulkanhypothese
zu Wort. Es liest sich fast wie ein Krimi, ja, irgendwie ähnelt sich wohl auch die Ausgangslage eines Detektivs und eines Geologen. Und es geht hier auch um Mord, sogar um Massenmord. Auffällige Einschnitte in die Welt des
Lebens könne im Laufe der Erdgeschichte immer wieder beobachtet werden. Das Aussterben der Dinosaurier ist nur eines (und ein kleiner Teil) von ihnen. Wer oder was hat sie umgebracht? Allgemein wird heute die Asteroidenhypothese als
Erklärung angenommen. Nach dieser schlug vor 65 Millionen Jahren ein großer Asteroid im Gebiet des heutigen Mexiko ein und löschte fast alle Lebewesen aus, die mehr als 10 kg wogen.
Courtillot sieht hier jedoch noch erheblichen Klärungsbedarf und plädiert (zumindest teilweise) auf Freispruch für den Asteroiden. Seiner Meinug nach haben gewaltige Vulkane im Bereich des heutigen Indien den Massenmord zu verantworten.
Ja, er geht sogar noch einen Schritt weiter. Er möchte belegen, das auch an den anderen "big five" Massenaussterben der jüngeren Erdgeschichte Vulkane federführend waren. Das gelingt ihm recht gut. Zumal ihn neuere Forschungen zum Alter des Chicxulub-Kraters
auch noch bestätigen. Seine angeführten Indizien sind bestechend und der Weg zu ihnen ein Lehrbuchbeispiel für den Wettstreit verschiedener Theorien in der Geologie. Wer also schon immer wissen wollte, wie Geologen die vergangenen Ereignisse auf unserem
Planeten erforschen und was die Saurier wirklich umgebracht hat, der wird um dieses hervorragend geschriebene Buch kaum herumkommen.
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